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BEETHOVEN TRIO BONN · BEETHOVEN  · Ghost Trio  · Triple Concerto

Eine kleine 3-CD-Serie: Vol. 1 Geistertrio & Tripelkonzert

In einer 3-CD-Serie paart das Beethoven Trio Bonn jeweils ein Original-Klaviertrio-Werk von Beethoven mit einem für die „Hausmusik“ geeigneten Arrangements eines seiner Orchesterwerke.

Die Wahl der Werkkopplungen war weniger wichtig als die Nebeneinanderstellung eines Originals für Klaviertrio und eines Arrangements eines Orchesterwerkes für Klaviertrio auf jeder CD. Und siehe da, das Konzept zeitigt erstaunliche Resultate.

Um das Vergnügen der Musikliebhaber zu befriedigen gab es zu Beethovens Zeit schon Dutzende von Kammermusik-Bearbeitungen orchestraler Werke;

Haydn, Mozart und viele andere hatten sich immer wieder darum bemüht, den Bevölkerungsschichten ohne Zugang zu den Konzerten der oberen Gesellschaftsklassen trotzdem an die Wunder der Orchestermusik teilhaben zu lassen, und sei es nur indirekt.

VÖ: 13. März 2020






     
   

AMATIS TRIO · ENESCU  · BRITTEN · RAVEL

DEBÜT ALBUM

PERSÖNLICHE BEMERKUNGEN des Amatis Trios

"Für uns als Trio ist es von besonderem Reiz, sich mit Musik beschäftigen zu können, die nicht wie in einer Endlosschleife ständig im Konzertprogramm auftaucht oder bereits hundertfach aufgenommen wurde.

Für diese Musik einen unverstellten, eigenen Weg der Interpretation zu finden, ist eine inspirierende künstlerische Herausforderung. Dies gibt uns Freiheit und Kreativität bei der Programmzu­ sammenstellung, die wir abseits des Mainstreams suchen.

Bei unserer hier erscheinenden ersten offiziellen CD-Produktion betrifft das besonders die beiden Trios von George Enescu und Benjamin Britten.

 Diese Werke konnten wir frei und unvoreingenommen, ganz für uns entdecken. Ravels Musik war für Enescu und Britten eine tiefgreifende Inspirationsquelle..."

Das Amatis Trio wurde 2014 von der deutschen Geigerin Lea Hausmann, dem britischen Cellisten Samuel Shepherd und dem chinesisch-niederländischen Pianisten Mengjie Han in Amsterdam gegründet.

Dort hatten sich die drei jungen Musiker kennengelernt, bald würden sie in über 34 Ländern weltweit konzertieren.

VÖ: 13. März 2020






     

AXEL KOBER  ·  DUISBURGER PHILHARMONIKER · DAS RHEINGOLD

Ein Wasserschaden brachte Glück

„Am Rhein beginnt und endet Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“, am Rhein erträumte sich der Komponist bereits 1851 die Uraufführung seines ebenso visionären wie monumentalen Werks. Auch wenn Wagners Festspielpläne in einem ganz anderen Teil Deutschlands in Erfüllung gehen sollten, ist und bleibt die Aufführung eines „Ring am Rhein“ stets etwas Besonderes.

Und wo ließe sich dieser besser verwirklichen als an der Deutschen Oper am Rhein? Zwei Städte, zwei Orchester, zwei Sängerbesetzungen – mit dem fantastischen Sängerensemble der Rheinoper sowie den beiden herausragenden Orchestern der Duisburger Philharmoniker und der Düsseldorfer Symphoniker an ihren beiden Spielstatten in Duisburg und Düsseldorf waren die Rahmenbedingungen gesetzt.

Der „Ring am Rhein“ in der szenischen Interpretation von Dietrich W. Hilsdorf nahm unter meiner musikalischen Leitung ab Juni 2017 nach und nach Gestalt an.

Doch wenige Wochen vor der Premiere der „Götterdämmerung“ flutete eine defekte Sprinkleranlage das Theater Duisburg.
Ein Wasserschaden machte die szenische Vollendung des Duisburger „Ring“ zunächst zunichte…..“ (Aus dem Editorial des GMD Axel Kober)


VÖ: 27. März 2020






     
   

ELISABETH KUFFERATH, Violine & Viola · TWO

Bernd Alois Zimmermann, Robert Encke, Johannes X. Schachtner, Peter Eötvös

TWO - Violine & Viola solo

In ihrem Solo-Album TWO stellt die Geigerin und Bratschistin Elisabeth Kufferath (wie schon zuvor in Libero, fragile) je ein Werk für jedes ihrer Instrumente von vier Komponisten der Moderne einander gegenüber.

Vier Komponisten und Werkpaare also, die ein immenses musikalisches Spektrum entfalten und zwischen denen es dennoch zahlreiche Vernetzungen gibt …

… Auffallend ist, auf wie vielen Ebenen sich Zweierkonstellationen ergeben, Duette zwischen Interpreten und Komponisten, Werken und Instrumenten unserer Zeit wie vergangener Jahrhunderte.

Und diese Vernetzungen kann man immer weiter fortspinnen, je tiefer man blickt …
(Ausführliches Interview und Erläuterungen zu den Werken im Booklet)


VÖ: 28. Februar 2020




concerti
     

ILKER ARCAYÜREK, Tenor &  FIONA POLLAK, Piano

LIEDER EINES FAHRENDEN GESELLEN

„Der Internationale Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart war die Geburtsstätte dieser CD.

Fiona Pollak und ich nahmen im Wettbewerb einige musikalische Risiken auf uns und
wurden für diese letztendlich mit dem Sieg sowie in weiterer Folge mit der Aufnahme dieser CD
belohnt. Deshalb möchten wir vorab dem SWR, CAvi-music und allen Beteiligten für das Vertrauen und die Unterstützung herzlich danken!

Diese Aufnahme beinhaltet Lieder von Komponisten aus der K&K-Zeit, welche auch geographisch
in dieser Region ansässig waren. Wir wollten unsere Komfortzone verlassen und haben versucht,
möglichst viele Farben und verschiedene Lieder neu für uns zu entdecken. Die Komponisten stammen aus Österreich, Ungarn bis nach Vojvodina – dem heutigen Serbien.

Die Vielfalt der Lieder spiegelt nicht nur die Zeit der K&K-Monarchie, sondern auch das heutige
Österreich wie auch Fiona und mich wider. Zwei Musiker unterschiedlicher Abstammung und Konfession, die sich in Österreich erstmals treffen und gemeinsam musizieren. .. „
© 2019 Ilker Arcayürek


VÖ: 14. Februar 2020





     
   

ANDREAS WILLWOHL, Viola · DANIEL HEIDE, Piano · ISANG ENDERS, Cello
Viola Sonatas, Op. 120 · Piano Trio, Op. 114

Der späte Brahms

BRAHMS – Viola-Sonaten & Trio

"Die Sonate in f-Moll op.120 von Johannes Brahms war vor 22 Jahren eines der ersten Stücke, die Daniel und ich spielten. Wir bemerkten schon damals die ungeheure Ernsthaftigkeit des Stückes, das mit großen Intervallsprüngen und abrupten emotionalen Wechseln gleich zu Beginn den Eindruck erweckt, als bewege man sich über Kontinente.

Wie ein Lavastrom ergießt sich der Anfang, später steigt das zweite Thema in leisen dolce Farben suchend gen Himmel.

Über viele Jahre haben Daniel und ich immer wieder Werke von Brahms gespielt und kennengelernt.

Bei ihm lag der Schwerpunkt beim Liedgut, bei mir waren es die Kammermusik und die sinfonischen Werke. Wir haben uns sozusagen von den Spätwerken zu den früheren Werken durchgearbeitet....." ©  Andreas Willwohl


VÖ: 14. Februar 2020



Brahms, Op. 120 Nr. 1, erster Satz
youtube

     
   

OBERON TRIO · DUALITY

„Bis es sich auflöst in ein Ganzes“  - das Oberon Trio über das Album „Duality“

" Ist „Duality“ etwas, womit ihr grundsätzlich schon durch die Besetzung im Klaviertrio konfrontiert seid?

Jonathan Aner: Immer! Die Tatsache, dass zwei Instrumentenfamilien vertreten sind, spielt eine „duale“ Rolle. Aber für uns ist auch die Frage: Wie kann das Klavier überhaupt mit Streichern eine Einheit bilden?
Die Klaviertrio-Literatur zeigt, dass das möglich ist. Und das grenzt fast an Magie.

Antoaneta Emanuilova: Wenn ich allerdings an uns und unsere Charaktere denke, bilden wir keineswegs eine Dualität. Wir sind drei initiative und starke Persönlichkeiten. Wir drei sind sehr gleichberechtigt und eigenständig.

Henja Semmler: Aber eine Dualität ist vielleicht auch genau darin gegeben, dass das Trio einerseits eine Einheit bildet und andererseits aus drei unterschiedlichen Charakteren besteht. Natürlich ist uns auch sehr wichtig, dass wir zu einer Homogenität finden……"

 (Auszug aus dem Booklet-Interview von Friederike Westerhaus)


VÖ: 15. Januar 2020





     
   

EDITION KLAVIER-FESTIVAL RUHR Vol. 38 (3 CDs) · FESTIVALDEBÜTS 2019  ·
Live Recordings 2019

BRAUSS · GUARRERA ·  HOFFMANN  · NAMORADZE · POON · ULLMAN · ZHANG 

INTERNATIONAL YOUNG ARTISTS AND WINNERS

„Ich freue mich, Ihnen auf diesen drei CDs sieben hochbegabte Debütanten des Klavier-Festivals Ruhr 2019 vorstellen zu können – verheißungsvolle junge Pianisten, von denen wir sicher noch viel hören werden und erwarten dürfen!

Nachdem wir uns bei den Boxen unserer Edition in den letzten Jahren, passend zu den jeweiligen Festival-Schwerpunkten, in erster Linie Kompositionen aus dem 19. und 20. Jahrhundert gewidmet haben, wollen wir uns diesmal bei fast zwei kompletten CDs barocken und frühklassischen Werken zuwenden…..

Auf der dritten CD springen wir dann tief in romantische 19. Jahrhundert – mit herausfordernden Werken von Brahms und Liszt……“

(Auszug aus dem Vorwort von Franz Xaver Ohnesorg, Intendant)


VÖ: 17. Januar 2020





     
   

DINA UGORSKAJA, Klavier  ·

Wieder erhältlich (jetzt aufgeteilt in Book I und Book II)

J. S. BACH · THE WELL-TEMPERED CLAVIER I


J. S. BACH · THE WELL-TEMPERED CLAVIER II

Die Pianistin DINA UGORSKAJA hat die beiden Bände des Wohltemperierten Klavier über das Jahr 2015 als Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk in München aufgenommen. In einem langen Interview reflektiert sie über ihren Dialog mit Bach, über das Tempo, die Spielweisen, die Charakteristika, Formen, Farben Interpreation u.v.a.

„Ein Magnificat für Klavier” – „Eine Enzyklopädie des Bachschen Universums“

 „Die Kontinuität [täglich mit Bach sich zu beschäftigen] hat sich erst in dem Jahr eingestellt, als ich die Aufnahme vorbereitet habe. Jeden Morgen beim Aufwachen dachte ich, dass mir heute wieder ein ganzer Tag mit Bach beschert sein wird – in der immer gleichen Form, die nur scheinbar gleich ist, in Gestalt von Präludium und Fuge - und dass ich mich dieser Tätigkeit ganz und ausschließlichwidmen darf.

 Es war eine Arbeit, die mich sehr geerdet und strukturiert hat und zugleich den Blick gen Himmel lenkte. Der Begriff der Unendlichkeit ist mir nie zuvor so evident gewesen wie während der Beschäftigung mit dem WTK. Die Intensität trug mich..."

VÖ: 18. November 2019



     
   

NOGA QUARTET & SIOBHAN STAGG, Sopran · AQUARELLES


Das Streichquartettspiel - so erklären alle vier Mitglieder des Noga Quartets - ist ihnen eine Herzensangelegenheit.

 Avishai Chameides träumte schon als Kind davon, Bratsche im Streichquartett zu spielen.

Mit den drei französischen Musikern Simon Roturier, Lauriane Vernhes und Joan Bachs gründete er vor zehn Jahren das Noga Quartet.

Ihre Herangehensweise, ein Werk sozusagen von innen heraus in allen Details zu entwickeln, sich ganz mit der Musik ein zu lassen und sich ihr hin zu geben, führt zu höchst individuellen, ausgehörten Interpretationen - das braucht naturgemäß aber auch Zeit.

Das Noga Quartet hat sich inzwischen ein großes Repertoire angeeignet, von Beethoven bis Bartók, von Ligeti bis Adès.

Ihre Ausbildung als Quartett erhielten die Musiker beim Alban Berg Quartett und beim Artemis Quartett sowie in zahlreichen Kursen bei weltbekannten Meistern ihres Faches.

Siobhan Stagg ist eine der beachtesten australischen Sopranistinnen, die in den letzten Jahren zum Vorschein gekommen sind. Christa Ludwig bezeichnete ihre Stimme „als eine der schönsten, die sie je gehört hätte“.


VÖ: 15. November 2019



REZENSION

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ADAM FISCHER · DÜSSELDORFER SYMPHONIKER
GUSTAV MAHLER · Symphony No. 8 "Symphonie der Tausend"

ADAM FISCHER zu MAHLERS 8. Symphonie

"Mahlers Achte ist für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung, bei der Einstudierung, bei der Aufführung und natürlich auch bei einer Aufnahme. Diese Herausforderung besteht vor allem darin, die Musik von den technischen und logistischen Problemen zu lösen, die das Stück mit sich bringt.
Es ist ja in der Musikgeschichte immer so gewesen, dass, wenn neue Möglichkeiten entstehen, etwa neue Instrumente sich etablieren, die Komponisten in der ersten Phase diese Neuerungen verstärkt nutzen, um zu zeigen, welche Möglichkeiten sie haben. ..

Entsprechend wollte Mahler, und zwar besonders in der Achten, die Möglichkeiten eines sehr großen Orchesters nutzen, das in diesen Dimensionen vorher einfach noch nicht da war.

Die Effekte, die diese Vergrößerung des Apparats ermöglichen, dürfen aber nicht zum Selbstzweck werden, und das ist die spezielle Herausforderung für uns. .. "
 (aus dem Vorwort im Booklet)

VÖ: 15. November 2019
     
   

DINA UGORSKAJA, Klavier  · FRANZ SCHUBERT


„Eine Vergegenwärtigung des Ideals“
Dina Ugorskaja über ihre Begegnungen mit der Musik Franz Schuberts

„Schuberts göttliche Längen begleiten mich mein Leben lang. Die Zeit scheint in dieser Musik manchmal ganz stehen zu bleiben, der Zustand des Verweilens überwiegt alles andere. Der Schmerz, das Unerträgliche, Abgründe, Ausweglosigkeit überfüllen uns.

Wie kann das sein, dass die Auseinandersetzung mit dem Tod, die in seiner Musik so unmittelbar und präsent ist, sich doch auf einmal in einer verfliegenden Vergänglichkeit auflösen kann? Es entsteht ein ungeahntes Glück, Freude, ein kindliches Lachen.

Dieses Kindliche zusammen mit einer beispiellosen Reife macht für mich das Wesen der Musik von Franz Schubert aus. Ich muss dabei an eine Stelle bei Friedrich Schiller denken.. . "
(aus dem Booklettext von Dina Ugorskaja )

VÖ: 11. Oktober 2019


ICMA Nomination 2020
     
   

SCHAGHAJEGH NOSRATI, Klavier  · CHARLES-VALENTIN ALKAN

„Meine Faszination für Alkan begann schon sehr früh“

Schaghajegh Nosrati über ihr Verhältnis zu Charles-Valentin Alkan

„Meine Faszination für den Komponisten Charles Valentin Alkan begann bereits sehr früh. Den Grundstein dafür hat mein Lehrer Rainer M. Klaas gelegt, dessen Neugier und Engagement für selten gespieltes und zu Unrecht vergessenes Repertoire ich nach wie vor als beispiellos und große Inspirationsquelle erachte.

Er trug maßgeblich dazu bei, dass ich in einer Zeit, in der die wenigsten jemals den Namen, geschweige denn die Musik Alkans gehört hatten, bereits viele seiner Werke verinnerlicht und zu schätzen gelernt hatte. Auch mein Bruder Shafagh nahm sich dieses Komponisten an und führte mehrere seiner Werke auf.

Als weitere Inspirationsquelle wäre auch der Pianist Marc-André Hamelin zu nennen, der die Klaviermusik Alkans in einer bis dahin unübertroffenen Qualität aufnahm und zu deren Verbreitung beitrug.

Neben meiner intensiven Beschäftigung mit Bach habe ich daher auch frühzeitig begonnen, Kompositionen von Alkan einzustudieren und aufzuführen………"
(aus dem Booklettext von Schaghajegh Nosrati)


VÖ: 11. Oktober 2019


REZENSION

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Das Label CAvi-music erhält 2019 3 OPUS-KLASSIK Auszeichnungen


ANDRÈ SCHUEN, Bariton & DANIEL HEIDE , Klavier · SCHUBERT · Wanderer


Andrè Schuen: Wir sind diesmal vom Begriff des „Wanderns“ ausgegangen, beziehungsweise von einer „Reise“, einem „Weg“, und haben dann alle möglichen Varianten davon gesucht. Die drei großen Schwerpunkte, die sich dabei ergeben haben, sind zum einen das romantische „Wandern“ an sich, das bei Schubert ja eine sehr wichtige Rolle spielt, z.B. Der Wanderer (Schlegel), zum zweiten der Weg zur Geliebten wie z.B. in Auf der Bruck oder Willkommen und Abschied, und drittens dann noch die Reise ins Jenseits, in den Tod wie in Totengräbers Heimweh oder Im Abendrot. Durch diese drei Schwerpunkte spiegelt sich meiner Meinung nach eine gewisse Zwiespältigkeit im Programm, die bei Schubert allgegenwärtig ist.

Daniel Heide: Die Frage nach den oft langsamen Liedern und den traurigen, sehnsuchtsvollen Inhalten ist letztlich eine der Kernfragen innerhalb des romantischen Kunstliedes: Warum immer so getragen? So traurig? So sehnsuchtsvoll. Wo ist die Heiterkeit? Wo bleibt das Lebensbejahende? ... Wenn man sich die Gesamtheit der Lieder von Schumann, Brahms, Wolf, Mahler, Strauss, Debussy und eben auch Schubert ansieht, stellt manschnell fest, dass der größte Teil langsame, kontemplative, betrachtende Stücke sind. Virtuosität ist dem Lied eigentlich fremd, zumindest die Virtuosität von schnellen Koloraturen oder rauschenden Passagen im Klavier. Das Lied hat den Text, und das eröffnet eine ganz andere (auch musikalische) Welt. Ein großes Gedicht, Verse mit einer starken Botschaft bekommen bei Schubert oft eine wunderbar sinnliche musikalische Einrahmung, in der Sie wirken können. ..
(aus dem  Booklet)



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MARKUS BECKER, Klavier  · NDR Radiophilharmonie·  Joshua Weilerstein, Dirigent

MAX REGER  · Piano Concerto Live Recording·  Piano Pieces

Ein Berg von Klängen

„Mit Regers Klaviermusik beschäftige ich mich schon sehr lange. In den Neunzigerjahren, kurz nach meinem Studium, habe ich sein Gesamtwerk für Klavier solo auf CD eingespielt.

Seitdem spiele ich Reger immer wieder in Konzerten. Auch Kammermusik, also Violin-, Klarinetten- und Cellosonaten, die Stücke für zwei Klaviere, Klaviertrio, Quartette, Lieder. Er hat ja in fast allen Bereichen unheimlich viel komponiert. . .

 In den Proben waren Joshua Weilerstein, die Radiophilharmonie und ich damit beschäftigt, an der Klangbalance zwischen Orchester und Klavier zu arbeiten.. .

Das ist problematisch, aber auch ein großer Reiz: wie schaffen wir es, diesen Berg von Klängen so auszuleuchten, dass ein musikalischer Verlauf hörbar wird? Wo klingt etwas Wichtiges, welche Stimme führt?
Natürlich müssen Orchester und Klavier ab und zu die Muskeln spielen lassen, aber unter der kraftvollen Oberfläche müssen wir immer nach Graustufen und Schattierungen suchen, sonst wird diese Musik zur Qual...“ (Interview mit Markus Becker aus dem Booklet)

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ADAM FISCHER · ANNA LARSSON , Alt · DÜSSELDORFER SYMPHONIKER

Gedanken zur 3. Symphonie Adam Fischer

Das ganze Werk Mahlers ist für mich ein großer Abschied: Ein Abschied von der Vergangenheit und von der Zukunft, denn Mahler hatte große Furcht vor dem Tod. Am Ende der Symphonien gibt es immer wieder Utopien, wie hier im Adagio der Dritten und besonders auch viel später in der Neunten.

Da kommt etwas Neues, aber es bleibt ein Abschluss. Das Neue wird auf jeden Fall nicht mehr in dieser Welt stattfinden. Die dritte Symphonie ist insgesamt eine der reichsten, denn die einzelnen Sätze sind so unterschiedlich, dass sie aus unterschiedlichen Zeiten von Mahler stammen könnten.

Die Dritte hat ihre eigene Welt. Da ist allein schon der erste Satz, der länger ist als die meisten Beethoven-Symphonien. Dann taucht Mahler in die Wunderhorn-Welt, in die Einfachheit, in der sich sein Stil von Schubert inspirieren lässt. Er zitiert sich selbst, macht seine eigene Mythologie. Die gleichen Figuren tauchen, wie in einem Roman, in unterschiedlichsten Geschichten wieder auf. ....

(Auszug von Adam Fischers Anmerkungen )
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JULIAN STECKEL, Cello  · ZOLTÁN KODÁLY

ANTJE WEITHAAS, Violine, PAUL RIVINIUS , Klavier

ZOLTÁN KODÁLY – seine Werke mit und für Cello

„Das Werk [op. 8] weist keinerlei Ähnlichkeit mit anderen Werken dieser Art auf“, befand Béla Bartók, „die Ideenwelt dieses Werkes von Kodály ist vollkommen neuartig.“

Die Herausforderung, diesen „Achttausender der Celloliteratur“ zu bewältigen, war für den damals 15-jährigen Julian Steckel ein Ansporn, sich erstmals mit der Sonate zu beschäftigen. Zugleich faszinierten ihn aber auch ihre Schönheit und die besondere Tonsprache Kodálys, „auch wenn ich noch nicht genau wusste, was davon ungarisch war, was von Debussy oder aus anderen Quellen kam“.

Seither hat Steckel mit verschiedenen Cellisten, auch mit dem ungarisch-amerikanischen Altmeister Janós Starker, an dem Werk gearbeitet und sich mit dem musikhistorischen Hintergrund auseinandergesetzt – „das Wissen darum, woher eine Musik kommt, verstärkt diese telepathische Beziehung zum Publikum, man spielt einfach überzeugender.“

"Janós Starker etwa legte Wert darauf, „dass alle Anfänge konsonantisch sind, auch die langsamen. Man darf nie ‚säuseln‘. In dieser Musik kommt keine Kantilene aus dem Nichts, man muss immer klar sein, im Ausdruck wie in der Tongebung. Das Rhapsodische darf nicht dazu führen, dass man nur noch frei spielt. Rhythmische Präzision ist sehr wichtig ‑ sonst fischt man im Trüben, die Musik wird zur Gulaschsuppe...“
(aus dem Booklettext)

VÖ: 28. Juni 2019
     
   

ARMIDA QUARTETT · MOZART · Streichquartette Vol. 2


„Das Armida Quartett [hatte] eine außergewöhnliche Probe angesetzt.

Zusammen mit dem Musikwissenschaftler und Henle-Verlagsleiter Wolf-Dieter Seiffert geht das Ensemble im Schnelldurchlauf drei Streichquartette von Mozart durch. Und diesmal kommt es nicht so sehr auf Klangqualität, Spieltemperament und den großen Bogen an, wofür das Armida Quartett bekannt ist, sondern auf die Abstimmung zwischen philologischer Genauigkeit und Spielpraxis. . .

Nicht nur der Verlag profitiert von diesem neuen Modell eines Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis. Martin Funda, dem Primgeiger im Armida Quartett, sind viele Dinge klar geworden, die nicht unbedingt zum Kerngeschäft des Musizierens gehören: „etwa zu erfahren, wie damals die Arbeitsprozesse vom Autograf über Abschriften von Kopisten bis zum Erst- oder Zweitdruck abliefen, das war ja unglaublich aufwändig und für uns sehr interessant“.

Wobei sofort klar wird, dass jede moderne Ausgabe ein Kompromiss aus teils widersprüchlichen Quellen ist. Die vielbeschworene „Fassung letzter Hand“ ‒ sie existierte vielleicht für einen egomanen Perfektionisten des 20. Jahrhunderts wie Karlheinz Stockhausen, selten aber für pragmatisch denkende Genies wie Bach Bach oder Mozart….. "
(Auszug aus dem Booklet Text von Michael Struck-Schloen)


VÖ: 28. Juni 2019
     
   

FRANZISKA HÖLSCHER, Violine  · SEQUENZA  · Berio · Schumann · Biber · Sciarrino

SEVERIN VON ECKARDSTEIN, Klavier

TRAUER, TOD und ZUVERSICHT

Franziska Hölscher über die Freiheit der Komponisten und die Schwierigkeiten des Interpreten

Felix Schmidt [FS]: ..."Sie haben mit ihrer CD auf populäre Bedürfnisse keine Rücksicht genommen. Nach welchen Gesichtspunkten haben Sie das Programm ausgesucht?

Franziska Hölscher [FH]: Popularität hin oder her - das ist für mich kein Kriterium. Mein Anliegen ist es, diese Werke, die für mich zu den bedeutendsten Kompositionen ihrer jeweiligen Epoche gehören, in das Bewusstsein der Zuhörer zu rücken.

FS: Das ist ja auch eine Form von Popularisierung.

FH: Wenn Sie so wollen, ja. Bei der Konzeption meiner Konzertprogramme geht es mir jedenfalls immer darum, Zusammenhänge und Dialoge zu schaffen: Die Moderne aus dem Blickwinkel der Alten Musik zu beleuchten, und das Moderne im Alten zu finden.

Ausgangspunkt meiner Auswahl war die Sequenza von Berio, die als eines der zentralen Werke der Violinliteratur des 20. Jahrhunderts einen entscheidenden Platz in meinem Repertoire einnimmt und mir sehr am Herzen liegt. Dieses Werk begleitet mich nun schon seit vielen Jahren und eröffnet mir immer wieder neue Klangwelten. . ."
(aus dem Booklettext/Interview)


VÖ: 14. Juni 2019
     
   

KATHARINA THALBACH, Rezitation · FEININGER TRIO

…O SINK HERNIEDER, NACHT DER LIEBE

"Dieses Motiv aus Wagners Tristan und Isolde gibt musikalisch wie thematisch den Ton an für die
Auswahl der Kompositionen und Gedichte des zum ersten Mal bei den Osterfestspielen Baden-Baden aufgeführten Programms des Feininger Trios. Liebe und Tod.

Es heißt bei der Auswahl der Gedichte einen Klang, einen Ton zu finden, der die Musik von Schuberts Notturno und Chopins Klaviertrio op. 8 aufnimmt und lyrisch mit der Musik in einen Dialog treten kann.

Wie überhaupt ist dieses grosse Thema zu greifen? Wie Sprache mit Musik in Beziehung zu setzen? Wie unterliegt Sprache nicht der Musik und wie können Gedichte eine eigene Geschichte erzählen und gleichzeitig der Musik, die doch die Voraussetzung für das musikalisch-poetische Programm ist, dienen?

Mit dem Anfang anfangen: Nach Schuberts Adagio, später umbenannt in Notturno, wird das Thema Liebe buchstabiert mit dem Gedicht von Ingeborg Bachmann Erklär mir Liebe und mit Rilkes Liebes-Lied, das seine Metaphorik aus der Streichmusik bezieht. . . "
(Auszug aus dem Booklettext von Ines Landes)


VÖ: 14. Juni 2019
     
   

KÖLNER STREICHSEXTETT · GREAT BRITAIN – GREAT MUSIC
Sextette von Holst, Holbrooke und Bridge

"Ausgerechnet im Jahr 2017 – dem Jahr der Brexit- Verhandlungen in Großbritannien – machte uns der WDR den Vorschlag, eine CD mit Werken britischer Komponisten zu produzieren. Nomen est Omen – böse Zungen nannten uns fortan BREXTETT –aber wir machten uns an die Arbeit.

Sichteten kiloweise - meist schlecht lesbares - Stimmenmaterial, stellten teilweise aus Partituren der British Library überhaupt erst Einzelstimmen her und einigten uns nach langwieriger Recherche auf die wunderbaren Sextette von Holst, Holbrooke und Bridge.

 Schon bei der Probenarbeit wurde klar: Die Entscheidung war ein Glücksgriff, die Werke haben unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind begeistert von der Musik und konnten mit diesen Werken auch unser Konzertpublikum mitreißen (das Scherzo von Holst war sogar eine Uraufführung).

Nun sind wir im Jahr 2019, – in dem wir unser 20 jähriges Sextett-Jubiläum feiern und mit großer Freude diese CD präsentieren können. Ein Jubiläum ist auch immer ein guter Zeitpunkt um innezuhalten und den Werdegang Revue passieren zu lassen…"
(Auszug aus dem Booklettext von Guido Heldt)
 
VÖ: 14. Juni 2019
     
   

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