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SARAH WEGENER, Sopran & GÖTZ PAYER, Klavier  . . . INTO THE DEEPEST SEA !  LIEDER

Erstes Solo Recital (aus ihrem Booklet Text)

„Warum sollte man heute noch eine CD mit Kunstliedern aufnehmen?
Von verschiedenen Seiten hört man immer wieder, dass das Kunstlied in einer Krise steckt, und dass das klassische Format eines Liederabends nicht mehr zeitgemäß sei, und somit kein Publikum mehr findet.

Im Bewusstsein vieler Menschen scheint der Gattung Kunstlied ein elitärer, verstaubter und artifizieller Mief anzuhaften. Woher kommt das?

Das Singen an sich kann nicht das Problem sein. Gesungen wird glücklicher Weise immer noch vielerorts: In Kindergärten, Schulen, Chören, unter der Dusche und in Casting Shows. Was wäre also natürlicher, als das Singen von Liedern?

Vielleicht wäre es besser, den Begriff „Kunstlied“ zu vermeiden. Es haftet zu viel Künstlichkeit an ihm. Oder liegt es an den teilweise 200 Jahre alten Texten der Lieder?

Wir können jedenfalls die eingangs gestellte Frage nach dem „Warum?“ für uns klar beantworten: die Lieder und Texte haben nichts an Aktualität verloren, und berühren Hörer wie Ausführende tief. Kurz gesagt – das „Lied“ lebt!


VÖ: 17. November 2017  
 
     
   
ADAM FISCHER, Dirigent · GUSTAV MAHLER · Sinfonie Nr. 1
Düsseldorfer Symphoniker

„Ich freue mich sehr, mit den Düsseldorfer Symphonikern sämtliche Symphonien Gustav Mahlers
musizieren und aufnehmen zu dürfen. Es wird zweifellos ein ganz besonderer Mahler werden. Denn ich strebe mit jedem Orchester an, einen anderen Mahler zu machen – einen, der sich aus der Zusammenarbeit lebendig ergibt. ………

29 Jahre war Gustav Mahler alt, als seine Erste Symphonie uraufgeführt wurde. Ich fühle mich
diesem 29jährigen Mahler, der damals Direktor der Ungarischen Staatsoper in Budapest war, aus ganz persönlichen Gründen sehr nah verbunden. 120 Jahre später sollte nämlich auch ich
Generalmusikdirektor dieses Opernhauses werden. Und wir beide haben nach zweieinhalb Jahren
das Haus fluchtartig verlassen...

Noch eine persönliche Erinnerung an meine erste Erste möchte ich noch erzählen. Ich habe Mahlers Musik überhaupt zum ersten Mal live mit der Ersten Symphonie erlebt. Das war in Wien, und ich war 19 Jahre alt. Es war auch ein prägendes Erlebnis. . ."
 (aus seinem Booklet Text)

VÖ: 17. November 2017  
 
     
   
CAPELLA CRACOVIENSIS, JAN TOMASZ ADAMUS, Dirigent
SCHUBERT · CHOPIN

„Original Instrumente“ aus Polen

Die CAPELLA CRACOVIENIS wird 1970 aufgrund einer Initiative des damaligen Direktors der
Krakauer Philharmonie, Jerzy Katlewicz gegründet. Er gab das Ziel aus, die Capella sollte Repertoire vom Barock bis zu Stanisław Gałonski spielen können.

Über die Jahre hat sich das Orchester selbständig gemacht; seit 2008 gibt es mit Jan Tomasz Adamus einen künstlerischen Leiter.

Das Repertoire streckt sich von der Renaissance Polyphonie bis zur romantischen Oper, jeweils gespielt auf dem zeitgenössischen Instrumentarium in historischer Aufführungspraxis. Durch die starke und solide Unterstützung der Stadt Krakow ist es dem Orchester möglich, kompromisslos Projekte auf allerhöchster künstlerischer Ebene zu realisieren.

Das CC wird häufig zu großen Festivals eingeladen (Bach-Fest Leipzig, Schwetzingen, Händel
Festspiele Halle, Haydn Festspiele Brühl, Opéra Royal Versailles, Theater an der Wien, NOSPR
Katowice, Szczecin Philharmonic) und war letzthin auch zu Gast In Brüssel, Gent, Lvov (Lemberg), Riga, Tallinn, Jeriwan, Tiflisi und Kiew.

VÖ: 17. November 2017  
 
     
   
PAULINE SACHSE,  Viola & ANDREAS HECKER, Cembalo

VIOLA GALANTE

„….Originalkompositionen für Bratsche als Solo-Instrument finden sich in der Zeit vor 1775 ausgesprochen selten.
Die Ursachen sind vielfältig und reichen weit in die Vergangenheit zurück. Die Bratsche spielte im Ensemble als Mittelstimmen-Instrument zumeist eine untergeordnete Rolle und die „Bratschisten-Posten“ in höfischen und städtischen Diensten waren während des 18. Jahrhunderts im Allgemeinen sowohl qualitativ als auch quantitativ mangelhaft besetzt – was nicht zuletzt der knappen Vergütung geschuldet war.

Die Bedeutung der Bratsche im Stimmsatz wurde von Johann Mattheson (1681–1764) erstmals 1713 herausgestellt, indem er bemerkt, dass ohne sie alles dissonieren würde, und auch Johann Philipp Eisel (1698–1763) charakterisiert die Viola 1738 treffend als das „Eingeweyde der Music“.
(Auszug aus dem Booklet)

VÖ: 13. Oktober 2017  
 
     
   
MENAHEM PRESSLER, Klavier KIMBO IISHI , Dirigent
Magdeburgische Philharmonie

MOZART  · Piano Concertos Nos 23 & 27

„Die Klavierkonzerte von Mozart hat er so oft gespielt, dass gerade diese zu den genannten zählen, mit denen Pressler viel Zeit in seinem Leben verbracht hat. Und so fügte es sich, dass für Pressler wie für die Musiker der Magdeburger Philharmonie ein lang gehegter Wunsch wahr wurde: Im Mai und im Dezember 2016 trat Pressler in seiner Geburtsstadt als Solist auf.

Und er hatte das B-Dur-Konzert KV 595, das letzte aus Mozarts Feder, im Mai aufgeführt und im Dezember dann das Klavierkonzert A-Dur KV 488.

Pressler zu Mozart: „Bei Mozart gibt es keine leere Passage. Aber oftmals spielen die Musiker eine Passage einfach, weil sie sie gut spielen können, und sind damit zufrieden. Aber wenn sie keinen Inhalt hat, dann werde ich unnachgiebig. Es ist schwer, alles richtig zu phrasieren. Ich bin also immer noch genauso kritisch wie früher. Erst mit mir selbst, dann mit meinen Mitspielern.“
(Auszug aus dem Booklet)


VÖ: 13. Oktober 2017  
 
     
   
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ANTJE WEITHAAS, Geige · BACH & YSAŸE Vol. 3

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Für Bach schwärmen – und Ysaÿe entdecken Vol. 3

Teil III von Antje Weithaas‘ Trilogie mit Werken der jeweiligen Zyklen.

Es war die Idee von Antje Weithaas, die jeweils sechs Solosonaten, bzw. -partiten von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe gemeinsam einzuspielen. „Die Bachwerke sind einigermaßen bekannt“ sagt sie. „Aber die von Ysaÿe? Er wird immer in die Virtuosen-Ecke gestellt, aber er ist ein ernstzunehmender Komponist!“ Nun also Folge 3!

 Als Bach 1703 in Weimar am Hofe engagiert wurde, begann er mit der Komposition seiner ersten von insgesamt sechs Sonaten und Partiten für Violine solo ohne Basso continuo, die er 1720 – dann schon an den Köthener Hof gewechselt – in einer seiner kalligraphisch schönsten Handschrift für den eigenen Gebrauch, zur Präsentation seines Könnens, zusammenfasste.

Er setzte sorgfältig Verzierungen und Bogenstriche in die Noten, bedachte günstige Stellen zum Umblättern. Diese Seiten fertigte er während eines Kuraufenthaltes Fürst Leopolds in Karlsbad an, denn der Fürst wollte in dieser Zeit nicht auf seine Musiker verzichten, und so reisten diese mit ihm und spielten auch vor Ort.

 „Was für ein Glück für uns Geiger!“, sagt Antje Weithaas, die den genauen Anweisungen des Komponisten folgt. „Ich habe alle Triller und Originalstriche genommen und nichts einfacher gemacht, nie die geigerische Bequemlichkeit bedient, denn nur so entsteht eine ganz gewisse Spritzigkeit.“ (Auszug aus dem exklusiven Booklettext)

VÖ: 15. September 2017  
 
     
   
CATHY KRIER, Klavier · DEBUSSY  · SZYMANOWSKI

Maskierte Impressionisten

„Mit ihrem neuen Album wendet CATHY KRIER den programmatischen Ansatz ihrer bisherigen CDs auf originelle Weise ins Gegenteil. Stellte sie zuletzt scheinbar weit entfernte Pole wie Rameau und Ligeti oder Liszt und Berg/Schönberg gegenüber und entdeckte dabei verblüffende Querbezüge, so verfolgt die vorliegende Einspielung nun genau den umgekehrten Weg.

Auf den ersten Blick nämlich mögen sich Claude Debussy – der Erfinder des musikalischen Impressionismus – und der oft als „polnischer Impressionist“ bezeichnete Karol Szymanowski stilistisch sehr nah sein. Beide Komponisten verwenden sogar denselben Titel „Masques“ (Masken).

Cathy Krier betont aber, dass sie viel mehr an den Unterschieden interessiert sei, die sich in den etwa zeitgleich entstandenen Werken spiegeln. Zum reinen Hörgenuss tritt damit eine weitere, reizvolle ästhetische Ebene.“ (siehe auch Booklettext von Clemens Matuschek)

„Was Krier technisch vermag, wäre schon für sich genommen bewunderungswürdig. Aber erst, wie sie den Nervensträngen dieser Musik nachspürt, macht sie zu der bedeutenden Interpretin, als die sie zu gelten hat. Sensationell und unbedingt hörenswert!“ (Wiener Zeitung Oktober 2015)


VÖ: 15. September 2017  
 
     
   
BEETHOVEN TRIO BONN · GEORGY SVIRIDOV

CD-TIPP  BR Klassik Logo

EIN FREUND UND ZEITGENOSSE SHOSTAKOVICHS


"Seine musikalischen Höchstleistungen werden vor allem mit seinen Werken für Menschenstimme bzw. Stimmen verbunden, nämlich mit Romanzen, Kantaten, Oratorien und Kirchengesängen. Swiridows instrumentale Kammermusik ist weniger bekannt, sie stellt aber ein wertvoller - und ein integraler! - Teil seines musikalischen Nachlasses.

Unterscheidet man nach Boetius
zwischen drei Musikarten, so lässt es sich nicht überhören, wie die musica humana in Swiridows musica instrumentalis lebt, ja wie daraus ein Ganzes entsteht, deckungsgleich mit dem konventionellen Begriff der musica mundanа, alias Weltmusik.

Das ist nicht die heutige musica
universalis, gezeugt durch die kulturelle Globalisierung, – nein, Swiridow war ein durchaus bodenständiger, authentischer russischer Komponist.
Das bestätigt nur die alte Wahrheit: Die Welt interessiert sich dann für einen Künstler, wenn seine Kunst in der Volkskultur ihre Wurzeln hat. . . "
( aus dem Booklettext von Iossif Rajsskin)

VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
VLADIMIR STOUPEL, Klavier
MIKHAIL GLINKA · Variationen für Klavier

DAS UNBEKANNTE RUSSLAND

„Es war für mich eine große Freude, das Programm der vorliegenden CD zusammenzustellen und aufzunehmen.

 Die Idee hinter dem Programm war zweierlei: einerseits sind es Variationszyklen (mit Ausnahme des Rondo brillante über ein Thema aus der Oper „I Capuleti ed i Montecchi“ von Bellini), andererseits zeichnet die chronologische Folge der Werke eine spannende Entwicklung der kompositorischen Technik Glinkas nach, sowie auch den Umgang seiner Nachfolger mit dem, was er erfunden hatte:

die „Glinkasche Variation”, bei der das Thema oder ihr Struktur meist unverändert bleibt, aber die Begleitstimmen dafür umso stärker variiert werden.)"……
(Aus dem Booklettext von Vladimir Stoupel)


VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
ADAM FISCHER, Dirigent, HANNA-ELISABETH MÜLLER, Sopran
Düsseldorfer Symphoniker

GUSTAV MAHLER · Sinfonie Nr. 4 G-Dur

ADAM FISCHER zu MAHLER

„Ich freue mich sehr, mit den Düsseldorfer Symphonikern sämtliche Symphonien Gustav Mahlers musizieren und aufnehmen zu dürfen. Es wird zweifellos ein ganz besonderer Mahler werden. Denn ich strebe mit jedem Orchester an, einen anderen Mahler zu machen – einen, der sich aus der Zusammenarbeit lebendig ergibt. …

Die Vierte ist Mahlers durchsichtigste und lyrischste Symphonie, gleichsam seine Kammersymphonie. Wahrscheinlich auch wegen ihres äußerlich kleineren Formats hat sie eine ganz eigenwillige,widersprüchliche Rezeption erfahren: Auch in einer Zeit, in der Mahlers Musik für das große Publikum international praktisch unbekannt war, blieb die Vierte relativ populär. . .

Stilistisch ist sie für mich eine ganz besondere Herausforderung, die mich sehr reizt. Sie ist die „Pastorale“ von Mahler. . . "
(aus seinem Vorwort zum Booklet)

VÖ: 18. August 2017  
 
     

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