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CUARTETO SOLTANGO
MISIÓN TANGO

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN und KOMMENTARE der Künstler zu den einzelnen Tracks
(Beispiele)

01 La Cumparsita
Dieses Stück wird am Ende jeder traditionellen Milonga (Tangonacht) gespielt und ist eines der berühmtesten Stücke des Tangorepertoires. Es gibt ungefähr 994.884.578 Versionen!

„La Cumparsita erinnert mich jedes mal an meinen ersten Besuch als 13-jähriger in Buenos Aires. Ich träumte schon davon, Bandoneonist zu werden und das Erlebnis, ein großes orquesta típica La Cumparsita spielen zu hören, hinterließ bei mir bleibenden Eindruck!“ Andreas

„Es ist DER Tango schlechthin. Aber in der Musik steckt viel mehr als ein Klischee!“ Martin

20 Chiru
2006 komponiert, ist dies der modernste Tango in unserem Repertoire.
„Ich erlebte Astillero live in einer winzigen Bar im Hamburger Hafen, als ich 18 Jahre alt war. Ein
musikalisches Erlebnis, das ich nie vergessen werde!“ Martin
„Pure Energie!“ Thomas

21 Una Vez
2020 hat die Pandemie unsere Zusammenarbeit mit unserem lieben argentinischen Freund Leonel Capitano unmöglich gemacht. Dank moderner Technologie konnten wir diesen Bonustrack auf zwei Kontinenten aufnehmen und in euer Wohnzimmer bringen.
(Auszüge aus dem Booklet-Interview mit den beiden Künstlern)

VÖ: 16. APRIL 2021






     
   

LUCA GUGLIELMI, Harpsichord
J. S. BACH · THE WELL-TEMPERED CLAVIER BOOK I

BACH’s WTC I auf einem außergewöhnlichen CHRISTIAN ZELL Cembalo

Originalzeit - Originalklang

Mit dem Wohltemperirten Clavier, einem 1722 vollendeten Heft von Präludien und Fugen in allen Dur- und Moll-Tonarten, nahm sich Bach die Ariadne Musica von Johann Caspar Ferdinand Fischer (1662-1746) eindeutig zur Vorlage – eine Sammlung, die Fischer, der als Kapellmeister in Baden von 1715 bis 1746 wirkte, zum ersten Mal 1702 veröffentlicht hatte, und die Bach wohl in ihrer zweiten Ausgabe (1715) vorlag.

Bach nahm Fischers Anlage von zwanzig Tonarten und weitete sie auf vierundzwanzig aus: Damit schuf er die erste organische Sammlung der Musikgeschichte, die alle existierende Tonarten umfasste.

"....Für diese Aufnahme hatten wir das Glück und die Freude, ein Original-Cembalo von Christian Zell Hamburg 1737 in optimalen Zustand samt wunderschöner Binnenresonanzen verwenden zu dürfen.

Das Instrument wird im Museu de la Musica in Barcelona aufbewahrt, das auch als Gastgeberort für diese Aufnahme fungiert hat: es handelt sich um eins von insgesamt drei noch vorhandenen Instrumenten von Christian Zell auf der ganzen Welt. . ."
(aus dem Booklet-Text zur CD)

VÖ: 26. MÄRZ 2021






     
   

CLAIR-OBSCUR SAXOPHONE QUARTET
MEMORIAS


ASTOR PIAZZOLLA – Memorias in 6 TABLEAUX

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN von clair-obscur – Saxophone Quartett

Erinnerungen I
Memorias ist das Geburtstagsgeschenk von clair-obscur an Astor Piazzolla, der 2021 100 Jahre alt geworden wäre.
A manera de memorias heißt ein vom argentinischen Autor Natalio Gorin zusammengestellter Band
von Interviews mit Astor Piazzolla aus den 1990er Jahren.

Die Idee zum vorliegenden Album beruht auf diesem Buch, das umfassende Einblicke in die musikalische Welt Piazzollas erlaubt.
Für das Album Memorias haben clair-obscur Piazzollas 6 wichtigste musikalische Vorbilder ausgewählt, um ihre Werke in sechs musikalischen Bildern seinem Schaffen gegenüberzustellen.

Die Verbindungen sind manchmal deutlich zu erhören, manchmal hintergründiger, doch der neue musikalische Kontext ermöglicht es immer, die Musik Piazzollas anders und frisch zu hören.
Jedem der musikalischen Bilder ist ein originales Zitat aus A manera de memorias vorangestellt.
(aus dem Booklet-Text zur CD)


VÖ: 26. MÄRZ 2021






     
   

KATHARINA KONRADI, Sopran & DANIEL HEIDE, Klavier
LIEBENDE

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN der Künstler zu den Liedern, deren Kernthema „Liebe“ ist.

Strauss, Mozart, Schubert - Was bedeuten ihnen diese Komponisten?

Katharina Konradi: Man hört und liest nicht selten, dass die Attribute „Mozart-“ und „Strauss-Sängerin“ unzertrennlich benutzt werden.

Tatsächlich liegen die Melodiewelten dieser beiden Komponisten gar nicht so fern voneinander. Mozart liegt meiner Stimme sehr, so wie auch das leicht-lyrische Repertoire von Richard Strauss.

Schubert nimmt mit seinem ungeheuren Liedschaffen und seinem musikalischem Reichtum ohnehin eine Sonderstellung ein. Dieser nahezu unerschöpfliche Schatz ist für mich jedes Mal aufs Neue eine beglückende und überraschende Entdeckungsreise, auf der man sich als Liedinterpretin wohl sein ganzes Leben lang befindet…

Daniel Heide: Als Pianist kommt man nicht an Mozart und Schubert vorbei. Zu Mozarts Sonaten (auch die Violinsonaten!) und seinen Klavierkonzerten, kommen die Lieder als wunderbare Kleinode hinzu.

Wer ausser in Schuberts Literatur für Klavier noch in die scheinbar unendliche Wunderwelt der über 600 Lieder hineinspielt, ist in jedem Fall ein Glückspilz. Für mich persönlich ist der Klang des Klaviers in einem Strauss-Lied einzigartig.

 Eine Atmosphäre, die man nur hier erleben kann. Diese besondere Leuchtkraft des Klanges und das Silbrige im Ton
(Auszüge aus dem Booklet-Interview mit den beiden Künstlern)


VÖ: 26. Februar 2021






     
   

MARKUS BECKER, Klavier ·  HAYDN · Solitude Piano Works II

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN des Künstlers

Wie kam es zu dieser Auswahl?

Die fünf Sonaten der ersten Produktion waren so ausgewählt, dass Sie einen großen Teil des Spektrums abbilden, das Haydn für das Klavier erfunden hat. Unterschiedliche Formate, Satztypen, Schaffensphasen, Charaktere.

Die Werke der neuen Aufnahme stehen im Ausdruck viel näher beieinander. Bis auf die Es-Dur-Variationen stehen sie alle in Moll-Tonarten. Es ist so etwas wie ein Programm-Album daraus geworden.

Deshalb auch der Titel – „Solitude“?

Ja – die Einsamkeit oder besser: Abgeschiedenheit prägte Haydns Biografie. Als Komponist am Hof Esterházy lebte er weit weg von Wien. Die gesellschaftlichen Bezüge und Ablenkungen der Großstadt brauchten ihn nicht zu kümmern.

Er war ganz bei sich und seiner Musik, passend dazu das berühmte Zitat: „niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irre machen und quälen, und so musste ich original werden. . .“
(Auszug aus dem Interview im Booklet)

VÖ: 26. Februar 2021






     
   

ADAM FISCHER, Dirigent ·  Düsseldorfer Symphoniker
Tünde Szabóki, Sopran · Nadine Weissmann, Alt
GUSTAV MAHLER · Symphony No. 2

ADAM FISCHERs Anmerkungen zu Mahlers Zweiter

Über diese inhaltlichen Gedanken hinaus hat die Zweite für mich ganz persönlich in ganz verschiedener Hinsicht eine besondere Bedeutung.

Da ist zuerst meine eigene Biographie: Mahler hat den ersten Satz in Budapest vollendet, als er dort Operndirektor war. Als ich selbst Generalmusikdirektor der Budapester Oper war, hab‘ ich mir immer wieder vorgestellt, dass er im gleichen Zimmer gesessen und sich über die gleichen Dinge geärgert hat wie ich.

Und dass er neben der aufreibenden Arbeit für die Oper zu gar nichts anderem gekommen ist. Das kann ich nur bestätigen.

Ein zweiter Gedanke führt zu Haydn. Es gibt das berühmte Zitat Hans von Bülows, der angesichts des ersten Satzes der 2. Symphonie gesagt haben soll, im Vergleich dazu sei Wagners Tristan eine Haydn-Symphonie.
Wenn ich das höre, denke ich vor allem, dass Bülow diese direkte Verbindung zwischen Haydn und Mahler, die ich spüre, noch nicht gespürt hat. Für mich gehört Mahler genauso zur Wiener Klassik wie Haydn.

Die dritte persönliche Geschichte schließlich betrifft den 3. Satz, der auf das Lied Des Antonius zu Padua Fischpredigt zurückgeht. Seit 30 Jahren arbeite ich für verschiedene Menschenrechts- und Bürgerrechtsorganisationen. Ich kenne kein Stück, das das Dilemma dieser Organisationen und Bewegungen besser beschreibt, als dieses Lied. .. "

(aus Adam Fischers Vorwort im Booklet)



VÖ: 26. Februar 2021






     
   

SHEILA ARNOLD, Hammerklavier & ALEXANDER-SERGEI RAMIREZ, Gitarre

GRUß AUS DEM BIEDERMEIER

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN der Künstler

Wie kam es zu Ihrer Begegnung mit „historischen Instrumenten“?

Sheila Arnold : Alles begann Ende des letzten Jahrhunderts mit einer anderen Art der Begegnung, beim Besuch eines Meisterkurses im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals.

….Damals traf ich einen jungen, gutaussehenden Gitarristen aus der Klasse von Pepe Romero -
 er seinerseits war an einer indischen Pianistin aus der Klavierklasse von Lev Naumov nicht uninteressiert….

Pepe überblickte die Situation sofort - und übergab ihm Duo-Noten mit den Worten: „Go and find
 a pianist!“. Der Titel des Stückes: Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich“…

Alexander –Sergei Ramirez: Gesagt – getan. Manchmal war ich ein folgsamer Schüler!
Bis wir aber letztendlich dazu kamen, uns auch musikalisch miteinander zu beschäftigen, sollte noch etwas Zeit vergehen. Gitarre und Klavier sind eigenständige Harmonieinstrumente – sie kommen ganz gut alleine oder eher mit Melodieinstrumenten aus.

Sheila Arnold : Und doch – unsere musikästhetischen Auffassungen sind ähnlich. So wagten wir es eines Tages, das Duo von Mozart – Beethoven – Carulli zu probieren - auf unseren modernen Instrumenten. .....(aus dem Booklet-Text zur CD)

LANGE VORENTHALTENES VERGNÜGEN....
pizzicato


VÖ: 22. Januar 2021






     
   

EDITION KLAVIER-FESTIVAL RUHR Vol. 39 (2 CDs) ·
250 YEARS LUDWIG VAN BEETHOVEN 2020  · Live Recordings 2020

250 Jahre LUDWIG VAN BEETHOVEN

Die Konzertsaison des Klavier-Festival Ruhr hat schwer durch die Unterbrechung des Shutdowns im Frühjahr 2020 gelitten.

 Einige Aufnahmen sind aus der Spätphase Juni/Juli 2020, einige Aufnahmen stammen von Einzelkonzerten, die im Frühherbst veranstaltet wurden.

Es reicht zumindest für die 2 CD Box, die eine Anzahl ziemlich unbekannter Werke für Klavier von Beethoven aus dem Schlaf weckt. Somit ganz sicher eine Fundgrube für Beethoven Liebhaber und Sammler.

VÖ: 22. Januar 2021






     
   

ARMIDA QUARTETT · MOZART Streichquartette, Vol. III

„…Mit den vorliegenden Einspielungen befinden sich die Armidas auf der Hälfte des Wegs, sich dieses Massiv als Ganzes [Anm: Gesamtaufnahme] vertraut zu machen.

Sie erarbeiten sich die Werke in einer Konzertreihe, bei der Mozarts Musik mit eigens in Auftrag gegebenen zeitgenössischen Werken konfrontiert wird. Darin liegt eine Arbeit am Hören, indem nicht die Geschichte, wohl aber die angelagerten Hörgewohnheiten abgekratzt werden.

Im Umkehrschluss suchen sie die Werke in Mozarts Gegenwart auf.

Gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Wolf-Dieter Seiffert vom Henle-Verlag begeben sie sich in die philologische Werkstatt und studieren die Quartette in Mozarts Handschrift. ….. (Auszug aus dem Booklettext von Hansjörg Ewert)


VÖ: 13. November 2020






     
   

MARTIN KLETT , Klavier · DEBUSSY · CRUMB

EIN PORTRAIT DER KLANGMAGIE

„Claude Debussy wird gerne als musikalischer Impressionist bezeichnet. Allerdings ist das irreführend – denn zu Künstlern dieser Richtung hatte Debussy eigentlich gar keine wirkliche Beziehung. ...

Schlussendlich hat sich Debussy gegen bildhafte Zuschreibungen gewandt.
In der Sammlung der „Préludes“ erscheinen die poetischen Bezeichnungen oder Sujets nicht vor dem Stück, sondern wurden vom Komponisten als Klammerzusätze jeweils ans Ende gesetzt. ...

Das Klavier steht im Mittelpunkt und weniger eine illustrative Musik……

Der Aspekt des Klangmagischen verbindet den Zyklus Debussys mit demjenigen des
amerikanischen Komponisten George Crumb. Legendär geworden ist dabei die 1972 begonnene Folge des „Makrokosmos“, die sich auf insgesamt vier Bände ausdehnen sollte.

Die ersten beiden Folgen sind für Klavier solo geschrieben, die beiden anderen für zwei Klaviere und Schlagzeug und Klavier vierhändig. In allen Zyklen sind ungewöhnliche Spielweisen zu praktizieren, wie Klopfen auf den Rahmen oder das Streichen über die Saiten. Die Klangverwandlung ist dabei für Crumb ein wesentliches Moment, womit er Alchemistisches im Sinn hat.

Das Okkulte prägt den ersten Band des „Makrokosmos“, der den Tierkreiszeichen am Sternenhimmel gewidmet ist. Dahinter verbirgt sich also ein erstaunliches Selbstporträt, bei dem es durchs All heult und stöhnt. Alles andere bleibt rätselhaft…..“
 (Auszüge aus dem Booklettext von Bernd Künzig)

VÖ: 13. November 2020






     

TRIO IMÀGE · DVOŘÁK · FALL · DYAKOV

Mehr als nur ein slawisches Programm
PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN vom Trio Imàge

„Antonin Dvoraks monumentales f-Moll Klaviertrio begleitet uns seit vielen Jahren. 
In den verschiedensten Phasen unseres Bestehens tauchte es regelmäßig auf, veränderte und forderte uns heraus. Seine slawischen Tänze und Gesänge, das Märchenhafte und Folkloristische faszinieren, berühren und bewegen uns.“

„Durch einen Zufall sind wir auf die Partitur von Siegfried Falls Klaviertrio in a-Moll gestoßen. Dieses frühe Werk des kaum bekannten Komponisten weist bereits erstaunliche, phantasievolle Ideen und Innovationen auf - Musik voller jugendlicher Emotionen und lebendiger Virtuosität, gespickt mit Elementen der Wiener Folklore.
Komponiert 1904, lässt das Werk die darauffolgenden Jahrzehnte des Schreckens bestenfalls erahnen.“ 

„Marek Dyakovs künstlerisches Schaffen wurde von den alten Kirchentonarten, den intonatorischen Merkmalen und metro - rhythmischen Strukturen der bulgarischen Volksmusik stark geprägt, die er auf eigene Weise bearbeitet und in seinen Kompositionen wiedergibt.

„Perperikoana“ ist Teil eines dem Trio Imàge gewidmeten Zyklus aus vier Stücken unter dem Namen „Alte bulgarische Legenden“...."

VÖ: 13. November 2020






     
   

ADAM FISCHER, Dirigent & Düsseldorfer Symphoniker ·
MAHLER Symphonie No. 9 d-Moll

ADAM FISCHER über Mahlers Neunte

"Gustav Mahler hatte ein Leben lang Angst vor dem Tod. Es ist bekannt, dass er nach der Achten sein nächstes symphonisches Werk vorsorglich das Lied von der Erde genannt  hat, weil er fürchtete, wie Beethoven, Schubert und Bruckner nach einer Neunten zu sterben.

Später hat er dann doch seine Neunte geschrieben – und diese handelt fast von nichts anderem als vom Tod, der 1909 in seinem Körper auch tatsächlich schon schlummerte. Er hat den Tod regelrecht herbeigefürchtet. 
Genau genommen handelt die Neunte nicht vom Tod, sondern vom Sterben.  Tod und Sterben sind etwas völlig Verschiedenes. Während ich mich mit der Neunten beschäftigte, wurde mir klar, dass ich außer der Deutschen keine andere Sprache kenne, in der die Worte „Tod“ und „Sterben“ etymologisch nichts miteinander zu tun haben. ..

Das „Ich“ schwebt in einer ganz anderen Dimension, aus der es in diesem Satz aber immer wieder zurückkommt. Es ist „nur“ die Krankheit, es geht noch weiter..."
(aus Adam Fischers Vorwort im Booklet)

VÖ: 13. November 2020






     
   

DINA UGORSKAJA, Klavier · BACH · CHOPIN

„Bei den Inventionen von J.S. Bach, die leider immer noch als Übungsstücke gelten, hat mich seit meiner Kindheit deren unglaublich raffinierter Ideenreichtum fasziniert, vor allem im Umgang mit nur zwei Stimmen, der einen Interpreten erfahren lässt, wie viel man in Wirklichkeit können muss, um der Aufgabe gerecht zu werden.

Und dagegen einer der anspruchsvollsten Zyklen der Klaviermusik, sowohl im musikalischen wie auch im technischen Sinne – die Préludes von Chopin, mit ihrem raschen Wechsel von verschiedenen, zum Teil gegensätzlichen Empfindungen und Gefühlen;

 eine von entwaffnender Natürlichkeit erfüllte Synthese, die es beim Spielen fast unmöglich macht, die Musik selbst und nicht den Interpreten zum Vorschein zu bringen.

Die Spannung zwischen der trügerischen Einfachheit bei Bach und der zur Schlichtheit zwingenden Komplexität bei Chopin macht für mich den Reiz dieser Zusammensetzung aus.“ (DINA UGORSKAJA)

VÖ: 16. Oktober 2020






     
   

ELENA BASHKIROVA, Klavier · DVOŘÁK · Poetic Tone Pictures

POETISCHE STIMMUNGSBILDER

„Diesmal bin ich nicht nur absoluter Musiker, sondern Poet“, schriebt Antonin Dvořák über seine Poetischen Stimmungsbilder op. 85, seinen umfangreichsten Zyklus lyrischer Charakterstucke.

Diese im April und Mai 1889 auf seinem Sommersitz im tschechischen Vysoka vollendeten Stimmungsbilder bilden in Dvořáks Werk den Auftakt zu einer Tendenz, die musikalische Sprache zunehmend zu poetisieren.

Als Klavierkomponist ist der große tschechische Komponist kaum bekannt. Hier scheint er immer etwas im Schatten großer romantischer Meister wie Robert Schumann oder Johannes Brahms zu stehen.

Die 13 Charakterstucke der Poetischen Stimmungsbilder entfalten jedoch eine unglaublich reiche und bezaubernd vielfaltige innere Bilderwelt. Zugleich stecken sie voller stilistischer und pianistischer Überraschungen, verbinden folkloristische Momente mit raffinierten Klangeffekten.

Umso erstaunlicher ist es, dass sie bis heute kaum gespielt werden.

Elena Bashkirova entdeckte den im Konzert vernachlässigten Zyklus in ihrem Notenschrank, als sie auf der Suche nach einem neuen Werk war, und war sofort begeistert von der reichen Klangsprache Dvořáks: „Ich blätterte durch die Seiten, spielte ein paar Akkorde und es hat mich gleich gefangen genommen.

Diese Musik ist so poetisch und so evokativ. …“ (aus dem Booklettext von Julia Spinola)

VÖ: 16. Oktober 2020






     
   

PATRICK GRAHL, Tenor & DANIEL HEIDE , Klavier · DICHTERLIEBE

Patrick Grahl  wurde in Leipzig geboren und war Mitglied des Thomanerchores unter Georg Christoph Biller. An der Musikhochschule seiner Heimatstadt studierte er Gesang bei Prof. Berthold Schmid und schloss 2016 „mit Auszeichnung“ sein Studium mit dem Meisterklassenexamen ab.

Im selben Jahr gewann er den 1. Preis beim XX. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig. Meisterkurse bei Peter Schreier, Gerd Türk, KS Ileana Cotrubas, Gotthold Schwarz und Prof. Karl-Peter Kammerlander gaben ihm wichtige Impulse für seine künstlerische Arbeit.

Seitdem ist er ein gefragter Oratorien- und Konzertsänger und gastiert u.a. mit Klangköpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, der NDR Radiophilharmonie, dem Gürzenichorchester Köln sowie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI di Torino und dem London Symphony Orchestra ...


"Es mögen der Zugänge viele sein, die den Musikfreund unserer Tage zu Beethoven, Mendelssohn und Schumann führen. Wenn wir aber die grundlegenden Empfindungen, die in ihren Liedern verarbeitet werden, unverstellt auf uns wirken lassen und die Konflikte und Sehnsüchte ganz als heutig empfinden, so kann diese Musik nie an Aktualität verlieren. . ." (Patrick Grahl zu seinem ersten Solo-Album)


VÖ: 16. Oktober 2020






     
   

STEPAN SIMONIAN, Klavier · ALL AROUND BACH

„Bearbeitung, Arrangement, Paraphrase und schließlich eine Kopie – dies sind nur einige der Namen desselben Genres in der Musikwelt, das wahrscheinlich so lange existiert wie die Kunst selbst.

Was ist ein Arrangement? Ist es mehr oder weniger eine Kopie des Originals oder ein eigenständiges Werk?

Wie weit darf sich der Bearbeiter überhaupt vom Original entfernen, und wem als Urheber ist ein Arrangement vornehmlich zuzuschreiben, dem Komponisten des Originals oder dem des Arrangements?....

Sein ganzes Leben lang hat Bach Werke anderer Komponisten sowie seine eigene Kompositionen bearbeitet. Dies war für ihn selbstverständlich und zu seiner Zeit nicht außergewöhnlich. Es gibt auch eine ganze Reihe von Klavierstücken Bachs, bei denen wir gar nicht wissen, ob sie ursprünglich für Cembalo, Orgel oder gar Clavichord geschrieben wurden.

Für mich persönlich war dieses Thema stets von großer Bedeutung, zumal man als Pianist Bach ausschließlich in Bearbeitung aufführt, so man einen modernen Flügel als Instrument voraussetzt.

Vor diesem Hintergrund bin ich bei der Vorbereitung dieser CD den kreativen Verflechtungen der Werke einiger durch Raum und Zeit getrennter Komponisten nachgegangen: von Vivaldi bis Busoni, von Bach bis Franck und bis zu Liszt.

Es entstand dabei ein Programm mit dem Werk und der Figur Bachs als verknüpfendes Element – All around Bach. ..”
(Booklettext von Stepan Simonian)

VÖ: 16. Oktober 2020






     
   

FLEX ENSEMBLE · INSIDE EROICA

„Sie halten das dritte Album des Flex Ensembles in Ihren Händen – Inside Eroica: ein aufregendes Programm, das wir voller Stolz präsentieren!

Wir möchten Ihnen mit dem folgenden Gespräch zwischen Martha Bijlsma (Cellistin des Flex Ensembles) und Gordon Williamson einen Einblick in den kreativen Prozess und die Entstehung von Inside Eroica geben.

GW: Dies ist eine ungewöhnliche Aufnahme... Mir fällt es schwer, weitere Kammermusikensembles zu nennen, die Arrangements von symphonischem Repertoire spielen. Was hat Euch an dieser Transkription der Eroica für Klavierquartett so begeistert?

MB: Als wir zum ersten Mal von einem Arrangement der dritten Symphonie Beethovens für Klavierquartett erfuhren, waren wir natürlich sehr neugierig! Es schien aufregend und auch ein bisschen verrückt, eine ganze Symphonie nur zu viert zu spielen.

Dabei war es in der Zeit vor den Audio-Aufnahmen geradezu üblich, Transkriptionen zu hören und zu spielen. So konnte man die neuesten großen Werke kennen lernen, auch wenn man abseits der großen Städte lebte.

Obwohl also die Idee, Symphonien zu transkribieren, nicht neu war, bot sie uns doch eine völlig neuartige und frische Perspektive auf ein sehr vertrautes Werk.
Die Tatsache, dass Ferdinand Ries – sowohl Schüler als auch Freund Beethovens - die Bearbeitung vornahm, bestätigte uns, kein musikalisches Verbrechen zu begehen, indem wir sie spielen…“
(Aus dem Booklet-Interview)

VÖ: 16. Oktober 2020






     
   

HERBERT SCHUCH, Klavier  · REFLECTING BEETHOVEN

REFLECTING BEETHOVEN

"Herr Schuch, im Jubiläumsjahr 2020 feiern Sie Beethoven und gehen zugleich über ihn hinaus. Was bedeutet Ihnen dieser Komponist?

Man hat Beethoven schon in viele Schubladen gesteckt. Mal war er der große Titan, mal der Idealist, später wollte man ihn „versachlichen“.
Er hat einfach eine unglaubliche Fähigkeit, alles sein zu können außer sachlich, das ist er tatsächlich nie gewesen.
Er ist Pathetiker, aber auch manchmal ungemein trocken und witzig!

Ich sehe Beethoven an einer Schnittstelle in der Entwicklung der musikalischen Sprache, die es ihm noch erlaubte, zuweilen ganz schlicht zu komponieren, was mir dann sehr zu Herzen geht.

Den drei Sonaten stellen Sie je ein Klavierstück aus dem späten 20. und frühen 21. Jahrhundert voran. Was ist die Idee dahinter?

Ich suche immer Querverbindungen zwischen Jahrhunderten. Komponisten beziehen sich aufeinander, bewusst oder unbewusst. Henri Pousseur zum Beispiel stützt sich überhaupt nicht auf die G-Dur-Sonate. Ich habe sein Stück als Dreizehnjähriger beim Europäischen Musikwettbewerb für die Jugend als Pflichtstück gespielt und dafür auch einen Sonderpreis bekommen.

Das war mein allererstes wirklich „modernes“ Stück in meinem Repertoire, wo Dinge verlangt werden, auf die ich damals überhaupt nicht vorbereitet war, etwa gleich zu Anfang sechs verschiedene dynamische Abstufungen, die sich gegenseitig in beiden Händen überlagern.

Mich haben diese Herausforderungen sehr gereizt, ich hatte dann sozusagen „Blut geleckt“, was die zeitgenössische Musik angeht. " ……
(Auszug aus dem Interview im Booklet, von Rainer Nonnenmann)


VÖ: 18. September 2020






     
   

VLADIMIR STOUPEL, Klavier  ·
RATHAUS · SHOSTAKOVICH · Piano Sonatas (2 CD)

Zeitgenossen mit unterschiedlichen Lebensläufen

„Obwohl Karol Rathaus (1895-1954) und der 11 Jahre jüngere Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) Zeitgenossen waren, könnten ihre Lebensläufe unterschiedlicher nicht sein.

Beide stehen allerdings exemplarisch für das von Katastrophen, Vernichtung und Verfolgung geprägte 20. Jahrhundert, was eine Gegenüberstellung ihres Schaffens folgerichtig erscheinen lässt.

Geboren in Tarnopol (damals Österreich-Ungarn) in einer polnisch-jüdischen Familie, beginnt Karol Rathaus schön früh zu komponieren. An der Akademie für Darstellende Kunst und Musik Wien nimmt er 1913 sein Studium auf, das jäh durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen wird:

Als einer der Lieblingsschüler Franz Schrekers folgt er seinem Lehrer nach Berlin an die Hochschule für Musik, wo er mit seiner Ersten Sonate für Klavier c-Moll op. 2 (1920) glänzend die Aufnahmeprüfung besteht. Die Universal-Edition Wien veröffentlicht die Sonate und nimmt den jungen Komponisten gleich für 10 Jahre unter Vertrag.

Damit beginnt der geradezu kometenhafte Aufstieg von Karol Rathaus, der von bedeutenden deutschen Musikkritikern als „die größte Hoffnung der Neuen Musik“ (Walter Schrenk) gefeiert wird……….

Im Dezember 1926 präsentiert der gerade 20-jährige Dmitri Schostakowitsch dem Leningrader Publikum seine 1. Klaviersonate op. 12. Manche Parallelen zu der 3. Sonate von Rathaus sind erstaunlich: starke, treibende Motorik, schnelle Stimmungswechsel, komplexer und extrem virtuoser Klaviersatz, Freitonalität, wilde Großstadt-Stimmung.

Dazu kommen die Cluster und das Element der Groteske……
(Auszug aus dem Booklettext von V. Stoupel)

VÖ: 18. September 2020






     
   

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