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SHEILA ARNOLD, Klavier

ECOUTEZ ! DEBUSSY · CAGE · TAKEMITSU

ZUM 100. TODESTAG VON CLAUDE DEBUSSY

Claude Debussy: Aufbrechen der harmonischen Funktionalität durch den Einfluss ostasiatischer und orientalischer Musik. …..

Takemitsu musste zunächst zu seiner eigenen Kultur Abstand genug finden um dann mit den Ohren eines westlichen Musikers, aus dem Blickwinkel eines John Cage beispielsweise, zu erkennen, dass die Jahrhunderte alte Kultur Japans die Wahrnehmung des einzelnen Tones, ohne Zugehörigkeit zu einer Reihe, als Klangkomplex schon längst verinnerlicht und damit gelebt hatte.

John Cage hat das menschliche Bedürfnis nach Klang und Stille quasi ad absurdum geführt. Die Ästhetik des „schönen“ Klangs hat sich sowohl über die Jahrhunderte innerhalb einer Kultur gewandelt als auch sich in verschiedenen Kulturen unterschiedlich entwickelt. In der westlichen Welt gibt es eine qualitative Unterscheidung zwischen Geräuschen und durch in Obertöne klar geordnete Klänge. Die Definition von „Dissonanz“ hat sich ebenfalls über die Jahrhunderte geändert. Und seit jeher besteht das Bedürfnis, die Dissonanz „auszukosten“ bevor man sie auflöst, ihr also bewusst zuhört und sie erlebt. . .

Wir werden in unserer Wahrnehmung bewusster und wenn wir Glück haben, überträgt sich dieses bewusste Zuhören auch darauf, wie wir anderen Menschen zuhören, ob sie sprechen oder nicht. Ich glaube, das ist derzeit nötiger denn je. Meinen Sie nicht?
Sheila Arnold


VÖ: 18. MAI 2018
     
   
ELNARA ISMAILOVA, Klavier

KARA KARAYEV · KLAVIERWERKE

ZUM 100. GEBURTSTAG VON KARA KARAYEV

Kara Karayev (aserbaidschanisch: Qara Qaraev) ist ein herausragender Komponist des 20. Jahrhunderts, dessen musikalisches Erbe weit über die Grenzen seiner Heimat Aserbaidschan anerkannt und gefeiert wird.

Der ergreifende, unvergessliche Ausdruck seiner Musik, narrativ und gleichzeitig singend in seinen Melodien, gemischt mit moderner, äußerst expressiver Harmonie, charakterisieren eine außergewöhnliche Komplexität seiner Kunst: Es entsteht eine Klangwelt, in die die Zuhörer eingebunden werden.

Die traditionelle aserbaidschanischen Form der Musik – Mugam -, und sein eng verwurzelter Bezug zu der nationalen Musik machen daraus eine spezifische Tonsprache.. .
(Aus dem Booklettext von Elnara Ismailova)

VIDEO www.pianonews.de


VÖ: 20. April 2018
     
   
SEBASTIAN NOACK, Bariton &  MANUEL LANGE , Klavier

HANS SOMMER · BALLADEN & ROMANZEN

Dass Hans Sommer (1837–1922; eigentlich Hans Friedrich August Zincken genannt Sommer), einer der Grundväter des modernen deutschen Musiker-Urheberrechts, auch komponierte, ist heute weitgehend unbekannt.

 Ersten Kompositionsunterricht hatte Sommer bereits in den 1850er-Jahren während seines Mathematik- und Physikstudiums in Göttingen bei Julius Otto Grimm und während eines längeren Berlin-Aufenthalts bei Adolf Bernhard Marx erhalten und seine Studien nach der Rückkehr in die Heimatstadt Braunschweig in den 1860er-Jahren bei Wilhelm Meves (1808–1871) fortgesetzt.

 Als Sommer sich 1881 47-jährig aus einer etablierten naturwissenschaftlichen Karriere (er hatte u. a. in der berühmten Kamerafirma Voigtländer gearbeitet) ins Privatleben zurückzog, um ganz seinen musikalischen Neigungen zu leben, befand sich die Musikgeschichte in einem deutlichen Umbruch. …..(Aus dem Booklettext von Jürgen Schaarwächter)

Wir freuen uns, dass durch die Wiederentdeckung Hans Sommers das Liedrepertoire um einen großen Schatz, der noch viele weitere spanndende „Geschichten“ bereithält, erweitert wird, und wir freuen uns, mit dieser Einspielung einen Beitrag zur Verbreitung dieses Schatzes leisten zu können.“ (Sebastian Noack & Manuel Lange)

VÖ: 20. April 2018
     
   
MARTIN KLETT, Klavier

GUASTAVINO · RACHMANINOFF

Weit entfernt und doch so nah

Es ist die Harmonik und die Virtuosität, die die Musik der beiden Komponisten Sergei Rachmaninoff und Carlos Guastavino miteinander verbindet.

 „Sie ähneln sich verblüffend in ihrer pianistischen Art, auch wenn sie augenscheinlich geographisch so weit voneinander entfernt gewirkt haben“, sagt Martin Klett, der bei beiden das romantische Element liebt - mal mit anziehender Schlichtheit, mal mit spieltechnisch anspruchsvoller Eleganz gepaart.

„Ich glaube nicht, dass man wirklich sagen könnte, diese Musik ist von Guastavino oder Rachmaninoff – es ist irgendwo dazwischen, und damit ein perfekter, ein fließender Übergang. Es ist genau das richtige Stück vor der Rachmaninoff-Sonate [Las Niñas].“

MARTIN KLETT hat sich in den vergangen Jahren als Klaviersolist und Kammermusiker einen Namen gemacht.

Seitdem er im Jahr 2008 beim Deutschen Musikwettbewerb und beim Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb als Sieger hervorging, ist er gern gesehener Gast internationaler Musikfestivals,

VÖ: 16. März 2018
     
   
ADAM FISCHER, Dirigent  · Düsseldorfer Symphoniker

GUSTAV MAHLER · Sinfonie Nr. 5

ADAM FISCHER zu MAHLERS 5. Sinfonie (aus dem Booklet)

Welche Bedeutung hat Mahlers Fünfte für Sie persönlich?

"Ich verbinde mit der Fünften, anders als mit manchen der anderen Mahler-Symphonien, keine persönliche Geschichte. Sie ist mir deswegen aber nicht weniger nah als die anderen, nur kann ich mein Verhältnis zu ihr schwerer in Worte fassen."

Es gibt eine Aufnahme von Mahlers eigener Interpretation des ersten Satzes dieser Symphonie, den er 1905 auf einem Welte-Mignon-Klavier gespielt hat. Beeinflusst Sie ein solches Dokument?

"Sicherlich. In dem Sinne, dass man Mahlers Intentionen verstehen, aber nicht ohne Verstand umsetzen soll. Es ist ein wichtiges Dokument für den Umgang mit Mahlers Tempovorschriften.
 Es gibt diese berühmten Zeitangaben von seinen Konzerten, nach denen vor allem das Adagietto eigentlich viel schneller gespielt werden musste, als man denkt . . . "



VÖ: 16. März 2018
     
   
GERNOT ADRION, Viola & YUKI INAGAWA, Klavier

BOWEN  · BRIDGE · DALE

ENGLISCHE VIOLAMUSIK um die Jahrhundertwende

„Wenn man den Begriff „englische Violamusik“ hört, hat man selbst als regelmäßiger Konzertbesucher oft keine Vorstellung davon, welche Art von Musik einen da erwarten könnte.

 Zwar haben sich auch hierzulande ein paar wenige sinfonische Werke von Elgar, Vaughan Williams oder Britten etabliert, aber Namen wie York Bowen (1884-1961), Benjamin Dale (1885-1943) oder auch Frank Bridge (1879-1941) sind bei uns im Grunde trotz ihres mitunter reichhaltigen Œuvres vollkommen unbekannt geblieben.

Dabei gehören die drei auf dieser CD vereinten Komponisten einer ganzen Generation von Musikern an, die in London um die Jahrhundertwende eine Epoche der Spätromantik und der klassischen Moderne begründete.

Allen dreien gemeinsam ist die Vorliebe für den Klang der Viola, deren dunkles und melancholisches Timbre in musikalischer Hinsicht die Fin-de-Siècle-Stimmung widerspiegelt, die zu dieser Zeit viele Künstler, Intellektuelle und Literaten erfasst hatte.
(Auszug aus dem Booklettext von Gernot Adrion)

VÖ: 16. Februar 2018

     
   
ANTJE WEITHAAS, Solovioline & Leitung · CAMERATA BERN

TCHAIKOVSKY
Violinkonzert D-Dur Op. 35 , Streichquartett No. 3 es-Moll

HERAUSFORDERUNG TCHAIKOVSKY

"Die Motivation, Tschaikowski aufzunehmen, war für mich mehrschichtig. Zuallererst: Ich liebe Tschaikowskis Musik und insbesondere diese beiden Werke. Das Violinkonzert wollte ich gern aus der virtuosen ‚Ecke’ herausholen. Es hat sich über die letzten Jahre in einigen Aspekten eine Tradition der Interpretation etabliert, die für mich nicht aus der Partitur ersichtlich ist und auch mit meiner Sicht auf den Komponisten und Menschen Tschaikowski nicht einhergeht. 

Es war für uns alle sehr spannend, uns dem Stück ‚neu’ zu nähern und unser aller Hör- und Spielerfahrung neu zu hinterfragen. Ich habe Tschaikowski seit dem Studium sehr häufig gespielt,   allerdings nicht mehr in den letzten zehn Jahren.

Wenn es um die Aufführung russischer Komponisten geht, werden deutsche Geiger ja nicht so häufig gefragt. Gibt es einen besseren Zeitpunkt, ein Stück quasi neu zu lernen? ..."
© Antje Weithaas November 2017

VÖ: 16. Februar 2018
 


NDR CD DER WOCHE  
     
   
CATHY KRIER, Klavier · DEBUSSY  · SZYMANOWSKI    (VINYL)

MASKIERTE IMPRESSIONISTEN

„Mit ihrem neuen Album wendet CATHY KRIER den programmatischen Ansatz ihrer bisherigen CDs auf originelle Weise ins Gegenteil. Stellte sie zuletzt scheinbar weit entfernte Pole wie Rameau und Ligeti oder Liszt und Berg/Schönberg gegenüber und entdeckte dabei verblüffende Querbezüge, so verfolgt die vorliegende Einspielung nun genau den umgekehrten Weg.

Auf den ersten Blick nämlich mögen sich Claude Debussy – der Erfinder des musikalischen Impressionismus – und der oft als „polnischer Impressionist“ bezeichnete Karol Szymanowski stilistisch sehr nah sein. Beide Komponisten verwenden sogar denselben Titel „Masques“ (Masken).

Cathy Krier betont aber, dass sie viel mehr an den Unterschieden interessiert sei, die sich in den etwa zeitgleich entstandenen Werken spiegeln. Zum reinen Hörgenuss tritt damit eine weitere, reizvolle ästhetische Ebene.“ (siehe auch Booklettext von Clemens Matuschek)

„Was Krier technisch vermag, wäre schon für sich genommen bewunderungswürdig. Aber erst, wie sie den Nervensträngen dieser Musik nachspürt, macht sie zu der bedeutenden Interpretin, als die sie zu gelten hat. Sensationell und unbedingt hörenswert!“ (Wiener Zeitung Oktober 2015)

VÖ: 19. Februar 2018
 


RONDO MAGAZIN
     
   
PRĚMYSL VOJTA, Hörner & TOBIAS KOCH, Klavier
BEETHOVEN  · SCHUMANN · KLEBE

METAMORPHOSIS

" Wir haben dieses Projekt keineswegs als lediglich instrumentale Herausforderung aufgefasst. Aufzeigen wollen wir vielmehr, wie sehr sich – ausgehend von instrumentalen Veränderungen – im Laufe der Zeit auch die kompositorische Sprache verändert.

Es ist ein weiter Weg von Beethovens Hornsonate, die noch ganz in der Klangsprache des ausgehenden 18. Jahrhunderts verankert ist, über Robert Schumanns romantischen Tonfall bis hin zu Giselher Klebes Veränderung von Beethovens sogenannter Mondscheinsonate – aus der ein virtuoses, in vielfache Richtungen hin gespiegeltes neues Werk entsteht.

Dass unser Programm damit wieder zu Beethoven zurück kehrt, der nun aber auf eine ganz andere Art erlebbar wird, ist kein Zufall: Neuartig-revolutionäre Elemente in Kompositions- wie Spieltechniken werden unmittelbar erfahrbar. . . "
© Přemysl Vojta und Tobias Koch, Juli 2017

VÖ: 16. Februar 2018
     
   
DUO GURFINKEL
Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus, Evan Alexis Christ, Dirigent

CONCERTANTE

"Für die Aufnahme haben wir ein breites Repertoire an Stücken gewählt, die uns seit Jahren am Herzen liegen. Diese CD stellt die Synthese unseres intensiven Einsatzes für die Kunst und unserer Liebe zur Musik dar. . .

ALEXANDER & DANIEL GURFINKEL werden ungeachtet ihres noch jugendlichen Alters schon in einem Atemzug mit großen Kollegen mehrenteils russisch-jüdischer Abstammung genannt, deren Klarinettenspiel eine Ära des Jazz und auch der klassischen Musik im 20. Jahrhundert unverwechselbar geprägt hat:
Artie Shaw, Charles Neidich, Woody Herman, Benny Goodman, Giora Feidman – die Reihe ließe sich fortsetzen……(Aus dem Booklet)

VÖ: 16. Februar 2018
     
   
NICOLAI PFEFFER, Klarinette & FELIX WAHL, Klavier
BRAHMS  ·  Klarinettensonaten Op. 120, Klavierstücke Op. 119

Ein unerschöpflicher Kosmos

„Mit den Opera 119 und 120 werden Brahms‘ letztes Klavierwerk und Kammermusikwerk unmittelbar gegenüberstellt. Zwei in Brahms‘ Ouevre ganz zentrale Gattungen also, deren Schlusspunkt in diesen Werken unüberhörbar ist.

 Dabei offenbart sich in beiden Werken bei großer Gegensätzlichkeit der Form (Sonate gegenüber kurzen Stücken) gleichermaßen der unerschöpfliche Kosmos eines ganzen Komponistenlebens.

Zwischen den beiden monumentalen von intensiven Dialogen geprägten Sonaten richten die monologischen Klavier-Intermezzi gewissermaßen den Blich nach innen.“ (Die Künstler)

VÖ: 19. Januar 2018
 
     
   
EDITION KLAVIER-FESTIVAL RUHR Vol. 36

"THE AMERICAS" UND EIN NEUES MELODRAM  ·
Live Recordings 2017 · KFR Vol. 36 (3 CDs)


„Es war mir ein Anliegen, im Jahr des 80. Geburtstages von Philip Glass und angesichts der aktuellen weltpolitischen Situation an den kulturellen Reichtum der Neuen Welt und die humanistischen Werte der dort behei­ mateten Künstler zu erinnern.

Deshalb stand beim Klavier-Festival Ruhr 2017 unter dem Motto „The Americas“ die Musik des Doppelkontinentes im Mittelpunkt. Dieser Schwerpunkt spiegelt sich auch auf unserer dies­ jährigen Jahres-CD wider. . . "
 (Franz Xaver Ohnesorg, Booklet Vorwort)


VÖ: 19. Januar 2018
 
     
   
CATHY KRIER, Klavier · DEBUSSY  · SZYMANOWSKI    (VINYL)

Maskierte Impressionisten

„Mit ihrem neuen Album wendet CATHY KRIER den programmatischen Ansatz ihrer bisherigen CDs auf originelle Weise ins Gegenteil. Stellte sie zuletzt scheinbar weit entfernte Pole wie Rameau und Ligeti oder Liszt und Berg/Schönberg gegenüber und entdeckte dabei verblüffende Querbezüge, so verfolgt die vorliegende Einspielung nun genau den umgekehrten Weg.

Auf den ersten Blick nämlich mögen sich Claude Debussy – der Erfinder des musikalischen Impressionismus – und der oft als „polnischer Impressionist“ bezeichnete Karol Szymanowski stilistisch sehr nah sein. Beide Komponisten verwenden sogar denselben Titel „Masques“ (Masken).

Cathy Krier betont aber, dass sie viel mehr an den Unterschieden interessiert sei, die sich in den etwa zeitgleich entstandenen Werken spiegeln. Zum reinen Hörgenuss tritt damit eine weitere, reizvolle ästhetische Ebene.“ (siehe auch Booklettext von Clemens Matuschek)

„Was Krier technisch vermag, wäre schon für sich genommen bewunderungswürdig. Aber erst, wie sie den Nervensträngen dieser Musik nachspürt, macht sie zu der bedeutenden Interpretin, als die sie zu gelten hat. Sensationell und unbedingt hörenswert!“ (Wiener Zeitung Oktober 2015)


VÖ: 19.Februar 2018
 
     
   
SARAH WEGENER, Sopran & GÖTZ PAYER, Klavier  . . . INTO THE DEEPEST SEA !  LIEDER

Erstes Solo Recital (aus ihrem Booklet Text)

„Warum sollte man heute noch eine CD mit Kunstliedern aufnehmen?
Von verschiedenen Seiten hört man immer wieder, dass das Kunstlied in einer Krise steckt, und dass das klassische Format eines Liederabends nicht mehr zeitgemäß sei, und somit kein Publikum mehr findet.

Im Bewusstsein vieler Menschen scheint der Gattung Kunstlied ein elitärer, verstaubter und artifizieller Mief anzuhaften. Woher kommt das?

Das Singen an sich kann nicht das Problem sein. Gesungen wird glücklicher Weise immer noch vielerorts: In Kindergärten, Schulen, Chören, unter der Dusche und in Casting Shows. Was wäre also natürlicher, als das Singen von Liedern?

Vielleicht wäre es besser, den Begriff „Kunstlied“ zu vermeiden. Es haftet zu viel Künstlichkeit an ihm. Oder liegt es an den teilweise 200 Jahre alten Texten der Lieder?

Wir können jedenfalls die eingangs gestellte Frage nach dem „Warum?“ für uns klar beantworten: die Lieder und Texte haben nichts an Aktualität verloren, und berühren Hörer wie Ausführende tief. Kurz gesagt – das „Lied“ lebt!


VÖ: 17. November 2017  
 
     
   
ADAM FISCHER, Dirigent · GUSTAV MAHLER · Sinfonie Nr. 1
Düsseldorfer Symphoniker

„Ich freue mich sehr, mit den Düsseldorfer Symphonikern sämtliche Symphonien Gustav Mahlers
musizieren und aufnehmen zu dürfen. Es wird zweifellos ein ganz besonderer Mahler werden. Denn ich strebe mit jedem Orchester an, einen anderen Mahler zu machen – einen, der sich aus der Zusammenarbeit lebendig ergibt. ………

29 Jahre war Gustav Mahler alt, als seine Erste Symphonie uraufgeführt wurde. Ich fühle mich
diesem 29jährigen Mahler, der damals Direktor der Ungarischen Staatsoper in Budapest war, aus ganz persönlichen Gründen sehr nah verbunden. 120 Jahre später sollte nämlich auch ich
Generalmusikdirektor dieses Opernhauses werden. Und wir beide haben nach zweieinhalb Jahren
das Haus fluchtartig verlassen...

Noch eine persönliche Erinnerung an meine erste Erste möchte ich noch erzählen. Ich habe Mahlers Musik überhaupt zum ersten Mal live mit der Ersten Symphonie erlebt. Das war in Wien, und ich war 19 Jahre alt. Es war auch ein prägendes Erlebnis. . ."
 (aus seinem Booklet Text)

VÖ: 17. November 2017  
 
     
   
CAPELLA CRACOVIENSIS, JAN TOMASZ ADAMUS, Dirigent
SCHUBERT · CHOPIN

„Original Instrumente“ aus Polen

Die CAPELLA CRACOVIENIS wird 1970 aufgrund einer Initiative des damaligen Direktors der
Krakauer Philharmonie, Jerzy Katlewicz gegründet. Er gab das Ziel aus, die Capella sollte Repertoire vom Barock bis zu Stanisław Gałonski spielen können.

Über die Jahre hat sich das Orchester selbständig gemacht; seit 2008 gibt es mit Jan Tomasz Adamus einen künstlerischen Leiter.

Das Repertoire streckt sich von der Renaissance Polyphonie bis zur romantischen Oper, jeweils gespielt auf dem zeitgenössischen Instrumentarium in historischer Aufführungspraxis. Durch die starke und solide Unterstützung der Stadt Krakow ist es dem Orchester möglich, kompromisslos Projekte auf allerhöchster künstlerischer Ebene zu realisieren.

Das CC wird häufig zu großen Festivals eingeladen (Bach-Fest Leipzig, Schwetzingen, Händel
Festspiele Halle, Haydn Festspiele Brühl, Opéra Royal Versailles, Theater an der Wien, NOSPR
Katowice, Szczecin Philharmonic) und war letzthin auch zu Gast In Brüssel, Gent, Lvov (Lemberg), Riga, Tallinn, Jeriwan, Tiflisi und Kiew.

VÖ: 17. November 2017  
 
     
   
PAULINE SACHSE,  Viola & ANDREAS HECKER, Cembalo

VIOLA GALANTE

„….Originalkompositionen für Bratsche als Solo-Instrument finden sich in der Zeit vor 1775 ausgesprochen selten.
Die Ursachen sind vielfältig und reichen weit in die Vergangenheit zurück. Die Bratsche spielte im Ensemble als Mittelstimmen-Instrument zumeist eine untergeordnete Rolle und die „Bratschisten-Posten“ in höfischen und städtischen Diensten waren während des 18. Jahrhunderts im Allgemeinen sowohl qualitativ als auch quantitativ mangelhaft besetzt – was nicht zuletzt der knappen Vergütung geschuldet war.

Die Bedeutung der Bratsche im Stimmsatz wurde von Johann Mattheson (1681–1764) erstmals 1713 herausgestellt, indem er bemerkt, dass ohne sie alles dissonieren würde, und auch Johann Philipp Eisel (1698–1763) charakterisiert die Viola 1738 treffend als das „Eingeweyde der Music“.
(Auszug aus dem Booklet)

VÖ: 13. Oktober 2017  
 
     
   
MENAHEM PRESSLER, Klavier KIMBO IISHI , Dirigent
Magdeburgische Philharmonie

MOZART  · Piano Concertos Nos 23 & 27

„Die Klavierkonzerte von Mozart hat er so oft gespielt, dass gerade diese zu den genannten zählen, mit denen Pressler viel Zeit in seinem Leben verbracht hat. Und so fügte es sich, dass für Pressler wie für die Musiker der Magdeburger Philharmonie ein lang gehegter Wunsch wahr wurde: Im Mai und im Dezember 2016 trat Pressler in seiner Geburtsstadt als Solist auf.

Und er hatte das B-Dur-Konzert KV 595, das letzte aus Mozarts Feder, im Mai aufgeführt und im Dezember dann das Klavierkonzert A-Dur KV 488.

Pressler zu Mozart: „Bei Mozart gibt es keine leere Passage. Aber oftmals spielen die Musiker eine Passage einfach, weil sie sie gut spielen können, und sind damit zufrieden. Aber wenn sie keinen Inhalt hat, dann werde ich unnachgiebig. Es ist schwer, alles richtig zu phrasieren. Ich bin also immer noch genauso kritisch wie früher. Erst mit mir selbst, dann mit meinen Mitspielern.“
(Auszug aus dem Booklet)


VÖ: 13. Oktober 2017  
 
     
   
   
   

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