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PAULINE SACHSE,  Viola & ANDREAS HECKER, Cembalo

VIOLA GALANTE

„….Originalkompositionen für Bratsche als Solo-Instrument finden sich in der Zeit vor 1775 ausgesprochen selten.

Die Ursachen sind vielfältig und reichen weit in die Vergangenheit zurück. Die Bratsche spielte im Ensemble als Mittelstimmen-Instrument zumeist eine untergeordnete Rolle und die „Bratschisten-Posten“ in höfischen und städtischen Diensten waren während des 18. Jahrhunderts im Allgemeinen sowohl qualitativ als auch quantitativ mangelhaft besetzt – was nicht zuletzt der knappen Vergütung geschuldet war.

Die Bedeutung der Bratsche im Stimmsatz wurde von Johann Mattheson (1681–1764) erstmals 1713 herausgestellt, indem er bemerkt, dass ohne sie alles dissonieren würde, und auch Johann Philipp Eisel (1698–1763) charakterisiert die Viola 1738 treffend als das „Eingeweyde der Music“.
(Auszug aus dem Booklet)

VÖ: 13. Oktober 2017  
 
     
   
MENAHEM PRESSLER, Klavier KIMBO IISHI , Dirigent
Magdeburgische Philharmonie

MOZART  · Piano Concertos Nos 23 & 27

„Die Klavierkonzerte von Mozart hat er so oft gespielt, dass gerade diese zu den genannten zählen, mit denen Pressler viel Zeit in seinem Leben verbracht hat. Und so fügte es sich, dass für Pressler wie für die Musiker der Magdeburger Philharmonie ein lang gehegter Wunsch wahr wurde: Im Mai und im Dezember 2016 trat Pressler in seiner Geburtsstadt als Solist auf.

Und er hatte das B-Dur-Konzert KV 595, das letzte aus Mozarts Feder, im Mai aufgeführt und im Dezember dann das Klavierkonzert A-Dur KV 488.

Pressler zu Mozart: „Bei Mozart gibt es keine leere Passage. Aber oftmals spielen die Musiker eine Passage einfach, weil sie sie gut spielen können, und sind damit zufrieden. Aber wenn sie keinen Inhalt hat, dann werde ich unnachgiebig. Es ist schwer, alles richtig zu phrasieren. Ich bin also immer noch genauso kritisch wie früher. Erst mit mir selbst, dann mit meinen Mitspielern.“
(Auszug aus dem Booklet)


VÖ: 13. Oktober 2017  
 
     
   
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ANTJE WEITHAAS, Geige · BACH & YSAŸE Vol. 3

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Für Bach schwärmen – und Ysaÿe entdecken Vol. 3

Teil III von Antje Weithaas‘ Trilogie mit Werken der jeweiligen Zyklen.

Es war die Idee von Antje Weithaas, die jeweils sechs Solosonaten, bzw. -partiten von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe gemeinsam einzuspielen. „Die Bachwerke sind einigermaßen bekannt“ sagt sie. „Aber die von Ysaÿe? Er wird immer in die Virtuosen-Ecke gestellt, aber er ist ein ernstzunehmender Komponist!“ Nun also Folge 3!

 Als Bach 1703 in Weimar am Hofe engagiert wurde, begann er mit der Komposition seiner ersten von insgesamt sechs Sonaten und Partiten für Violine solo ohne Basso continuo, die er 1720 – dann schon an den Köthener Hof gewechselt – in einer seiner kalligraphisch schönsten Handschrift für den eigenen Gebrauch, zur Präsentation seines Könnens, zusammenfasste.

Er setzte sorgfältig Verzierungen und Bogenstriche in die Noten, bedachte günstige Stellen zum Umblättern. Diese Seiten fertigte er während eines Kuraufenthaltes Fürst Leopolds in Karlsbad an, denn der Fürst wollte in dieser Zeit nicht auf seine Musiker verzichten, und so reisten diese mit ihm und spielten auch vor Ort.

 „Was für ein Glück für uns Geiger!“, sagt Antje Weithaas, die den genauen Anweisungen des Komponisten folgt. „Ich habe alle Triller und Originalstriche genommen und nichts einfacher gemacht, nie die geigerische Bequemlichkeit bedient, denn nur so entsteht eine ganz gewisse Spritzigkeit.“ (Auszug aus dem exklusiven Booklettext)

VÖ: 15. September 2017  
 
     
   
CATHY KRIER, Klavier · DEBUSSY  · SZYMANOWSKI

Maskierte Impressionisten

„Mit ihrem neuen Album wendet CATHY KRIER den programmatischen Ansatz ihrer bisherigen CDs auf originelle Weise ins Gegenteil. Stellte sie zuletzt scheinbar weit entfernte Pole wie Rameau und Ligeti oder Liszt und Berg/Schönberg gegenüber und entdeckte dabei verblüffende Querbezüge, so verfolgt die vorliegende Einspielung nun genau den umgekehrten Weg.

Auf den ersten Blick nämlich mögen sich Claude Debussy – der Erfinder des musikalischen Impressionismus – und der oft als „polnischer Impressionist“ bezeichnete Karol Szymanowski stilistisch sehr nah sein. Beide Komponisten verwenden sogar denselben Titel „Masques“ (Masken).

Cathy Krier betont aber, dass sie viel mehr an den Unterschieden interessiert sei, die sich in den etwa zeitgleich entstandenen Werken spiegeln. Zum reinen Hörgenuss tritt damit eine weitere, reizvolle ästhetische Ebene.“ (siehe auch Booklettext von Clemens Matuschek)

„Was Krier technisch vermag, wäre schon für sich genommen bewunderungswürdig. Aber erst, wie sie den Nervensträngen dieser Musik nachspürt, macht sie zu der bedeutenden Interpretin, als die sie zu gelten hat. Sensationell und unbedingt hörenswert!“ (Wiener Zeitung Oktober 2015)


VÖ: 15. September 2017  
 
     
   
BEETHOVEN TRIO BONN · GEORGY SVIRIDOV

CD-TIPP  BR Klassik Logo

EIN FREUND UND ZEITGENOSSE SHOSTAKOVICHS


"Seine musikalischen Höchstleistungen werden vor allem mit seinen Werken für Menschenstimme bzw. Stimmen verbunden, nämlich mit Romanzen, Kantaten, Oratorien und Kirchengesängen. Swiridows instrumentale Kammermusik ist weniger bekannt, sie stellt aber ein wertvoller - und ein integraler! - Teil seines musikalischen Nachlasses.

Unterscheidet man nach Boetius
zwischen drei Musikarten, so lässt es sich nicht überhören, wie die musica humana in Swiridows musica instrumentalis lebt, ja wie daraus ein Ganzes entsteht, deckungsgleich mit dem konventionellen Begriff der musica mundanа, alias Weltmusik.

Das ist nicht die heutige musica
universalis, gezeugt durch die kulturelle Globalisierung, – nein, Swiridow war ein durchaus bodenständiger, authentischer russischer Komponist.
Das bestätigt nur die alte Wahrheit: Die Welt interessiert sich dann für einen Künstler, wenn seine Kunst in der Volkskultur ihre Wurzeln hat. . . "
( aus dem Booklettext von Iossif Rajsskin)

VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
VLADIMIR STOUPEL, Klavier
MIKHAIL GLINKA · Variationen für Klavier

DAS UNBEKANNTE RUSSLAND

„Es war für mich eine große Freude, das Programm der vorliegenden CD zusammenzustellen und aufzunehmen.

 Die Idee hinter dem Programm war zweierlei: einerseits sind es Variationszyklen (mit Ausnahme des Rondo brillante über ein Thema aus der Oper „I Capuleti ed i Montecchi“ von Bellini), andererseits zeichnet die chronologische Folge der Werke eine spannende Entwicklung der kompositorischen Technik Glinkas nach, sowie auch den Umgang seiner Nachfolger mit dem, was er erfunden hatte:

die „Glinkasche Variation”, bei der das Thema oder ihr Struktur meist unverändert bleibt, aber die Begleitstimmen dafür umso stärker variiert werden.)"……
(Aus dem Booklettext von Vladimir Stoupel)


VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
ADAM FISCHER, Dirigent, HANNA-ELISABETH MÜLLER, Sopran
Düsseldorfer Symphoniker

GUSTAV MAHLER · Sinfonie Nr. 4 G-Dur

ADAM FISCHER zu MAHLER

„Ich freue mich sehr, mit den Düsseldorfer Symphonikern sämtliche Symphonien Gustav Mahlers musizieren und aufnehmen zu dürfen. Es wird zweifellos ein ganz besonderer Mahler werden. Denn ich strebe mit jedem Orchester an, einen anderen Mahler zu machen – einen, der sich aus der Zusammenarbeit lebendig ergibt. …

Die Vierte ist Mahlers durchsichtigste und lyrischste Symphonie, gleichsam seine Kammersymphonie. Wahrscheinlich auch wegen ihres äußerlich kleineren Formats hat sie eine ganz eigenwillige,widersprüchliche Rezeption erfahren: Auch in einer Zeit, in der Mahlers Musik für das große Publikum international praktisch unbekannt war, blieb die Vierte relativ populär. . .

Stilistisch ist sie für mich eine ganz besondere Herausforderung, die mich sehr reizt. Sie ist die „Pastorale“ von Mahler. . . "
(aus seinem Vorwort zum Booklet)

VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
VIOLA WILMSEN, Oboe & KIMIKO IMANI, Klavier, OBOE & PIANO

Werke von Hans Gál, Bohuslav Martinů, Klement Slavický, Pavel Haas, Leoš Janačék

MEHR ALS NUR SCHÖNKLANG

"Welche Klangcharaktere verbinden Sie mit der Oboe? Sind es lyrische lange Phrasen, klagende oder gar zerbrechliche Melodien oder eher das Musikantische und Volkstümliche der Oboe? In meiner Zeit an der Deutschen Oper Berlin starb ich abendlich tausend Tode, bis auch der letzte Atemzug des Protagonisten auf der Bühne versiegt war und die seufzende Oboe ihre schluchzende Melodie zu Ende gesungen hatte.

Aber haben Sie auch schon einmal einen kämpferischen, bezwingenden oder bedrohlichen Oboenklang gehört?

Im 20. Jahrhundert findet sich eine ganze Anzahl von Werken für Oboe und Klavier, in denen die Oboe sogar etwas „Furienhaftes“ verkörpert. Mit unserem Programm möchten wir die Vielseitigkeit und den Farbenreichtum des Oboenspiels präsentieren. . . "
© 2017 Viola Wilmsen (aus dem Booklettext)


VÖ: 14. Juli 2017  
 
     
   
BOULANGER TRIO & ANDRÈ SCHUEN, Bariton
BEETHOVEN  · Irish & Scottish  Lieder, In questa tomba oscura, Adelaide

"WELCH SÜSSE, HEIMLICHE TRAUMSELIGKEIT“

Das Kunstlied um 1800 ist vielfältig und die Diskussion, ob nun der Strophenform oder der Durchkomposition der Vorzug zu geben ist, in vollem Gang. Als lyrisches Genre per se ist die Lied-Sphäre der musikalische Ort tiefster Empfindungen.

So ist denn auch die Hinwendung zum Durchkomponieren auf Aussagen und Sprachduktus der vertonten Gedichte hin nur ein konsequenter Schritt. Beethoven tat ihn schon in den frühsten Liedern. Das Werk Adelaide op. 46 aus den Jahren 1795/96 sollte später selbst den gestrengen Musikkritiker des 19. Jahrhunderts mit seinem emotionalen Gehalt überzeugen.

1886 schrieb Eduard Hanslick: „Es gibt kein treueres, leuchtenderes Abbild einer reinen schwärmerischen Jünglingsliebe als diese Beethovensche Adelaide. Welch süße, heimliche Traumseligkeit schauert durch jeden Ton dieser goldenen Melodie! Ich glaube, dieser Jüngling folgt nicht einmal wie der schillersche ‚errötend ihren Spuren‘, es genügt ihm,
sich am Klang des Namens der Angebeteten, den er sich so freigebig kredenzt, zu berauschen. (Booklet Text: Reinhard Palmer)

ZUM DOWNLOAD DER LIEDERTEXTE
VÖ: 14. Juli 2017  
 
     
   
THORSTEN ENCKE, Komponist und Dirigent, A PORTRAIT

NACHRICHTEN AUS DEM HAUS DER MUSIK

„Strukturelle Erwägungen zu Beginn einer künstlerischen Arbeit können die Reibfläche sein, an der  sich die Inspiration entzündet.

Gleich einem Architekten rollen wir eine gezeichnete Konstruktion aus, wir skizzieren eine Tonfolge und zimmern ein Gerüst von Intervallbeziehungen und Ableitungen, wir möblieren den Innenraum sorgfältig, indem wir Motive miteinander in Beziehung setzen und ihnen somit eine dramaturgische Funktion zuordnen. Dies alles ist notwendig.

Und doch führt uns die Eingebung auf Abwege, Ungeplantes drängt sich auf, die Reibfläche verliert mit jeder geglückten Zündung an Wirksamkeit. Das Werk gewinnt Eigenleben, will über sich hinauswachsen.

Und mein persönliches momentanes Credo? Vielleicht: Experimentierfreudig in Inhalt und Aussage, klar in der Sprache.  . ."


VÖ: 14. Juli 2017  
 
     
   
MENDELSSOHN  · PENDERECKI  · Sextets, SOLOISTS OF THE SPANNUNGEN FESTIVAL 2016

Sextette, die man selten hört

 „Die hohe Opus-Zahl darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mendelssohn sein Sextett für Klavier und fünf Streicher bereits als 15-jähriger komponiert hat…… Eine so originäre Handschrift wie sie der junge Mendelssohn im Oktett oder in der „Sommernachtstraum“-Ouvertüre hören lässt, ist im Sextett noch nicht zu erkennen.

Der Mendelssohn-Biograf Eric Werner charakterisiert das Werk als „Miniatur-Kammerkonzert für Klavier, dem die fünf Instrumente gegenübergestellt sind….“

„…Penderecki hat sich seit den 80er-Jahren radikal von jeder avantgardistischen Strömung abgekoppelt und orientiert sich immer stärker an Vorbilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Das betrifft auch das im Jahre 2000 in Wien uraufgeführte Klarinettensextett…. musikalisch präsentiert sich das mit einer Spieldauer von 35 Minuten ausladende Werk wie eine Reminiszenz an die großen slawischen Komponisten des 20. Jahrhunderts….

Penderecki: „Ich bin doch ein slawischer Komponist, dem es um die Übermittlung des eigenen Gefühls, des Ausdrucks geht.“ (Auszüge aus dem Booklettext von Pedro Obiera)


VÖ: 16. Juni 2017  
 
     
   
NIELSEN · PROKOFIEV · Wind Quintets, SOLOISTS OF THE SPANNUNGEN FESTIVAL 2016

Quintette , die man selten hört

Nielsens Musik ist von einer linearen Melodik und Durchsichtigkeit geprägt, die ihn von der schwelgerischen Spätromantik absetzt. In seinen Werken schärft er eine an Gregorianik und Volksmusik geschulte Satzarbeit, zeigt sich als virtuoser Kontrapunktiker und moderner Rhythmiker.

Den ihm entgegengebrachten Vorwurf der Kühle rechtfertigte der Komponist einmal: „Bis zum Überdruss müssen wir zeigen, dass eine wohlklingende Terz als göttliche Gabe gesehen werden sollte, eine Quart als Erfahrung und eine Quint als die größte Freude.“

„…In die große Manege führt auch Sergei Prokofiev Quintett op. 39 für die ungewöhnliche Kombination Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass. Der Komponist schrieb es 1924 als Ballettmusik „Trapez“ für den Choreographen Boris Romanow und seine herumreisende Tanzgruppe. Das Thema: Szenen aus dem Zirkusleben.

Durch die aufs Wesentliche reduzierte Besetzung sollte das Werk überall schnell aufzuführen sein. Prokofiev verfasste dann aber doch ein ziemlich anspruchsvolles Werk mit schrulligem Charakter und „einigen rhythmischen Schwierigkeiten“, wie er selbst zugab…“
(Auszüge aus dem Booklettext von Matthias Corvin)

VÖ: 16. Juni 2017  
 
     
   
JONIAN ILIAS KADESHA, Violine & NICHOLAS RIMMER , Klavier
ENESCU ·  RAVEL · SKALKOTTAS

CD-TIPP  BR Klassik Logo           REZENSION logo pizzicato

Nikos Skalkottas der nationalromantischen Richtung zuzuordnen, wäre falsch. Aber hätte er nicht Werke wie die Griechischen Tänze für Orchester oder die beiden kleinen Suiten für Violine und Klavier geschrieben, wäre er ein heute wohl vergessener Komponist.

Die Suiten entstanden während der letzten Jahre seines Schaffens und lassen einen Stilwandel erkennen, insofern sich Skalkottas darin bei aller erkennbaren Strenge der Konstruktion einer weniger komplexen Schreibweise annähert, als sie für das Gros seiner sonstigen Werke typisch ist……

Zum musikalischen Botschafter Rumäniens wurde George Enescu. Er gehörte der ersten
Generation der im vergleichsweise jungen rumänischen Königreich geborenen Komponisten an, verließ das Land aber schon als siebenjähriges Wunderkind, um zunächst in Wien und anschließend in Paris zu studieren und fortan das Leben eines Kosmopoliten zu führen.

Als Geiger und bald auch als Komponist, Pianist und Dirigent wurde er zum Weltstar. Yehudi Menuhin, sein berühmtester Schüler, nannte ihn das ungewöhnlichste menschliche Wesen, dem er jemals begegnet sei…..
(Auszüge aus dem Booklettext von Johannes Jansen)

VÖ: 16. Juni 2017  
 
     
   
ANTONII BARYSHEVSKYI , Klavier  · GALINA USTVOLSKAYA · Piano Sonatas Nos. 1-6

Das Echo des Apokalypse

„ ‚Es wird nicht um eine Performance von irgendwelchen Aktionskünstlern gehen, die einen
alten ausgedienten Bechstein oder Blüthner in Flammen setzen - nein, es wird um Klavierstücke von Galina Iwanowna Ustvolskaya gehen‘.

Die Worte des berühmten niederländischen Musikkritikers beschreiben präzise und bildhaft das Schaffen einer der rätselhaftesten Komponistinnen unserer Zeit.

Ustvolskayas Musik macht es einem schwer, die gewohnte Sprache der Musikwissenschaft
zu nutzen. Sie war nicht die Apokalypse der 20. Jahrhundert, sondern deren Echo. Gott
sorgte dafür, dass Ustvolskaya nicht in Stalins Lagern einsitzen musste: Das Schicksal hat
ihr die Einsamkeit der Künstlerin geschenkt, die sich nicht von Erfolgsaussichten blenden
ließ. Ihre Einsamkeit war alles andere als die Realitätsflucht eines romantischen Helden,
der auf seine Mission und exklusive Rolle stolz ist.. . "
(Auszüge aus dem Booklettext von Iosif Raiskin)

VÖ: 16. Juni 2017  
 
   

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