VOLKER HEMPFLING studierte zunächst Kirchenmusik, Orgel, Orchesterleitung und Gesang in Herford und Köln. 1968 rief er die KÖLNER KANTOREI ins Leben. Von 1972 bis 1997 wirkte er als Domorganist, Kantor, Kirchenmusikdirektor und Leiter der Domkantorei der Evangelischen Kirchengemeinde Altenberg.
Parallel leitete er zwischen 1983 und 1994 den Gürzenich-Chor Köln. Von 1985 bis 1993 war er als Professor für Chorleitung an der Musikhochschule des Saarlandes tätig; 1993 nahm er den Ruf der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf an, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 auch die Leitung der Abteilung Evangelische Kirchenmusik innehatte.
Neben seiner intensiven Chorarbeit ist Volker Hempfling ein international gefragter Dirigent und Dozent. Zudem ist er Juror bei bedeutenden Chorwettbewerben.
 
Seit mehr als dreißig Jahren erarbeitet die KÖLNER KANTOREI vielfältige anspruchsvolle Chorliteratur - hauptsächlich A-cappella-Werke - vom Barock bis zur Gegenwart. Der aus Laiensängern bestehende Chor hat in den letzten Jahren einen spezifischen Ensembleklang entwickelt, der immer wieder von der Kritik besonders hervorgehoben wird.
Die Programmgestaltung der Kölner Kantorei konzentriert sich vornehmlich auf die Interpretation inhaltlich verknüpfter Werke. In diesem Zusammenhang sind Programme wie „Europäische Kirchenmusik in Form einer Messe“, „Das Buch der Psalmen“ oder „Lux aeterna“ entstanden.
Die Kantorei gastierte in zahlreichen Ländern Europas, den USA, in Israel und Russland und nahm mehrfach erfolgreich an internationalen Chorwettbewerben teil. Im Dezember 2000 wirkte der Chor zusammen mit acht weiteren Chören aus der ganzen Welt beim Festival „Bethlehem 2000“ mit und folgte im Herbst 2002 mit der Messe von Frank Martin der Einladung zum renommierten Festival „Voci d’Europa“ in Porto Torres, Sardinien. Zahlreiche Schallplatten, CD- und Rundfunkproduktionen dokumentieren die Arbeit der Kölner Kantorei.

1991 gründete sich die JOHANN-CHRISTIAN-BACH-AKADEMIE und zählt heute zu den gefragtesten Spezial-Ensembles für Alte Musik. Sie widmet sich vorwiegend der Interpretation des (früh-) klassischen Repertoires sowie der Wiederaufführung vergessener Werke. Die Akademie-Mitglieder, allesamt ausgewiesene Kammermusiker, sammelten jahrelange Erfahrungen in europäischen Spitzen-Ensembles, etwa der Musica Antiqua Köln, der Chapelle Royale Paris oder bei den English Baroque Soloists. Im Bachjahr 2000 begleitete die Akademie sämtliche große Chorwerke des Komponisten in mehreren Zyklen.

KLAUS MERTENS (Bassbariton) studierte Musik und Pädagogik. Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Else Bischof-Bornes, Jakob Stämpfli und Peter Massmann. Er zählt zu den gefragtesten internationalen Konzertsängern und gilt als profilierter Interpret insbesondere der barocken Oratorienliteratur. Er arbeitet u.a. mit zahlreichen renommierten Dirigenten, darunter Frans Brüggen, Gustav Leonhardt und Nicolas Harnoncourt und so bedeutenden Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam und dem Chicago Symphony Orchestra. Derzeit arbeitet er gemeinsam mit Ton Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra an einer Gesamteinspielung der Bach-Kantaten.

GERD TÜRK (Tenor) begann seine musikalische Karriere bei den Limburger Domsingknaben. Nach dem Studium der Musikerziehung, Kirchenmusik und Chorleitung in Frankfurt am Main vertiefte er seine Gesangsausbildung bei Richard Levitt und René Jacobs und zählt heute zu den führenden Bach-Interpreten. In der Rolle des Evangelisten arbeitete er mit nahezu sämtlichen namhaften Dirigenten der Alten Musik zusammen. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn ins europäische Ausland, nach Australien, Amerika, Asien und Japan. Seit 2000 unterrichtet er Barockgesang an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel.

PETER BRECHBÜHLER (Bariton) studierte zunächst Schulmusik, Chorleitung und Gesang in Luzern und setzte sein Gesangsstudium bei Udo Reinemann an der Musikhochschule Utrecht fort. Nach seinem Solistendiplom gastierte er an verschiedenen Opernhäusern Europas, darunter in Prag, Lyon und von 1992 bis 1996 am Luzerner Theater. Neben zahlreichen Liederabenden im In- und Ausland führten ihn Festivalverpflichtungen und Tourneen nach Japan, in die USA und nach Russland. Peter Brechbühler ist Professor für Sologesang an der Musikhochschule Luzern.

RUTH SANDHOFF (Alt) schloss zunächst ihr Flöten-Studium ab und wandte sich danach dem Sologesang zu. Ihre Ausbildung absolvierte sie in Köln und Freiburg u. a. bei Ingeborg Most. Seit ihrem Abschluss erhielt sie zahlreiche Einladungen zu namhaften Festivals im In- und Ausland, Gastverträge verpflichteten sie an die Oper Leipzig, an das Hessische Staatstheater und an die Kölner Oper. Ruth Sandhoff wirkte bei etlichen CD-, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland mit.

EVA MARIA LEONARDY (Sopran) schloss nach ihrem Violin-Examen ein Gesangsstudium bei Siegmund Nimsgern an. Auf weiteren Stationen ihrer Studienzeit arbeitete sie mit Christiane Hampe in Karlsruhe und besuchte verschiedene Meisterkurse, u. a. bei Barbara Schlick und Christoph Prégardien. Ihr heutiger interpretatorischer Schwerpunkt liegt auf der Alten Musik. Sie leitet neben ihrer Solistentätigkeit ein eigenes Gesangsstudio und arbeitet als Stimmbildnerin der Kinder- und Jugendkantorei am Trierer Dom sowie im Bischöflichen Priesterseminar Trier.
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