facebook
HOME  LABEL COACHING  KONTAKT       d | e
NEWS CAvi-music                                              
 

ABONNIEREN SIE UNSEREN YOUTUBE CHANNEL    youtube


   
BEETHOVEN TRIO BONN · GEORGY SVIRIDOV

EIN FREUND UND ZEITGENOSSE SHOSTAKOVICHS


"Seine musikalischen Höchstleistungen werden vor allem mit seinen Werken für Menschenstimme bzw. Stimmen verbunden, nämlich mit Romanzen, Kantaten, Oratorien und Kirchengesängen. Swiridows instrumentale Kammermusik ist weniger bekannt, sie stellt aber ein wertvoller - und ein integraler! - Teil seines musikalischen Nachlasses.

Unterscheidet man nach Boetius
zwischen drei Musikarten, so lässt es sich nicht überhören, wie die musica humana in Swiridows musica instrumentalis lebt, ja wie daraus ein Ganzes entsteht, deckungsgleich mit dem konventionellen Begriff der musica mundanа, alias Weltmusik.

Das ist nicht die heutige musica
universalis, gezeugt durch die kulturelle Globalisierung, – nein, Swiridow war ein durchaus bodenständiger, authentischer russischer Komponist.
Das bestätigt nur die alte Wahrheit: Die Welt interessiert sich dann für einen Künstler, wenn seine Kunst in der Volkskultur ihre Wurzeln hat. . . "
( aus dem Booklettext von Iossif Rajsskin)

VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
VLADIMIR STOUPEL, Klavier
MIKHAIL GLINKA · Variationen für Klavier

DAS UNBEKANNTE RUSSLAND

„Es war für mich eine große Freude, das Programm der vorliegenden CD zusammenzustellen und aufzunehmen.

 Die Idee hinter dem Programm war zweierlei: einerseits sind es Variationszyklen (mit Ausnahme des Rondo brillante über ein Thema aus der Oper „I Capuleti ed i Montecchi“ von Bellini), andererseits zeichnet die chronologische Folge der Werke eine spannende Entwicklung der kompositorischen Technik Glinkas nach, sowie auch den Umgang seiner Nachfolger mit dem, was er erfunden hatte:

die „Glinkasche Variation”, bei der das Thema oder ihr Struktur meist unverändert bleibt, aber die Begleitstimmen dafür umso stärker variiert werden.)"……
(Aus dem Booklettext von Vladimir Stoupel)


VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
ADAM FISCHER, Dirigent, HANNA-ELISABETH MÜLLER, Sopran
Düsseldorfer Symphoniker

GUSTAV MAHLER · Sinfonie Nr. 4 G-Dur

ADAM FISCHER zu MAHLER

„Ich freue mich sehr, mit den Düsseldorfer Symphonikern sämtliche Symphonien Gustav Mahlers musizieren und aufnehmen zu dürfen. Es wird zweifellos ein ganz besonderer Mahler werden. Denn ich strebe mit jedem Orchester an, einen anderen Mahler zu machen – einen, der sich aus der Zusammenarbeit lebendig ergibt. …

Die Vierte ist Mahlers durchsichtigste und lyrischste Symphonie, gleichsam seine Kammersymphonie. Wahrscheinlich auch wegen ihres äußerlich kleineren Formats hat sie eine ganz eigenwillige,widersprüchliche Rezeption erfahren: Auch in einer Zeit, in der Mahlers Musik für das große Publikum international praktisch unbekannt war, blieb die Vierte relativ populär. . .

Stilistisch ist sie für mich eine ganz besondere Herausforderung, die mich sehr reizt. Sie ist die „Pastorale“ von Mahler. . . "
(aus seinem Vorwort zum Booklet)

VÖ: 18. August 2017  
 
     
   
VIOLA WILMSEN, Oboe & KIMIKO IMANI, Klavier, OBOE & PIANO

Werke von Hans Gál, Bohuslav Martinů, Klement Slavický, Pavel Haas, Leoš Janačék

MEHR ALS NUR SCHÖNKLANG

"Welche Klangcharaktere verbinden Sie mit der Oboe? Sind es lyrische lange Phrasen, klagende oder gar zerbrechliche Melodien oder eher das Musikantische und Volkstümliche der Oboe? In meiner Zeit an der Deutschen Oper Berlin starb ich abendlich tausend Tode, bis auch der letzte Atemzug des Protagonisten auf der Bühne versiegt war und die seufzende Oboe ihre schluchzende Melodie zu Ende gesungen hatte.

Aber haben Sie auch schon einmal einen kämpferischen, bezwingenden oder bedrohlichen Oboenklang gehört?

Im 20. Jahrhundert findet sich eine ganze Anzahl von Werken für Oboe und Klavier, in denen die Oboe sogar etwas „Furienhaftes“ verkörpert. Mit unserem Programm möchten wir die Vielseitigkeit und den Farbenreichtum des Oboenspiels präsentieren. . . "
© 2017 Viola Wilmsen (aus dem Booklettext)


VÖ: 14. Juli 2017  
 
     
   
THORSTEN ENCKE, Komponist und Dirigent, A PORTRAIT

NACHRICHTEN AUS DEM HAUS DER MUSIK

„Strukturelle Erwägungen zu Beginn einer künstlerischen Arbeit können die Reibfläche sein, an der  sich die Inspiration entzündet.

Gleich einem Architekten rollen wir eine gezeichnete Konstruktion aus, wir skizzieren eine Tonfolge und zimmern ein Gerüst von Intervallbeziehungen und Ableitungen, wir möblieren den Innenraum sorgfältig, indem wir Motive miteinander in Beziehung setzen und ihnen somit eine dramaturgische Funktion zuordnen. Dies alles ist notwendig.

Und doch führt uns die Eingebung auf Abwege, Ungeplantes drängt sich auf, die Reibfläche verliert mit jeder geglückten Zündung an Wirksamkeit. Das Werk gewinnt Eigenleben, will über sich hinauswachsen.

Und mein persönliches momentanes Credo? Vielleicht: Experimentierfreudig in Inhalt und Aussage, klar in der Sprache.  . ."


VÖ: 14. Juli 2017  
 
     
   
BOULANGER TRIO & ANDRÈ SCHUEN, Bariton
BEETHOVEN  · Irish & Scottish  Lieder, In questa tomba oscura, Adelaide

"WELCH SÜSSE, HEIMLICHE TRAUMSELIGKEIT“

Das Kunstlied um 1800 ist vielfältig und die Diskussion, ob nun der Strophenform oder der Durchkomposition der Vorzug zu geben ist, in vollem Gang. Als lyrisches Genre per se ist die Lied-Sphäre der musikalische Ort tiefster Empfindungen.

So ist denn auch die Hinwendung zum Durchkomponieren auf Aussagen und Sprachduktus der vertonten Gedichte hin nur ein konsequenter Schritt. Beethoven tat ihn schon in den frühsten Liedern. Das Werk Adelaide op. 46 aus den Jahren 1795/96 sollte später selbst den gestrengen Musikkritiker des 19. Jahrhunderts mit seinem emotionalen Gehalt überzeugen.

1886 schrieb Eduard Hanslick: „Es gibt kein treueres, leuchtenderes Abbild einer reinen schwärmerischen Jünglingsliebe als diese Beethovensche Adelaide. Welch süße, heimliche Traumseligkeit schauert durch jeden Ton dieser goldenen Melodie! Ich glaube, dieser Jüngling folgt nicht einmal wie der schillersche ‚errötend ihren Spuren‘, es genügt ihm,
sich am Klang des Namens der Angebeteten, den er sich so freigebig kredenzt, zu berauschen. (Booklet Text: Reinhard Palmer)


VÖ: 14. Juli 2017  
 
     
   
MENDELSSOHN  · PENDERECKI  · Sextets, SOLOISTS OF THE SPANNUNGEN FESTIVAL 2016

Sextette, die man selten hört

 „Die hohe Opus-Zahl darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mendelssohn sein Sextett für Klavier und fünf Streicher bereits als 15-jähriger komponiert hat…… Eine so originäre Handschrift wie sie der junge Mendelssohn im Oktett oder in der „Sommernachtstraum“-Ouvertüre hören lässt, ist im Sextett noch nicht zu erkennen.

Der Mendelssohn-Biograf Eric Werner charakterisiert das Werk als „Miniatur-Kammerkonzert für Klavier, dem die fünf Instrumente gegenübergestellt sind….“

„…Penderecki hat sich seit den 80er-Jahren radikal von jeder avantgardistischen Strömung abgekoppelt und orientiert sich immer stärker an Vorbilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Das betrifft auch das im Jahre 2000 in Wien uraufgeführte Klarinettensextett…. musikalisch präsentiert sich das mit einer Spieldauer von 35 Minuten ausladende Werk wie eine Reminiszenz an die großen slawischen Komponisten des 20. Jahrhunderts….

Penderecki: „Ich bin doch ein slawischer Komponist, dem es um die Übermittlung des eigenen Gefühls, des Ausdrucks geht.“ (Auszüge aus dem Booklettext von Pedro Obiera)


VÖ: 16. Juni 2017  
 
     
   
NIELSEN · PROKOFIEV · Wind Quintets, SOLOISTS OF THE SPANNUNGEN FESTIVAL 2016

Quintette , die man selten hört

Nielsens Musik ist von einer linearen Melodik und Durchsichtigkeit geprägt, die ihn von der schwelgerischen Spätromantik absetzt. In seinen Werken schärft er eine an Gregorianik und Volksmusik geschulte Satzarbeit, zeigt sich als virtuoser Kontrapunktiker und moderner Rhythmiker.

Den ihm entgegengebrachten Vorwurf der Kühle rechtfertigte der Komponist einmal: „Bis zum Überdruss müssen wir zeigen, dass eine wohlklingende Terz als göttliche Gabe gesehen werden sollte, eine Quart als Erfahrung und eine Quint als die größte Freude.“

„…In die große Manege führt auch Sergei Prokofiev Quintett op. 39 für die ungewöhnliche Kombination Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass. Der Komponist schrieb es 1924 als Ballettmusik „Trapez“ für den Choreographen Boris Romanow und seine herumreisende Tanzgruppe. Das Thema: Szenen aus dem Zirkusleben.

Durch die aufs Wesentliche reduzierte Besetzung sollte das Werk überall schnell aufzuführen sein. Prokofiev verfasste dann aber doch ein ziemlich anspruchsvolles Werk mit schrulligem Charakter und „einigen rhythmischen Schwierigkeiten“, wie er selbst zugab…“
(Auszüge aus dem Booklettext von Matthias Corvin)

VÖ: 16. Juni 2017  
 
     
   
JONIAN ILIAS KADESHA, Violine & NICHOLAS RIMMER , Klavier
ENESCU ·  RAVEL · SKALKOTTAS

REZENSION  BR Klassik Logo

Nikos Skalkottas der nationalromantischen Richtung zuzuordnen, wäre falsch. Aber hätte er nicht Werke wie die Griechischen Tänze für Orchester oder die beiden kleinen Suiten für Violine und Klavier geschrieben, wäre er ein heute wohl vergessener Komponist.

Die Suiten entstanden während der letzten Jahre seines Schaffens und lassen einen Stilwandel erkennen, insofern sich Skalkottas darin bei aller erkennbaren Strenge der Konstruktion einer weniger komplexen Schreibweise annähert, als sie für das Gros seiner sonstigen Werke typisch ist……

Zum musikalischen Botschafter Rumäniens wurde George Enescu. Er gehörte der ersten
Generation der im vergleichsweise jungen rumänischen Königreich geborenen Komponisten an, verließ das Land aber schon als siebenjähriges Wunderkind, um zunächst in Wien und anschließend in Paris zu studieren und fortan das Leben eines Kosmopoliten zu führen.

Als Geiger und bald auch als Komponist, Pianist und Dirigent wurde er zum Weltstar. Yehudi Menuhin, sein berühmtester Schüler, nannte ihn das ungewöhnlichste menschliche Wesen, dem er jemals begegnet sei…..
(Auszüge aus dem Booklettext von Johannes Jansen)

VÖ: 16. Juni 2017  
 
     
   
ANTONII BARYSHEVSKYI , Klavier  · GALINA USTVOLSKAYA · Piano Sonatas Nos. 1-6

Das Echo des Apokalypse

„ ‚Es wird nicht um eine Performance von irgendwelchen Aktionskünstlern gehen, die einen
alten ausgedienten Bechstein oder Blüthner in Flammen setzen - nein, es wird um Klavierstücke von Galina Iwanowna Ustvolskaya gehen‘.

Die Worte des berühmten niederländischen Musikkritikers beschreiben präzise und bildhaft das Schaffen einer der rätselhaftesten Komponistinnen unserer Zeit.

Ustvolskayas Musik macht es einem schwer, die gewohnte Sprache der Musikwissenschaft
zu nutzen. Sie war nicht die Apokalypse der 20. Jahrhundert, sondern deren Echo. Gott
sorgte dafür, dass Ustvolskaya nicht in Stalins Lagern einsitzen musste: Das Schicksal hat
ihr die Einsamkeit der Künstlerin geschenkt, die sich nicht von Erfolgsaussichten blenden
ließ. Ihre Einsamkeit war alles andere als die Realitätsflucht eines romantischen Helden,
der auf seine Mission und exklusive Rolle stolz ist.. . "
(Auszüge aus dem Booklettext von Iosif Raiskin)

VÖ: 16. Juni 2017  
 
     
   
ARMIDA QUARTETT  · FUGA MAGNA

Fugales, kontrapunktisches Denken und Komponieren ist die Königsdisziplin der europäischen Musik, seit diese um 1200 aus dem Schatten der nur mündlichen Überlieferung in die Schriftlichkeit der Mensural-Notation heraustrat……

Unsere Reise „mit Sieben-Meilen-Stiefeln“ durch das Reich der Fuge beginnt mit den beiden frühesten gedruckten deutschen Werken für Instrumental-Ensemble aus dem Jahr 1602, deren erstes das ätherische Motiv-Material eher vorsichtig erkundet, das zweite hingegen auf dem Volkslied O Nachbar Roland, mein Herz ist voller Pein basiert….

Um Aura und Nimbus beraubt wird die Fuge drei Jahrzehnte später bei Beethoven zum historischen Zitat eines bereits historischen Zitats, in vielfacher Weise unverständlich, wie es die Rezension aus der „Allgemeinen musikalischen Zeitung“ des Jahres 1826 belegt:

 "Vielleicht wäre so manches nicht hingeschrieben worden, könnte der Meister seine eigenen Schöpfungen auch hören. Doch wollen wir damit nicht voreilig absprechen: vielleicht kommt noch die Zeit, wo das, was uns beym ersten Blicke trüb und verworren erschien, klar und in wohlgefälligen Formen erkannt wird.
 (Auszug aus dem Booklettext von Reinhard Goebel)

VÖ: 26. Mai 2017  
 
     
   
KILIAN HEROLD, Klarinette & SARAH MARIA SUN, Sopran & Ensemble
MÁTYÁS SEIBER  · MORE NONSENSE · Klarinetten-Kammermusik und Nonsense Lieder

WORTWITZ, JAZZ und KODALY

Energiequellen in Mátyás Seibers Kammermusik

Schon die Biografie des Komponisten Mátyás Seiber lässt verschiedene Lesarten und ganz unterschiedliche Perspektiven zu. Es ist gar nicht so leicht, ihn zu fassen: War er ein ungarischer Komponist aus der Budapester Schule des frühen 20. Jahrhunderts? Ein Unterhaltungsmusiker auf einem Ozeandampfer der 1920er Jahre?

 Der erste Jazzprofessor der Welt mit einem Lehrstuhl in Frankfurt am Main? Oder doch eher ein britischer Künstler, Chorleiter und Kompositionslehrer, international vernetzt und hochgeschätzt im London der Kriegs- und Nachkriegszeit?

Tatsächlich war Mátyás Seiber all das. Und seine Musik, gerade seine Kammermusik, zeugt davon, manchmal in wilden und witzigen Mischungen. Diese CD vereint Werke, in denen Seiber die Klarinette und/oder die Singstimme in den Fokus rückt……..
(Auszug aus dem Booklettext von Lydia Jeschke)

www.youtube.com MORE NONSENSE

www.youtube.com The Owl and the Pussycat / More Nonsense

VÖ: 19. Mai 2017   
 
     
   
FEININGER TRIO   · RAVEL & DEBUSSY

Klaviertrios von Ravel und Debussy

Claude Debussy ist 10 Jahre alt, als er am Pariser Konservatorium erstmals mit einem regulären Schulbetrieb konfrontiert wird. Eine Elementarschule hat er nie besucht, seine Mutter lehrte ihn notdürftig das Lesen, Schreiben und Rechnen. Am Klavier indes offenbarte er das Talent eines Wunderkinds und damit stand fest: Debussy soll Pianist werden.

Doch am Konservatorium merkt man bald, dass dieser Schüler anders ist, eigensinnig, ungestüm und rebellisch. Besonders sein konservativer Klavierlehrer Antoine François Marmontel kann mit dem jungen Wilden nichts anfangen.

Nach ersten Erfolgen folgt 1880 Ernüchterung: Debussy gewinnt lediglich einen Preis im Fach Klavierbegleitung – nicht mehr als ein Trostpreis der Konservatoriumsjury für den angehenden Virtuosen. Das Wunderkind ist gescheitert.

Umso kurioser mutet die Tatsache an, dass ausgerechnet Marmontel Debussy auf eine lukrative Gelegenheit aufmerksam macht: Nadeschda von Meck, exzentrische Witwe eines reichen baltendeutschen Eisenbahnunternehmers und Kunstmäzenin mit besonderer Vorliebe für Musik, sucht für ihre jährlichen Sommerreisen durch Europa einen Pianisten. . .
(Auszug aus dem Booklettext von Susanne Ziese)

VÖ: 19. Mai 2017    
 
     
   
ULF SCHNEIDER, Violine & STEPHAN IMORDE, Klavier 
WOLFGANG AMADEUS MOZART  · Violinsonaten · Hélas j'ai perdu mon amant !

Hélas, Ich habe meinen Geliebten verloren

„Stephan Imorde: . . Unsere Idee war, Mozart aus der Perspektive seiner Frau  Constanze zu betrachten. Wir haben uns auf eine fiktionale Reise begeben und uns vorgestellt, wie Constanze Wolfgangs Leben wahrgenommen hat.

Ulf Schneider: Leider sind von Constanze selbst kaum Briefe erhalten, aber aus den zahlreichen Briefen, die Mozart an sie geschrieben hat, kann man eine große emotionale Nähe zwischen den beiden erahnen. Der Musikjournalist Jürgen Otten hat anhand dieser Briefe ein fiktives Tagebuch der Constanze Mozart verfasst. ...

S. I.: Und der Titel ist im Hinblick auf das ganze Programm zu verstehen. Er
bezieht sich auf die Variationen KV 360, aber auch auf den biographischen Bogen, den wir spannen. „Ach, ich habe meinen Liebsten verloren“ wird in diesem Programm mehrfach thematisiert, einerseits durch den Verlust von vier der insgesamt sechs Kinder, andererseits durch den frühen Tod Mozarts………. (aus dem Booklet- Interview)

VÖ: 28. April 2017   

 
     
   
SEVERIN VON ECKARDSTEIN, Klavier  · ROBERT SCHUMANN

SCHUMANNs FANTASIEN

 „Der Begriff „Fantasie“ in der Musik ist vor allem durch eine freiere Form der Satzstruktur gekennzeichnet und ermöglichte dem Komponisten, seine musikalischen Einfälle, ganz ihrer ursprünglichen Eingebung entsprechend und einer Improvisation ähnlich, unmittelbar zu Papier zu bringen.
 Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die „Fantasie“ zu einem beliebten Instrumentalstück und maß dem träumerisch phantastischen Element eine noch größere Bedeutung bei.

 Das Klavier samt seiner polyphonen Klangwelt spielte dabei eine tragende Rolle. Ideal also für Schumann, dessen Musik für mich vielleicht der Innbegriff der deutschen Hochromantik ist. Sie ist ausdrucksstark, getrieben, zugleich grundehrlich, privat, in ihrer Klangstruktur von ungeheurer Vielfalt und Dezenz, aber frei von allem Anspruch, durch auftrumpfende, vordergründig virtuose, oder auch beschönigende Elemente Wirksamkeit zu erhaschen.

Oft kommen mir friedevolle und zugleich von einer gewissen Verletzbarkeit und Gutmütigkeit geprägte romantische Szenerien in den Sinn: einfache Leute, Höfisches, blumige Kinderfreuden und geheim geteilte Sehnsüchte zweier Liebender.. . "
(Auszug aus dem Booklettext von S. von Eckardstein)

VÖ: 17. März 2017   
 
     
   
CAvi-music ist auch auf Facebook vertreten.

FACEBOOK CAVI MUSIC