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ELENA BASHKIROVA, piano
MOZART · Sonatas & Fantasies

„Ich spiele unglaublich gern Mozart“

 „Musikgeschichtlich interessant sind die sechs Variationen über das Finalthema des Klarinettenquintetts, die gar nicht Mozart, sondern eine unbekannte Hand über zehn Jahre nach seinem Tod komponiert hat – was lange verschwiegen wurde, unter kommerziellen Aspekten sicher eine sinnvolle Strategie.

Vor allem die lyrische fünfte Variation fällt aus dem Rahmen. Bashkirova interpretiert sie, als würde ein Kind mit weit aufgerissen Augen am Klavier sitzen und beim Spielen abdriften in völlig entrückte Welten. Im Gegensatz dazu perlt die Klaviersonate B-Dur KV 333 voller Substanz.

Im Finalsatz soll Mozart angeblich die Fülle eines großen Klavierkonzerts imitiert haben, mit eigener Kadenz. Das hört man bei Bashkirova nicht unbedingt, dafür gelingt ihr ein Spiel von apollinischer Abgeklärtheit.“
(Udo Badelt, im Tagesspiegel, 24. Jan 2019)

VÖ: 18. November 2022






     
   

CAPELLA AUGUSTINA · ANDREAS SPERING, Dirigent
HAYDN · SÁNCHEZ-VERDÚ

HAYDN und . . .

 „Die vorliegende Aufnahme ist Frucht und Folge eines Projektes, das die Brühler Schlosskonzerte und die Capella Augustina seit einigen Jahren im Rahmen ihres Haydn Festivals initiiert haben.

...2018 ging der Auftrag an den spanischen Komponisten José Maria Sánchez-Verdú, von dem ich einige Zeit zuvor schon ein hochinteressantes, fantastisch instrumentiertes Werk uraufführen durfte.
Sanchez-Verdu, der selbst aus Andalusien stammt, entschied sich für eine kompositorische Auseinandersetzung mit dem Werk Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Keuze.

Sánchez-Verdú schrieb Sheba (das ist das hebräische Wort für „sieben“) als Interludien zu Haydns Werk. Jeder der 7 Sonaten folgt ein etwa 2-3 minütiger Satz, der als Kommentar, Exegese, Fortsetzung oder auch Antithese der Haydnschen Stücke wirkt...“
(Auszug aus dem Booklettext von Andreas Spering)

VÖ: 18. November 2022






     
   

TRIO IMÀGE
MARTIN · VLADIGEROV · TURINA  · Piano Trios

VEREINTES KLANG-EUROPA

"Wir haben uns bei diese Einspielung für drei Werke entschieden, die zwischen 1916 und 1926 entstanden sind. Die unterschiedlichen Ansätze und Ideen der drei Komponisten in dieser vom ersten Weltkrieg und seinen Folgen geprägten Zeit sind bemerkenswert:

Frank Martins Klaviertrio, 1925 während eines Sommeraufenthaltes im atlantischen Badeort Capbreton komponiert, begleitet uns bereits seit unserer Studienzeit. ...

Zwei von uns, Gergana und Pavlin, sind mit mit Pancho Vladigerovs Musik seit frühester Kindheit bekannt. Sein einziges, gewaltiges Klaviertrio in a-Moll fesselt uns mit seiner originellen Melodik und Harmonik. Obwohl in Berlin fertiggestellt, entdecken wir darin auch eindeutige Spuren bulgarischer Folklore. ..

Joaquín Turinas oft aufgeführtes zweites Klaviertrio haben wir eher zufällig im Jahre 2011 für uns entdeckt. Nach nur einer Probe waren wir von der farbenreichen und gefühlvollen Komposition fasziniert, die spanische Harmonien und Rhythmik auf eine sehr authentische Weise vermittelt..."
(Auszug aus dem Booklettext)

VÖ: 04. November 2022






     
   

HERBERT SCHUCH, piano
SCHUBERT & JANÁČEK

SOULMATES

„Eigentlich ist die Idee zu diesem Album, nämlich Musik von Franz Schubert und Leoš Janáček miteinander in Beziehung zu setzen, in einer Art Traumwelt zwischen Wachen und Schlafen entstanden.…
„Es sind beides Komponisten, die sich ihren Klangraum tastend oder auch gehend erschließen. Schubert etwa ist jemand, der sich mit einer gewissen Offenheit auf den Weg macht. Da habe ich das Gefühl, dass das Ziel oder gar der Weg selbst erst einmal nicht so klar ist.

Dieses Aufbrechen, dieses improvisatorische Element, dieses „einen Schritt nach dem andern“, das ist das, was ich bei Janáček auch stark spüre.

Die Musik beider Komponisten hat zudem ein sehr spezielles Verhältnis von Innen und Außen: Es gibt dieses klingende Verhältnis zur Natur, aber diese Natur ist eigentlich nur ein Spiegelbild dessen, was gerade in einem selbst vorgeht.

Ich finde es besonders reizvoll, diese beiden – ja, ich sage auch: Menschen – sich gegenüberzustellen und zu schauen, was passiert, wenn sie gleichsam ein Stück Wegs miteinander gehen“…
(Auszug aus einem Interview mit Michael Kube)

VÖ: 21. Oktober 2022






     
   

KILIAN HEROLD, clarinet & HANSJACOB STAEMMLER, piano
BRAHMS · BERG ·  KORNAUTH ·  KORNGOLD

VIENNA 1913

"Die Jahre zwischen 1900 und 1914 gehören vielleicht zu den spannendsten der europäischen Musikgeschichte. In ihnen bildet sich heraus, was man heute gemeinhin als musikalische Moderne bezeichnet.

Es ist die Zeit, in der die großen europäischen „Schulen“ der musikalischen Avantgarde in Paris, Berlin, St. Petersburg und ganz besonders in Wien Gestalt annehmen....

Die Programmauswahl dieser CD ist um zwei Werke herum gruppiert, die im Jahr 1913 in Wien entstanden sind, in diesem „Sommer des Jahrhunderts“ (Florian Illies), der das lange 19. Jahrhundert beendet und das dunkle 20. Jahrhundert einläutet: Alban Bergs Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 und Egon Kornauths Sonate für Klarinette und Klavier.

Es ist das Jahr skandalöser Uraufführungen: Schönbergs Gurrelieder, Bergs Altenberglieder, Stravinskys Le Sacre du Printemps, aber auch der weniger skandalösen von Debussys Images pour Orchestre, Regers Toteninsel, Sibelius Luonnotar, de Fallas La vida breve und Strauss‘ Festlichem Präludium... "
(Auszug aus dem Booklettext von Ludwig Holtmeier)

VÖ: 21. Oktober 2022






     
   

DANIEL HEIDE, piano
LUDWIG VAN BEETHOVEN · Sonatas Vol. 2

Ich und die Mittleren Vol. II


"Als ich Beethovens Sonate No.15, D-Dur op.28, die „Pastorale“, zum ersten Mal hörte hatte sie sofort mein Herz erobert. Die samtig-sonor schwingenden Basstöne und das zärtliche Thema in der rechten Hand erzeugten (und erzeugen) in mir immer ein kantables Wohlgefühl.

Durch den ersten Satz ziehen sich immer wieder sehr lange gesangliche Bögen die ihm im Wechsel mit den prägnanten und charakteristischen Einschüben seine Grundatmosphäre verleihen.

Durch den gesamten zweiten Satz bestimmt die unerbittliche Stakkatofigur der linken Hand den Grundcharakter. Fast wie ein klingendes Metronom führen diese ruhigen Sechzehntel disziplinierend das erhabenes Motiv der rechten Hand.... "
(Auszug aus dem Booklettext des Interpreten)

VÖ: 16. September 2022






     
   

FEININGER TRIO
BRAHMS · KORNGOLD · Piano Trios

Korngolds Beziehung zu Brahms

Volker Michael unterhält sich mit Adrian Oetiker

"...Deutlich hört man dem Trio Erich Wolfgang Korngolds an, aus welcher Zeit es stammt. Einige Ideen erinnern an Richard Strauss, doch eigentümlich ist die Art, damit umzugehen, diese sozusagen zu konterkarieren oder zu kontrastieren.

 Zum Beispiel die dissonanten Klavierakkorde im ersten Satz, die abzubrechen scheinen, was gerade aufgebaut wurde. Und nicht erstaunlich ist das Wienerische, was bei Korngold viel leichter erscheint und nichts Morbides hat, wie es dem Walzer bisweilen eigen ist.

 Es sind sind lokal verortete Gedanken, die er äußert. Was Korngold nicht zuletzt auch mit Brahms verbindet. Denn auch bei dem Wahlwiener finden wir Momente dieses „Parfums“, das plötzlich als „Wiener Charme“ zwischen den Zeilen auftritt. .."
(Auszug aus dem Gespräch im Booklet von Volker Michael)

VÖ: 16. September 2022






     
   

MINGUET QUARTETT & JENS PETER MAINTZ
WALTER BRAUNFELS · String Quartets No. 1-3 & String Quintet (2 CDs)

Gesamteinspielung der Streicher-Kammermusik als klingendes Denkmal

„Mit Analysen ist es ja nicht getan, … wenn mein Schaffen eine Bedeutung hat, so liegt sie nicht im Material an sich, sondern in der künstlerischen Anschauung, in ihrer weltanschaulichen Bezogenheit, die hinter dem Material steht“ (Walter Braunfels).

Mit der Gesamteinspielung der Streicherkammermusik von Walter Braunfels verneigt sich das in Köln beheimatete Minguet Quartett vor eben jenem Komponisten, der in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen speziell in Köln das Ausbildungspotential werdender Musiker entscheidend geprägt hat.

Nachdem der derzeit hochgeschätzte und gefeierte Komponist und Pianist dem Ruf des Kultusministeriums gefolgt war, in Köln die zweite Preußische Musikhochschule zu gründen, wirkte er ebenda von 1925 bis 1933 als Präsident und Hochschullehrer.
Dann entließ man ihn, den Halbjuden, aus allen seinen Ämtern, ungeachtet seiner bisherigen Verdienste.

Der Geächtete ging in die innere Emigration und zog nach Überlingen am Bodensee. Erschien das ‚geistige Exil‘ noch irgendwie ertragbar, folgte das endgültige Aus 1938; öffentliche Konzerte wurden per Dekret untersagt.

Diese Blockade bedeutete totale Beschränkung künstlerischer Arbeit und Entzug jenes zeit- und raumerschließenden Resonanzbodens, dessen schaffende Musiker so notwendig bedürfen. ..."
(Ausschnitt aus dem Booklettext von Ute Jung-Kaiser)


VÖ: 05. August 2022






     
   

DIYANG MEI, viola & OLIVER TRIENDL, piano
VIOLA à l’ÉCOLE de PARIS


"Infolge des Ersten Weltkriegs und der Oktoberrevolution kamen zahllose Künstler aus Osteuropa nach Paris, darunter besonders viele Osteuropäer, die auf eine interessierte Öffentlichkeit und teilweise bereits gut eingespielte Kontakte bauen konnten.

Dies trifft auf Alexander Tscherepnin zu, dessen Vater als Komponist und Dirigent schon 1909 in der ersten Saison der legendären Ballets Russes Erfolge gefeiert hatte. Schnell suchte und fand Tscherepnin Anschluss an Künstlergruppen wie die später so genannte ÉCOLE de PARIS, in der sich Emigranten aus verschiedenen Ländern lose zusammengefunden hatten, unter ihnen auch Bohuslav Martinů und Marcel Mihalovici.

Tscherepnins Romanze von 1922 und die sieben Jahre danach entstandene Elegie zeigen nur einen kleinen Ausschnitt seines wahrhaft kosmopolitischen Œuvres, das virtuos zwischen den Genres wechselt, dabei stets Neues wagt und sogar fernöstliche Einflüsse integriert.

Steht das erste der beiden Stücke noch ganz im Bann der Spätromantik, ist das zweite fast schon modernistisch und erweist sich nicht allein durch seine irisierenden Flageoletttöne als ein extrem klangsinnliches Werk.

Ungefähr gleichen Alters und wie Tscherepnin auch als Pianist erfolgreich, kam Tibor Harsányi über die Niederlande 1923 nach Paris….." (Ausschnitt aus dem Booklettext von Johannes Jansen).

VÖ: 05. August 2022






     
   

SCHAGHAJEGH NOSRATI, Piano
BACH · The Well-tempered Clavier I (2CDs)

Das Wohltemperierte Klavier aus der heutigen Sicht

"Vergleicht man die heutige Lebensweise mit derjenigen vor 300 Jahren, fallen uns viele Veränderungen auf. ...

Das exzessive Reisen hat bedenkliche Auswirkungen auf das Klima. Die Verlagerung vieler Lebensbereiche auf den digitalen Raum vereinfacht scheinbar die Kommunikation, führt aber letztlich nur zu geistiger Trägheit, sozialer Abschottung und emotionaler Verkümmerung.

Und was die vielgepriesenen Spezialisten angeht, so entpuppen sich auch diese zumeist als Fachidioten, die sich der Anhäufung von isoliertem Wissen verschrieben haben.

Man denke an den klugen Ausspruch des Philosophen Heraklit: „Viele Dinge zu wissen, bedeutet noch nicht, sie zu verstehen.“ Das Verstehen setzt also nicht nur das Wissen, sondern auch ein Denken in größeren Kontexten und Zusammenhängen voraus.

Und genau darin liegt das Faszinosum des Wohltemperierten Klaviers: Es ist eines der Werke, in denen nicht nur viel Wissen, sondern auch ein tiefes Verständnis über das Wesen der Musik und des Menschen zum Vorschein kommt. Kaum ein anderer Komponist ist in der Lage, so viele heterogene Elemente zu kombinieren und miteinander in Beziehung zu setzen wie Johann Sebastian Bach.

Sein Blick auf die Welt ist ein umfassender, und so begeben wir uns mit dem Wohltemperierten Klavier nicht nur auf eine Reise durch alle 24 Tonarten, sondern auch durch sämtliche Facetten der menschlichen Existenz..."
(aus dem Booklettext von Schaghajegh Nosrati)

VÖ: 17. Juni 2022






     
   

BETTINA AUST · TALIA OR · GABRIEL ADORJÁN & bayerische kammerphilharmonie
PAUL BEN-HAIM · Music for Strings

Musik für das „vornehmste aller Instrumente“
Die Werke für Streichorchester von Paul Ben-Haim (1897–1984)

Sämtliche auf diesem Album versammelten Werke für Streichorchester Paul Ben-Haims sind in den Jahren zwischen 1945 und 1956 entstanden. Ein gutes Jahrzehnt – und damit nicht mehr als ein Bruchteil der rund 70-jährigen Künstlerkarriere eines Komponisten, der über 250 Werke hinterließ.

Für Ben-Haim waren jedoch gerade diese Jahre von außerordentlicher Bedeutung. Das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 und die Staatsgründung Israels 1948 markierten eine Zeit voller Hoffnung und Aufbruchsstimmung, standen aber weiterhin im Schatten der katastrophalen Ereignisse in Europa sowie der schmerzhaften Erfahrungen von Verfolgung, Vertreibung und Exil.

1897 in München als Paul Frankenburger geboren, floh der Komponist aufgrund seiner jüdischen Herkunft bereits 1933 vor der drohenden Verfolgung durch die Nationalsozialisten.

 Er ließ sich in Palästina nieder und änderte seinen Nachnamen in Ben-Haim („Sohn Heinrichs“). Seine außerordentlichen musikalischen Fähigkeiten und seine schnelle Anpassungsfähigkeit erlaubten es ihm, sich binnen weniger Jahre eine neue Existenz als Komponist, Dirigent und Hochschullehrer aufzubauen.

Mehr noch: Auf der Suche nach einer musikalischen Sprache, die seinem künstlerischen Ausdrucksbedürfnis und den Lebensumständen seiner neuen Heimat gerecht wurde, gelangte Ben-Haim in diesen Jahren zu einem Personalstil, der eine ganze Generation junger Musikerinnen und Musiker in Israel prägen sollte…..
 (aus dem Booklettext von Tobias Reichard)


VÖ: 17. Juni 2022






     
   

ARMIDA QUARTETT
MOZART · String Quartets Vol. 5 (2CDs)

Auf der Suche nach der verlorenen Muße

Aus „langer Weile“ soll der Wolfgang im Gasthaus eines seiner Streichquartette komponiert haben und, ja, er befinde sich wohl. So schrieb Leopold Mozart am 28. Oktober 1772 aus Bozen an seine Frau.

Wie kann man sich die Langeweile eines Genies vorstellen? Sitzt da ein 16jähriger mit seinem Vater lustlos am Tisch und kritzelt Kontrapunkte aufs Papier und erfindet nebenbei das klassische Streichquartett? Oder löst er einfach wie unsereiner musikalisch-logische Sudokus? . . .

Wenn man es zulässt, kann man die besagte ‚Langeweile‘ in den Zeitverhältnissen der ‚italienischen‘ Quartette hören und spüren: Unglaublich schnell springt die Musik von einem Gedanken zum nächsten, da bleibt in den schnellen Sätzen keine Zeit zum Verweilen oder Entwickeln….
(aus dem Booklettext von Hansjörg Ewert)

VÖ: 10. Juni 2022






     
   

SOPHIE WANG, Violin & FLORIAN GLEMSER, Piano
CLARA & ROBERT SCHUMANN

SOPHIE WANG, ein Name, den man sich merken sollte !!

SOPHIE WANG begann ihren musikalischen Werdegang im Alter von fünf Jahren. 2008 übersiedelte die Familie nach Deutschland, wo sie zunächst Unterricht bei Ariane Mathäus in der Pflüger-Stiftung Freiburg nahm. Sie studierte bei Rainer Kussmaul in Freiburg, setzte des Weiteren ihr Studium bei Igor Ozim, Boris Kuschnir, Nora Chastain und Pierre Amoyal fort.

Derzeit lebt sie in Berlin und studiert an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Ning Feng.

Seit ihrem gefeierten Debüt 2010 im Festspielhaus Baden-Baden mit der dortigen Philharmonie führten Sophie Wang zahlreiche Konzertengagements als Solistin in bedeutende Konzertsäle in Europa und Asien wie das Konzerthaus Berlin, Konzerthaus Dortmund, Festspielhaus Bregenz, die Tonhalle Zürich, Shenzhen Concert Hall und National Concert Hall Taipei. . .

FLORIAN GLEMSER (Klavier)
Immer mehr etabliert sich der Pianist Florian Glemser im Konzertleben. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in fast alle renommierten Konzerthäuser in Deutschland und im europäischen Ausland.

Bereits sieben Jahre später wurde er ausgewählt, seine musikalische Ausbildung in der Hochbegabtenförderung der Hochschule für Musik Würzburg fortzuführen.

Sein Konzertdebüt gab er mit sieben Jahren, sein Orchesterdebüt 2007 mit dem Philharmonischen Orchester in Würzburg als Solist von George Gershwins Rhapsody in Blue. . .
Mit Beginn seines Studiums entschied er sich endgültig für die rein klassische Laufbahn und konnte als Solist zahlreiche internationale Preise gewinnen ...

Maßgeblichen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatte Prof. Grigory Gruzman, bei dem er in Weimar studierte. . ."
( Aus dem Booklettext)

VÖ: 13. Mai 2022






     
   

ALEXANDER GADJIEV, Piano
A. & N. TCHEREPNIN · PROKOFIEV

Spannende Reise

Im Booklet Interview spricht der italienisch/slowenische Pianist von seinem Programm...

AG: "Es ist eine besondere CD, weil sie nur aus kurzen Stücken gebaut ist, die in kleinen Sammlungen zusammengefasst sind.

Es ist für mich wie eine Reise, die keiner Chronologie folgt; ich wollte einfach eine interessante Route wählen. Am Anfang ein Schock, eine brutale Geste mit Prokofiev, fast ohne Melodie. Danach gehen die Stimmungen der Stücke ineinander über . . .


CdR: Wie sind sie auf die folgenden Werke von Vater und Sohn Tcherepnin gestoßen?

AG: Ich habe diese Werke zufällig im Netz gefunden.

Nikolai Tcherepnin, der Vater, war anerkannter Komponist und vor allem Dirigent. Er war auch der Dirigier-Lehrer von Prokofiev, der in seinem Tagebuch schreibt, dass er von Nikolai viel mehr über das Orchester gelernt habe als von seinem Orchestrierungs-Professor Rimski-Korsakov, der ja eine Legende war.

Und Prokofiev hat die Werke von Nikolai Tcherepnin sogar gelobt. Das kam äußerst selten vor…….."


VÖ: 20. Mai 2022






     
   

KONSTANTIN KRIMMEL, Baritone & DANIEL HEIDE, Piano
FRANZ LISZT  · Der du von dem Himmel bist

Lieder nach Goethe, Heine & späte Lieder VOL. II

"Vergleicht man das Liedschaffen von Franz Liszt mit dem eines Franz Schubert, Carl Loewe oder Robert Schumann scheint das Oeuvre des Weimarer Virtuosen doch eher übersichtlich und von der reinen Menge her klein. Möchte man sich einen Überblick über alle Lieder machen stößt man auf einige unerwartete Hindernisse.

Nach wie vor sind die Stücke nur unvollständig verlegt, man kann im Notengeschäft jeweils nur eine spärliche Auswahl von etwa 40 Liedern erwerben. ...

Nach meiner Recherche der letzten 10 Jahre sprechen wir bei Franz Liszt von etwa 85 Liedern oder besser "Titeln", zählt man Liszts Versionen oder Neuvertonungen schon existierender Lieder dazu kann man am Ende von etwa 135 bis 140 Liedern sprechen.
Kurioserweiser tauchen immer wieder kleinere Lieder in Nachlässen in ganz Europa auf.

Liszt als reisender Virtuose hat nach so mancher Einladung in Fürstenhäusern oder zu Abendgesellschaften in Gästebüchern ganze Lieder hinterlassen.

Es existieren auch einige Lieder die Liszt als "Arrangements" nach Melodien oder Gedichten von Gönnern und Regenten geschrieben hat. Im Goethe-Schiller Archiv der Stadt Weimar schlummert auch noch der ein oder andere Schatz der zu Liszts Liedschaffen hinzugefügt werden kann. . . "
(Auszug aus dem Booklettext von Daniel Heide).

VÖ: 22. April 2022






     
   

ELIAS DAVID MONCADO, Violin & HANSJACOB STAEMMLER, Piano
HINDEMITH  · POULENC · BARTOK · Violin Sonatas

Was brachte Dich dazu, für Dein Debüt-Album ein solch "schweres" Programm mit Hindemith, Bartók und Poulenc zu wählen?

"Mich interessiert als Künstler sehr, wie sich Komponisten mit ihrem Zeitgeschehen auseinandersetzen, sei dies durch totalitäre Regime, Verfolgung, Widerstand oder Exil.

Diese drei Komponisten befassten sich in irgendeiner speziellen Form mit den seelischen Belastungen in ihrem persönlichen Leben.

Bei der Poulenc-Sonate empfinde ich eine versteckte Leidenschaft, eine brutale Härte und einen erdrückenden Schmerz.
Die Hindemith-Sonate ist ein Werk, welches sowohl düstere, tänzerische als auch heroische Elemente gegenübergestellt.

Die Bartók-Sonate besitzt eine unglaubliche Komplexität an Klangfarben und einen leidenden Grundcharakter, der sich durch das gesamte Werk zieht . .."
 (Aus dem Bookletinterview)

VÖ: 22. April 2022






     
   

AMATIS TRIO & IB HAUSMANN, Klarinette
OLIVIER MESSIAEN  · Quatuor pour la fin du temps

MESSIAEN und die EWIGKEIT

„Das Werk, so Messiaen „ist durch die Offenbarung des Johannes inspiriert, und die Tonsprache ist in erster Linie transzendental, spirituell und katholisch geprägt. Bestimmte Modi etablieren melodisch und harmonisch eine Art tonaler Allgegenwart und ziehen den Hörer in eine Dimension der Ewigkeit von Zeit und Raum; gegen das Grundmetrum wirkende Rhythmen tragen zu diesem Gefühl einer Aufhebung alles Zeitlichen bei - aber was ich sage ist nur mühsames und kindliches Stammeln, verglichen mit der überwältigenden Größe des Stoffes!

Das Quartett besteht aus acht Sätzen. Warum? Sieben ist die perfekte Zahl und steht für die Krönung und Heiligung der sechs Schöpfungstage durch den göttlichen Sabbath: der siebente Tag erweitert sich in der Ruhe zur Ewigkeit und wird zum Achten, zum Tag des unauslöschlichen Lichtes und des dauernden Friedens.“

„Die vier Interpreten spielten auf kaputten Instrumenten: Das Violoncello von Etienne Pasquier hatte nur drei Saiten und die Tasten meines Pianinos blieben stecken. Unglaublich auch unser Gewand: Man hatte mich mit einer grünen, völlig zerrissenen Jacke ausstaffiert, und ich trug Holzpantoffeln. . . “
 (Aus dem Booklettext von Ib Hausmann)

VÖ: 25. März 2022






     
   

LUCA GUGLIELMI, Fortepiano
J. S. BACH · THE WELL-TEMPERED CLAVIER BOOK II (2 CDs)

BACH’s WTC II auf einem außergewöhnlichen FORTEPIANO
von Gottfried Silbermann

Originalzeit - Originalklang

"Für die Aufnahme des zweiten Teils des WTC, haben wir uns für eine Kopie eines Silbermann „Pianofortes“ entschieden, die von Kerstin Schwarz hergestellt wurde. Das Silbermann Instrument (1749) steht heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Bach u.a. auch ein Silbermann Pianoforte zur Verfügung hatte. Er bezeichnete es als eine wertvolle Alternative zu einem Cembalo, einem Clavichord und einem Lautenwerck.

Silbermann wiederum nutzte den Kantor, um sein kostbares Instrument zu verkaufen (zu seiner Zeit war das Pianoforte so viel Wert wie ein Jahresgehalt eines Capellmeisters). Er nutzte die Technik von Bartolomeo Cristofori für die Herstellung der Pianoforte Mechanik..."
(Aus dem Booklettext)

VÖ: 04. März 2022






     
   

GÜLRU ENSARI, Piano & HERBERT SCHUCH, Piano
IN SERACH OF (Music of Memories)

TRAILER  IN SEARCH OF

Herbert Schuch und Gülru Ensari schwelgen gemeinsam in den musikalischen Erinnerungen ihrer Kindheit.

Obwohl sie ihre Kindheiten in ganz unterschiedlichen Lebensumständen verbrachten, einen Herbert Schuch und Gülru Ensari die Erinnerungen an ihre ersten musikalischen Momente.

In Rumänien in den letzten, bleiernen Jahren des Kommunismus aufgewachsen, lebte Herbert bis zu seinem neunten Lebensjahr im Grünen, nahe der ungarischen Grenze.

Gülru wurde in Istanbul geboren und wuchs als Stadtkind auf. „Wir hatten beide einen Plattenspieler zuhause, beschreibt sie den gemeinsamen Nenner.

Als Klavierduo und Ehepaar fanden die beiden während der Corona-Pandemie Zeit und Ruhe, um zurückzublicken und sich, bewegt auch von der Geburt der eigenen Tochter, an die gefühlt zeitlosen Momente ihrer Kindheit zu erinnern.

So begaben sie sich für ihr Album „In search of“ auf die Suche nach der Musik, die sie mit diesen Augenblicken verbinden – und damit auch auf die Suche nach der eigenen Identität.
(Aus dem Booklettext)


Dritte Produktion des Klavier-Duos Ensari & Schuch

VÖ: 18. Februar 2022






     
   

SÉRGIO PIRES, Clarinet & KOSUKE AKIMOTO, Piano
LES SIX  · Merci et Adieu, Claude

„Wenn die Musik Frankreichs im 19. und 20. Jahrhundert zu einem eigenen Profil und zu internationaler Anerkennung gefunden hat, ist das trotz ihrer unterschiedlichen ästhetischen Ausrichtungen Symbolträgern wie Camille Saint-Saëns, Claude Debussy und der „Group de Six“ zu verdanken. . .

Dass Claude Debussy im Entstehungsjahr der Sonate bereits drei Jahre tot war und die jungen Komponisten der „Groupe des Six“ mittlerweile ganz andere Töne anschlugen, ist der romantischen Tonsprache des Werks nicht anzuhören.

Allerdings ist sich Saint-Saëns auch in seinem Spätstil mit den jüngeren Kollegen einig, den nach ihrer Meinung monumentalen Schwulst und das Pathos spätromantischer Musik im Fahrwasser Richard Wagners hinter sich lassen zu wollen.

Claude Debussy nimmt dabei eine Sonderstellung ein, der sich mit seiner extrem individuell geprägten Ästhetik keiner Schule oder Gruppierung zurechnen lässt und es gar nicht gern hörte, wenn man ihn zum „Impressionisten“ erklärte. . .“
 (Aus dem Booklettext von Pedro Obiera)

VÖ: 04. Februar 2022






     
   

ISABELLE VOGT, Rezitation & LARS VOGT, Piano
SCHUMANN · R. STRAUSS · Melodramas

Man muss in dem Moment reingehen…..

Isabelle und Lars Vogt im Gespräch mit Friederike Westerhaus

Wie seid Ihr darauf gekommen, diese Werke zusammen aufzunehmen?

Isabelle: Die Idee kam ursprünglich von Papa. Ich beschäftige mich, seit ich vier Jahre alt bin, mit Schauspiel. Vorher hatten wir nur Rezitation mit Musik zusammen gemacht. Und er kam plötzlich auf die Melodramen von Robert Schumann. Ich wusste gar nicht, was ein Melodram ist.

Es gibt ja eine ganze Reihe Melodramen, warum habt Ihr Euch für diese entschieden?

Lars: Ich kannte diese beiden Schumann-Melodramen – die „Ballade vom Heideknaben“ und „Die Flüchtlinge“ zufällig, und wusste, dass das so eine gruselige, spukige Welt ist. Das war die Zeit, wo Isabelle 15-16 war und zum Beispiel völlig in „Harry Potter“ aufging.
  Und ich dachte mir, das ist genau ihre Welt, wo sie so richtig loslegen kann, leicht blutrünstig und ein bisschen gefährlich. Ich dachte, das würde ihr bestimmt Spaß machen.
(aus dem Booklet-Interview)

VÖ: 04. Februar 2022






     
   

EDITION KLAVIER-FESTIVAL RUHR Vol. 40 (3 CDs)  Live Recordings
PREMIEREN 2021
DEBÜTS UND EINE URAUFFÜHRUNG FÜR ALFRED BRENDEL

Auch die Konzertsaison 2021 des Klavier-Festival Ruhr hat durch die Unterbrechung der Pandemie gelitten.

Immer wieder versuchte das Festival, kleine Phasen als Teil-Festival zu installieren. Aus diesen Phasen entstanden die vorliegenden Mitschnitte.

Die klassische Ausbeute passt auf 2 CDs inkl. einer Uraufführung von Kit Armstrong (für Alfred Brendel).

Wie in früheren Jahren gab es auch in 2021 mit A Bu einen Jazz Stipendiaten, der mit 12 Tracks eine sehr abwechslungsreiches und aufregendes Programm darbietet. (3.CD)


VÖ: 04. Februar 2022






     
   

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