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SCHAGHAJEGH NOSRATI, Piano
JOHANN SEBASTIAN BACH · Partitas BWV 825 - 830

„Es gibt unendlich viele Gründe, Bachs Musik zu lieben“
Schaghajegh Nosrati über ihr Verhältnis zu Johann Sebastian Bach

".. . Manche sind fasziniert von ihrer Komplexität und handwerklichen Makellosigkeit. Andere schätzen sie für ihren emotionalen und spirituellen Gehalt bei gleichzeitiger Absenz jeglicher Sentimentalität. Wiederum andere erliegen dieser so reizvollen Mischung aus Klarheit und Wärme.

Auch ich liebe Bach aus all den erwähnten Gründen, nebst vielen anderen. Für mich steht außer Frage, dass er der größte Komponist aller Zeiten war.


Wenn ich lese, dass ein Komponist wie Bach seine gewaltige Partiten-Sammlung unter dem bescheidenen Titel Clavierübung herausgibt oder in einem anderen Zusammenhang formuliert, alle Musik müsse letztlich der „Ehre Gottes und Recreation des Gemüths“ dienen, manifestiert sich darin eine bewusste Ausklammerung der eigenen Person, die in starkem Widerspruch zu der chronischen Selbstüberschätzung und grenzenlosen Egozentrik meiner eigenen Generation steht..."
(aus dem Booklettext von Schaghajegh Nosrati)

VÖ: 24. September  2021






     
   

SHEVA TEHOVAL, Sopran & DANIEL HEIDE, Piano
PRÉMICES · LIEDER


Die belgische Sopranistin SHEVA TEHOVAL wurde in Brüssel als Tochter eines Blues-Musikers geboren und entdeckte ihre Liebe für die klassische Musik im Alter von sechs Jahren im Chor der Königlichen Oper in Brüssel.

Sie studierte bei Christoph Prégardien an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln sowie bei Mary Nelson an der Royal Academy in London. 

Durch zahlreiche Wettbewerbserfolge, darunter beim renommierten Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel (als jüngste Kandidatin), beim Deutschen Musikwettbewerb, "SWR Junge Opernstars" oder dem Luitpoldpreis machte sie schnell auf sich aufmerksam.

Mittlerweile stand sie u.a. schon auf den Bühnen vieler europäischer Opernhäuser und Konzertsäle. Dazu zählen u.a. das Théatre de la Monnaie in Brüssel, das Theater an der Wien, das Mariinsky-Theater in Sankt-Petersburg, die Kölner Philharmonie oder der Herkulessaal.

Ihre musikalischen Partner hierbei sind häufig die Pianisten Christoph Schnackertz und Daniel Heide.

Sheva Tehoval hat ein breites Liedrepertoire erarbeitet - der größte Teil davon in französischer und deutscher Sprache.


VÖ: 24. September  2021






     
   

DANIEL HEIDE, Piano
LUDWIG VAN BEETHOVEN · Sonatas Vol. 1

ICH und die Mittleren

"Meine ersten Begegnungen mit den Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven hatte ich zweifelsohne in meinem Elternhaus.

Kurioserweise erklangen bei uns zuhause weniger die bekannten Sonaten wie etwa die Pathétique oder die Appassionata, sondern andere; ich erinnere mich noch sehr lebhaft an die Arbeit mit einem Studenten, den ich als Junge sehr mochte, an der Sonate Nr. 30, E-Dur op. 109. Auch die Themen aus der Sonate Nr. 31, As-Dur hörte ich regelmäßig innerhalb unserer Wohnung.

Die drei in rotem Leinen gebundenen Bände der Edition Peters gehörten genauso zur Einrichtung unseres Wohnzimmers wie Schallplatten, die stets neben dem Schallplattenspieler standen: beispielsweise Maurizio Pollini mit den Sonaten op. 109 und op. 110 oder Wilhelm Kempff mit den Sonaten op. 13, op. 27/2 und op. 57. ..
Es ist sicher kein Zufall, dass sich auf der hier vorliegenden Aufnahme eben diese Werke wiederfinden. .."
(Auszug aus dem Booklettext des Interpreten)


VÖ: 24. September  2021






     
   

ADAM FISCHER, Dirigent ·  Düsseldorfer Symphoniker
GUSTAV MAHLER · Symphony No. 6

ADAM FISCHERs Anmerkungen zu
Mahlers Sechster – letzte Aufnahme des Mahler Zyklus mit ADAM FISCHER

"Die Sechste ist jedes Mal ein Großereignis, für das Orchester und für das Publikum. Man kommt aus dem Konzert ermattet und erschöpft und man braucht Zeit, um zu sich selbst zurückzufinden.

Die Symphonie erfordert ein riesiges Orchester. Wieder einmal reizt Mahler die Möglichkeiten dessen, was damals überhaupt möglich war, bis an die Grenzen aus, und zwar nicht um des bloßen Effekts willen, sondern weil er dieses Instrumentarium schlichtweg brauchte, um seine Gefühle auszudrücken.

Es ist eine fast unerträgliche Emotionalität, der wir hier begegnen und mit der wir umgehen müssen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der umstrittene dritte Hammerschlag: Dass Mahler ihn nach einer Probe weggestrichen hat, war ganz eindeutig eine Gefühlsaufwallung. Er hatte Angst davor, selber zu sterben, wenn er ihn hört. Er dachte und fühlte, dass die Symphonie ihm den Tod bringt…"

(aus Adam Fischers Vorwort im Booklet)
VÖ: 24. September 2021






     
   

OLENA KUSHPLER, Piano
JANÁČEK · Piano Works

„. . .Schon in meiner Jugend faszinierte mich die Musik von Leoš Janáček - zunächst seine Vokalmusik, besonders seine Oper Jenufa, die einen ungeschminkten Volkston und dessen radikale Authentizität so höchst avanciert in Kunstmusik verwandelt.

Erst später entdeckte ich seine Klavierwerke und verstand auf einmal seine zentrale ästhetische Kategorie: Leoš Janáček wollte eine Musik der Wahrheit schreiben. Reine Virtuosität war ihm fremd. . .

Seine Intime Skizzen sind Klavierminiaturen, die ich als Janáčeks Tagebuch lese. Persönliche Gedanken werden darin wiederum zu musikalischen Ideen.

Das Rondo hat er als junger Student geschrieben,  Der goldene Ring  ist Janáčeks letzte Komposition, geschrieben am 8. August 1928. Nur vier Tage später verstarb er.

So umfassen diese Tagebucheinträge sein ganzes Leben und sind für mich von unschätzbarem Wert.. .
(Persönliche Notizen von Olena Kushpler)

VÖ: 27. August  2021






     
   

CATHY KRIER, Piano
GYÖRGI LIGETI · ÉTUDES pour Piano

"....1976 entstanden die Trois pièces pour deux pianos; sie sind ein zentrales Werk in seinem Schaffen und seiner kompositorischen Entwicklung.

 Die Bedeutung des Rhythmus ist allgegenwärtig; das Interesse an diesem Parameter nahm in den frühen 1980er Jahren mit der Entdeckung der Polyrhythmen der Aka-Pygmäen und der gewaltigen Komplexität von Conlon Nancarrows Studies for Player Piano zu, wie es auch seine Études offenlegen.

György Ligeti komponierte seine achtzehn Études pour piano über einen Zeitraum von mehr als siebzehn Jahren. Sein erstes Buch mit sechs Études wurde 1985 veröffentlicht.

Der Bezug zur Klaviertradition und der Sechser- und Zwölfer- Etüdensammlungen von Chopin, Liszt oder Debussy ist offenkundig.

Das zweite Buch, komponiert zwischen 1988 und 1994, enthält schließlich acht Études. Sein drittes und letztes Buch umfasst vier weitere Études, die zwischen 1995 und 2001 komponiert wurden…….. (Auszüge aus dem Booklettext der Interpretin)

VÖ: 27. August  2021






     
   

TOBIAS KOCH, Fortepiano
BEETHOVEN · Piano Sonatas Nos. 8 - 18

"Auf der Suche nach neuen Wegen

Während einer vom Südwestrundfunk aufgezeichneten mehrteiligen Konzertreihe unter dem Titel Beethoven – Auf der Suche nach neuen Wegen bei den traditionsreichen Bad Krozinger Schlosskonzerten entstanden die hier vorgestellten Tonaufnahmen von elf Klaviersonaten.

In dichter Abfolge und quasi ineinander übergehend komponiert, fällt ihre Entstehungszeit in die Jahre 1797 bis 1802. In diese Zeit fiel auch Beethovens der Überlieferung nach einem Freund gegenüber viel zitierte Äußerung, er sei „mit den bisherigen Arbeiten unzufrieden“ und wolle „einen neuen Weg einschlagen“.

Und es scheint in der Tat, als habe der Komponist in diesen Jahren gleichsam mit dem Turbolader seine Experimente mit der Sonatenform energetisch verdichtet und innovativ beschleunigt.
Umdenken öffnet Horizonte...

Als Kompass dienten mir neben Autographen- und Erstausgabenstudien aktuelle Neu-Editionen von Jonathan del Mar und insbesondere die ebenso detaillierte wie kritisch-aufgeklärt zeitgemäße englische Notenausgabe von Barry Cooper. . ."
(aus: Persönliche Anmerkungen von Tobias Koch, Booklet)

VÖ: 27. August  2021






     
   

SEVERIN VON ECKARDSTEIN, Piano
PROKOFIEV · Piano Sonatas Nos. 6 - 8

"Prokofievs Musik lag mir schon immer am Herzen.

Der Komponist liebte es schon als Kind, wie ich selbst, viel auf dem Klavier zu improvisieren. Sein Klavierstil ist nicht so ausufernd pianistisch geprägt wie beispielsweise der seines Zeitgenossen Rachmaninoff.

Dafür wandlungsfähiger, ständig dabei, das tagesaktuelle Geschehen nachzuempfinden, oft genauso energiegeladen und frisch wie unvermittelt geheimnisvoll.

Von Anfang an kennzeichnete seine Musik eine gewisse stilistische Vielfältigkeit, vielleicht ein Nebeneinander aus klassizistischer Melodik, Ironie, Selbstironie und getriebener rhythmischer Kraft. . .

Sein Werk zeichnet sich auch dadurch aus, dass seine Sprache in ihrer beeindruckenden Geschlossenheit und Stärke kunstvoll oder eben nur aus sich unterschwellig bahnbrechender Menschlichkeit heraus Momente integriert, die – oft plötzlich – eine bezeichnende Aufrichtigkeit und ein zutiefst persönliches Empfinden offenbaren.. . "(Auszug aus dem Booklettext des Interpreten)

VÖ: 27. August  2021






     
   

AXEL KOBER, Dirigent ·  DUISBURGER PHILHARMONIKER 
WAGNER  · Siegfried

"AXEL KOBER:
Ein Wasserschaden brachte das Glück

Zwei Städte, zwei Orchester, zwei Sängerbesetzungen – mit dem fantastischen Sängerensemble der Rheinoper sowie den beiden herausragenden Orchestern der Duisburger Philharmoniker und der Düsseldorfer Symphoniker an ihren beiden Spielstätten in Duisburg und Düsseldorf waren die Rahmenbedingungen gesetzt.

Der „Ring am Rhein“ in der szenischen Interpretation von Dietrich W. Hilsdorf nahm unter meiner musikalischen Leitung ab Juni 2017 nach und nach Gestalt an.

Der erfolgreiche Abschluss der knapp zweijährigen musikalischen und szenischen Zusammenarbeit sollte am Ende der Saison 2018/19 jeweils eine Aufführung des kompletten „Ring“-Zyklus an beiden Spielstätten bilden.

Doch wenige Wochen vor der Premiere der „Götterdämmerung“ flutete eine defekte Sprinkleranlage das Theater Duisburg. Ein Wasserschaden machte die szenische Vollendung des Duisburger „Ring“ zunächst zunichte.…..“
(Aus dem Editorial des Musikdirektors Axel Kober)

VÖ: 27. August  2021






     
   

MIHAELA MARTIN, Violin & ELENA BASHKIROVA, Piano
FRANZ SCHUBERT · Violin & Piano

Das LEICHTE BEI SCHUBERT

„Für mich ist Schuberts Musik immer mit der Vorstellung einer Reise mit der Kutsche verbunden. Draußen zieht die Landschaft vorüber, Städte, Gebirge, Flüsse, Seen, Dörfer.

Manchmal wird die Fahrt langsamer, dann wieder geht es munter voran, aber immer ist da dieses Gefühl des Unterwegsseins, nicht zu Fuß und nicht zu Pferd, sondern in einer rollenden Kutsche.“
(Elena Bashkirova)

"Das Frühjahr 1816 ist für Franz Schubert eine Zeit des Aufbruchs. Der 19jährige hat sich auf eine Musiklehrerstelle in Laibach beworben (später ist er vermutlich insgeheim heilfroh, sie nicht bekommen zu haben und dem ungeliebten Schuldienst entgangen zu sein).

 Er lässt Goethe ein Heft mit Liedern zusenden in der – vergeblichen – Hoffnung, sie dem Dichterfürsten widmen zu dürfen. Er träumt von einer künftigen Hochzeit mit der Sängerin Therese Grob. Und er komponiert unermüdlich....
Und: drei Sonaten „pour Pianoforte et Violon“, seine ersten Kammermusikwerke für Geige."
(Auszug aus dem Booklettext von Eva Blaskewitz)

VÖ: 09. Juli 2021






     
   

LINOS PIANO TRIO
STOLEN MUSIC  · Transcriptions for Piano Trio


Idee • Inspiriert von der schon lange bestehenden Praxis, große Orchesterwerke in kleineren Besetzungen und im kleineren Rahmen aufzuführen, hat das Linos Piano Trio als Antwort auf die aktuelle Einschränkung des Konzertlebens das Projekt Stolen Music ins Leben gerufen.

Entstehung • Schon immer galt das Klaviertrio als “virtuelles Orchester”: Viele Komponist*innen haben die Konstellation von Klavier, Geige und Cello verwendet, wenn es darum ging, das Orchester zu simulieren.

Sogar Beethoven hat seine 2. Sinfonie für diese Besetzung arrangiert, sodass das Werk nach seiner Uraufführung nicht ausschließlich als Orchesterstück weitergespielt und gehört werden konnte.

So entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts anhand seiner vielen möglichen Klangwelten und größeren Mobilität gegenüber einem Orchester eine Art Parallel-Funktion für das Klaviertrio: die Transkription von sinfonischen Werken.

Prozess • Seit der Gründung des Linos Piano Trios im Jahr 2007 fasziniert uns dieser Aspekt unserer Besetzung und so war das erste Stück, das wir aufführten, die von Schönberg befürwortete Bearbeitung von Verklärte Nacht von Eduard Steuermann:

Von Strawinskys Konzept, was es heißt „zu stehlen“, inspiriert - nämlich etwas in der eigenen künstlerischen Stimme wiederzugeben - haben  wir  seit  2016  mehrere Orchesterwerke „gestohlen“  und  selbst für Klaviertrio bearbeitet, u.a. La Valse von Ravel und Der Zauberlehrling von Dukas.

VÖ: 18. JUNI 2021






     
   

THEO PLATH, Fagott & ARIS ALEXANDER BLETTENBERG, Klavier
LOST TIMES

Von THEO PLATH

"Die Musik des Impressionismus und der späten Romantik war für mich als Fagottist schon immer ein Objekt der Sehnsucht. Unter den bedeutenden Komponisten seiner Zeit beschloss Camille Saint-Saëns als einer der wenigen, das Repertoire des Fagotts als einem “dieser sonst so vernachlässigten Instrumente zu erweitern”.

Doch damit war er leider recht allein, was in meinen Augen umso betrüblicher ist, als dass mir der Klangcharakter des Instruments für die Musik dieser Zeit überaus passend erscheint.

Mit dieser CD erfülle ich mir den persönlichen Traum, in den für das Fagott als Soloinstrument verlorenen Zeiten der Romantik und des Impressionismus zu schwelgen.

Der Reiz des Vergangenen findet sich häufig in der Kunst wieder. Allen voran beschreibt Marcel Proust in seinem Werk Die Suche nach der verlorenen Zeit, auf das sich auch der Titel dieser CD bezieht, die Erinnerung als Quelle künstlerischer Inspiration.

Ebenso formuliert er, dass auch die Musik im Prozess des unwillkürlichen Erinnerns eine Rolle spielen kann. Seine Beschreibung der inneren Vorgänge der handelnden Personen, ausgelöst durch die Melodie der Vinteuil-Sonate, schildert die emotionale Beziehung eines Menschen zur Musik wohl am eindrücklichsten. ..."
(Auszug aus dem Booklettext von Theo Plath)

VÖ: 18. JUNI 2021






     
   

FEININGER TRIO
BRAHMS & ZEMLINSKY · Piano Trios I


supersonic   REZENSION

Zemlinskys Beziehung zu Brahms

Christoph Streuli unterhält sich mit Volker Michael

"Das Feininger Trio hat die drei Werke von Johannes Brahms, die er für diese Besetzung geschrieben hat, in seinem Aufnahmezyklus mit jeweils einem Werk anderer Komponisten aus Wien kombiniert: Alexander Zemlinsky, Ernst Krenek und Erich Wolfgang Korngold.

Die drei Klaviertrios von Brahms gehören zu den Spitzenwerken dieser Literatur.


Die Mitglieder des Feininger Trios hat interessiert, wie es nach Brahms weiterging. Denn die jüngeren Komponisten haben sich auf ihn bezogen, sie haben ein neues Fenster aufgemacht, das einen Weg ins 20. Jahrhundert und in die Moderne weist. Das war das Hauptkriterium bei der Auswahl der drei anderen Komponisten. . .

In diesem unmittelbaren Wiener Umfeld galt es - heute würde man sagen ‚cool‘ - so „Brahmsisch“ wie möglich zu komponieren. Das wurde zu einer Art Auszeichnung.

Alexander Zemlinsky hat es selbst so ausgedrückt: Die Nachwuchskomponisten hätten sich gegenseitig darin überboten, möglichst „Brahmsisch“ zu komponieren. Der junge Zemlinsky war mit Brahms bekannt und wurde von ihm gefördert. . ."
(Auszug aus dem Gespräch im Booklet von Volker Michael)

VÖ: 18. JUNI 2021






     
   

BARTHOLDY QUINTETT
MENDELSSOHN · String Quintets Nos. 1 & 2

Wir wir es angehen
PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN der Künstler

"...Speziell bei den beiden Mendelssohn-Quintetten kommt noch eine weitere Herausforderung der Spontan-Kammermusik-Partys dazu:

Eigentlich sind diese Stücke dafür schlicht zu schwer. Da hört man im 16tel-Tumult des B-dur Quintetts die Hauptstimmen nicht mehr, man verheddert sich hoffnungslos in der hochvirtuosen Polyphonie des letzten Satzes des A-dur Quintetts oder man stürzt beim Spiccato-Zehenspitzen-Seiltanz in dessen Scherzo in den Abgrund (selbst wenn die 2. Bratsche die ersten 8 Solotakte blamagefrei überstanden haben sollte)…..

...Inhalt und Form unserer Quintettarbeit sind unser musikalischer Jungbrunnen. In großer Vertrautheit bei lange Bekanntem Neues miteinander entdecken, aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommend (auch geografisch sind wir flächendeckend über das Land verteilt), das Ganze mit großer individueller Freiheit erleben, ohne Trauschein, wie es ein festes Streichquartett erfordern würde.

Aber in tiefem gegenseitigen musikalischen wie freundschaftlichen Verständnis - so dürfen wir miteinander unser Ideal vom Musikmachen verwirklichen."
(Aus dem Booklet-Text zur CD von V. Jacobsen)

VÖ: 04. JUNI 2021






     
   

MARKUS SCHÄFER, tenor & TOBIAS KOCH, pianoforte
SCHUBERT · WINTERREISE

supersonic   REZENSION

Gedanken zur WINTERREISE

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN der Künstler

Franz Schuberts zwei große Liederzyklen auf Texte Wilhelm Müllers (1794–1830) sind Monumente der Musik.

Wer sich ihrer, wie Markus Schäfer und Tobias Koch in dieser Aufnahme der Winterreise, reproduzierend annimmt, tritt in große Fußstapfen.

Aus Schäfers Sicht sind diese Lieder „durch die Interpretationen der namhaftesten Künstler ja nicht allein populär, sie sind geradezu unantastbar geworden. . .

...für Schäfer und Koch ist der Zyklus seinem Gehalt nach weder eindeutig noch gar endgültig. „Er stellt für mich mehr offene Fragen, als dass er direkte Antworten gibt, er ist, mit einem Wort, hochaktuell“, sagt Koch. „Mir persönlich als Interpret entspricht es ohnehin eher, Fragen zu stellen und die Antworten den Zuhörenden zu überlassen.

Vielleicht ist gerade deshalb vieles in dieser Einspielung besonders lebendig und möglicherweise ungewohnt beweglich geraten. . .

...Wir haben uns erlaubt, eigene musikalische Kommentare einzubringen, viel Improvisatorisches, eine freie Auseinandersetzung sozusagen mit dem überlieferten historischen Material. Das alles führt für uns quasi zu einem interpretatorischen Schwebezustand."

VÖ: 14. MAI 2021






     
   

CUARTETO SOLTANGO
MISIÓN TANGO


hr2 logo     PODCAST CD-REZENSION

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN und KOMMENTARE der Künstler zu den einzelnen Tracks
(Beispiele)

01 La Cumparsita
Dieses Stück wird am Ende jeder traditionellen Milonga (Tangonacht) gespielt und ist eines der berühmtesten Stücke des Tangorepertoires. Es gibt ungefähr 994.884.578 Versionen!

„La Cumparsita erinnert mich jedes mal an meinen ersten Besuch als 13-jähriger in Buenos Aires. Ich träumte schon davon, Bandoneonist zu werden und das Erlebnis, ein großes orquesta típica La Cumparsita spielen zu hören, hinterließ bei mir bleibenden Eindruck!“ Andreas

„Es ist DER Tango schlechthin. Aber in der Musik steckt viel mehr als ein Klischee!“ Martin

20 Chiru
2006 komponiert, ist dies der modernste Tango in unserem Repertoire.
„Ich erlebte Astillero live in einer winzigen Bar im Hamburger Hafen, als ich 18 Jahre alt war. Ein
musikalisches Erlebnis, das ich nie vergessen werde!“ Martin
„Pure Energie!“ Thomas

21 Una Vez
2020 hat die Pandemie unsere Zusammenarbeit mit unserem lieben argentinischen Freund Leonel Capitano unmöglich gemacht. Dank moderner Technologie konnten wir diesen Bonustrack auf zwei Kontinenten aufnehmen und in euer Wohnzimmer bringen.
(Auszüge aus dem Booklet-Interview mit den beiden Künstlern)

VÖ: 16. APRIL 2021






     
   

LUCA GUGLIELMI, Harpsichord
J. S. BACH · THE WELL-TEMPERED CLAVIER BOOK I

BACH’s WTC I auf einem außergewöhnlichen CHRISTIAN ZELL Cembalo

Originalzeit - Originalklang

Mit dem Wohltemperirten Clavier, einem 1722 vollendeten Heft von Präludien und Fugen in allen Dur- und Moll-Tonarten, nahm sich Bach die Ariadne Musica von Johann Caspar Ferdinand Fischer (1662-1746) eindeutig zur Vorlage – eine Sammlung, die Fischer, der als Kapellmeister in Baden von 1715 bis 1746 wirkte, zum ersten Mal 1702 veröffentlicht hatte, und die Bach wohl in ihrer zweiten Ausgabe (1715) vorlag.

Bach nahm Fischers Anlage von zwanzig Tonarten und weitete sie auf vierundzwanzig aus: Damit schuf er die erste organische Sammlung der Musikgeschichte, die alle existierende Tonarten umfasste.

"....Für diese Aufnahme hatten wir das Glück und die Freude, ein Original-Cembalo von Christian Zell Hamburg 1737 in optimalen Zustand samt wunderschöner Binnenresonanzen verwenden zu dürfen.

Das Instrument wird im Museu de la Musica in Barcelona aufbewahrt, das auch als Gastgeberort für diese Aufnahme fungiert hat: es handelt sich um eins von insgesamt drei noch vorhandenen Instrumenten von Christian Zell auf der ganzen Welt. . ."
(aus dem Booklet-Text zur CD)

VÖ: 26. MÄRZ 2021






     
   

CLAIR-OBSCUR SAXOPHONE QUARTET
MEMORIAS


ASTOR PIAZZOLLA – Memorias in 6 TABLEAUX

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN von clair-obscur – Saxophone Quartett

Erinnerungen I
Memorias ist das Geburtstagsgeschenk von clair-obscur an Astor Piazzolla, der 2021 100 Jahre alt geworden wäre.
A manera de memorias heißt ein vom argentinischen Autor Natalio Gorin zusammengestellter Band
von Interviews mit Astor Piazzolla aus den 1990er Jahren.

Die Idee zum vorliegenden Album beruht auf diesem Buch, das umfassende Einblicke in die musikalische Welt Piazzollas erlaubt.
Für das Album Memorias haben clair-obscur Piazzollas 6 wichtigste musikalische Vorbilder ausgewählt, um ihre Werke in sechs musikalischen Bildern seinem Schaffen gegenüberzustellen.

Die Verbindungen sind manchmal deutlich zu erhören, manchmal hintergründiger, doch der neue musikalische Kontext ermöglicht es immer, die Musik Piazzollas anders und frisch zu hören.
Jedem der musikalischen Bilder ist ein originales Zitat aus A manera de memorias vorangestellt.
(aus dem Booklet-Text zur CD)


VÖ: 26. MÄRZ 2021






     
   

KATHARINA KONRADI, Sopran & DANIEL HEIDE, Klavier
LIEBENDE

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN der Künstler zu den Liedern, deren Kernthema „Liebe“ ist.

Strauss, Mozart, Schubert - Was bedeuten ihnen diese Komponisten?

Katharina Konradi: Man hört und liest nicht selten, dass die Attribute „Mozart-“ und „Strauss-Sängerin“ unzertrennlich benutzt werden.

Tatsächlich liegen die Melodiewelten dieser beiden Komponisten gar nicht so fern voneinander. Mozart liegt meiner Stimme sehr, so wie auch das leicht-lyrische Repertoire von Richard Strauss.

Schubert nimmt mit seinem ungeheuren Liedschaffen und seinem musikalischem Reichtum ohnehin eine Sonderstellung ein. Dieser nahezu unerschöpfliche Schatz ist für mich jedes Mal aufs Neue eine beglückende und überraschende Entdeckungsreise, auf der man sich als Liedinterpretin wohl sein ganzes Leben lang befindet…

Daniel Heide: Als Pianist kommt man nicht an Mozart und Schubert vorbei. Zu Mozarts Sonaten (auch die Violinsonaten!) und seinen Klavierkonzerten, kommen die Lieder als wunderbare Kleinode hinzu.

Wer ausser in Schuberts Literatur für Klavier noch in die scheinbar unendliche Wunderwelt der über 600 Lieder hineinspielt, ist in jedem Fall ein Glückspilz. Für mich persönlich ist der Klang des Klaviers in einem Strauss-Lied einzigartig.

 Eine Atmosphäre, die man nur hier erleben kann. Diese besondere Leuchtkraft des Klanges und das Silbrige im Ton
(Auszüge aus dem Booklet-Interview mit den beiden Künstlern)


VÖ: 26. Februar 2021






     
   

MARKUS BECKER, Klavier ·  HAYDN · Solitude Piano Works II

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN des Künstlers

Wie kam es zu dieser Auswahl?

Die fünf Sonaten der ersten Produktion waren so ausgewählt, dass Sie einen großen Teil des Spektrums abbilden, das Haydn für das Klavier erfunden hat. Unterschiedliche Formate, Satztypen, Schaffensphasen, Charaktere.

Die Werke der neuen Aufnahme stehen im Ausdruck viel näher beieinander. Bis auf die Es-Dur-Variationen stehen sie alle in Moll-Tonarten. Es ist so etwas wie ein Programm-Album daraus geworden.

Deshalb auch der Titel – „Solitude“?

Ja – die Einsamkeit oder besser: Abgeschiedenheit prägte Haydns Biografie. Als Komponist am Hof Esterházy lebte er weit weg von Wien. Die gesellschaftlichen Bezüge und Ablenkungen der Großstadt brauchten ihn nicht zu kümmern.

Er war ganz bei sich und seiner Musik, passend dazu das berühmte Zitat: „niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irre machen und quälen, und so musste ich original werden. . .“
(Auszug aus dem Interview im Booklet)

VÖ: 26. Februar 2021






     
   

ADAM FISCHER, Dirigent ·  Düsseldorfer Symphoniker
Tünde Szabóki, Sopran · Nadine Weissmann, Alt
GUSTAV MAHLER · Symphony No. 2

ADAM FISCHERs Anmerkungen zu Mahlers Zweiter

Über diese inhaltlichen Gedanken hinaus hat die Zweite für mich ganz persönlich in ganz verschiedener Hinsicht eine besondere Bedeutung.

Da ist zuerst meine eigene Biographie: Mahler hat den ersten Satz in Budapest vollendet, als er dort Operndirektor war. Als ich selbst Generalmusikdirektor der Budapester Oper war, hab‘ ich mir immer wieder vorgestellt, dass er im gleichen Zimmer gesessen und sich über die gleichen Dinge geärgert hat wie ich.

Und dass er neben der aufreibenden Arbeit für die Oper zu gar nichts anderem gekommen ist. Das kann ich nur bestätigen.

Ein zweiter Gedanke führt zu Haydn. Es gibt das berühmte Zitat Hans von Bülows, der angesichts des ersten Satzes der 2. Symphonie gesagt haben soll, im Vergleich dazu sei Wagners Tristan eine Haydn-Symphonie.
Wenn ich das höre, denke ich vor allem, dass Bülow diese direkte Verbindung zwischen Haydn und Mahler, die ich spüre, noch nicht gespürt hat. Für mich gehört Mahler genauso zur Wiener Klassik wie Haydn.

Die dritte persönliche Geschichte schließlich betrifft den 3. Satz, der auf das Lied Des Antonius zu Padua Fischpredigt zurückgeht. Seit 30 Jahren arbeite ich für verschiedene Menschenrechts- und Bürgerrechtsorganisationen. Ich kenne kein Stück, das das Dilemma dieser Organisationen und Bewegungen besser beschreibt, als dieses Lied. .. "

(aus Adam Fischers Vorwort im Booklet)



VÖ: 26. Februar 2021






     
   

SHEILA ARNOLD, Hammerklavier & ALEXANDER-SERGEI RAMIREZ, Gitarre

GRUß AUS DEM BIEDERMEIER

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN der Künstler

Wie kam es zu Ihrer Begegnung mit „historischen Instrumenten“?

Sheila Arnold : Alles begann Ende des letzten Jahrhunderts mit einer anderen Art der Begegnung, beim Besuch eines Meisterkurses im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals.

….Damals traf ich einen jungen, gutaussehenden Gitarristen aus der Klasse von Pepe Romero -
 er seinerseits war an einer indischen Pianistin aus der Klavierklasse von Lev Naumov nicht uninteressiert….

Pepe überblickte die Situation sofort - und übergab ihm Duo-Noten mit den Worten: „Go and find
 a pianist!“. Der Titel des Stückes: Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich“…

Alexander –Sergei Ramirez: Gesagt – getan. Manchmal war ich ein folgsamer Schüler!
Bis wir aber letztendlich dazu kamen, uns auch musikalisch miteinander zu beschäftigen, sollte noch etwas Zeit vergehen. Gitarre und Klavier sind eigenständige Harmonieinstrumente – sie kommen ganz gut alleine oder eher mit Melodieinstrumenten aus.

Sheila Arnold : Und doch – unsere musikästhetischen Auffassungen sind ähnlich. So wagten wir es eines Tages, das Duo von Mozart – Beethoven – Carulli zu probieren - auf unseren modernen Instrumenten. .....(aus dem Booklet-Text zur CD)

LANGE VORENTHALTENES VERGNÜGEN....
pizzicato


VÖ: 22. Januar 2021






     
   

EDITION KLAVIER-FESTIVAL RUHR Vol. 39 (2 CDs) ·
250 YEARS LUDWIG VAN BEETHOVEN 2020  · Live Recordings 2020

250 Jahre LUDWIG VAN BEETHOVEN

Die Konzertsaison des Klavier-Festival Ruhr hat schwer durch die Unterbrechung des Shutdowns im Frühjahr 2020 gelitten.

 Einige Aufnahmen sind aus der Spätphase Juni/Juli 2020, einige Aufnahmen stammen von Einzelkonzerten, die im Frühherbst veranstaltet wurden.

Es reicht zumindest für die 2 CD Box, die eine Anzahl ziemlich unbekannter Werke für Klavier von Beethoven aus dem Schlaf weckt. Somit ganz sicher eine Fundgrube für Beethoven Liebhaber und Sammler.

VÖ: 22. Januar 2021






     
   

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